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Longboard sind lässig und praktisch zugleich. | © iStock.com/diignat

Rolle vorwärts: Longboardfahren lernen – so cruist du durch die City

Mit einem Longboard cruist du relaxt durch die Stadt oder saust steile Strecken hinunter. Erfahre hier, wie du das Longboardfahren – ganz lässig – lernen kannst.

Zurück zum Original: Revival des Longboards

Skateboarden war gestern – seit einigen Jahren sind wieder Longboards angesagt. Wieso wieder? Die Langbretter sind die Vorgänger der Skateboards, wie wir sie heute kennen. Die ersten Longboards entwarfen US-Surfer in den 1950er-Jahren, indem sie ihre Surfbretter für die Straße modifizierten.

Die meisten Longboarder möchten auf geraden oder leicht abschüssigen Strecken in der Stadt lässig von A nach B cruisen. Downhill-Fans rasen in Schutzkleidung mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde steile Landstraßen hinunter, Freestyler führen vom Skateboarden bekannte Tricks wie Ollie und Kickflip mit dem Longboard aus. Und manche Longboarder tanzen sogar auf ihren Boards!

Die verschiedenen Longboard-Typen

Longboards sind im Grunde nichts anderes als besonders lange und breite Skateboards. Sie bestehen aus einem verleimten und beschichteten Holzbrett, dem Deck. Darauf klebt eine rutschfeste Folie, das Griptape. Unter dem Brett sind an Nose (vorne) und Tail (hinten) breite, hervorstehende Achsen mit je zwei dicken Rollen angeschraubt. Die Rollen sind weicher als die von modernen Skateboards.

Welches Longboard gut zu dir passt, hängt von deiner Körpergröße, deinem Gewicht und deinem Fahrverhalten ab. Longboards gibt es in verschiedenen Größen und Formen. In der Regel sind sie zwischen 80 und 150 Zentimeter lang, Spezialboards können bis zu 200 Zentimeter und mehr messen. Das Longboard-Deck sollte so breit sein, dass deine Füße seitlich gut darauf passen. Je schwerer du bist, desto stabiler muss dein Board sein. Beachte die sogenannten Flex-Typen. Je weicher der Flex, umso biegsamer ist das Deck. Schleifen oder durchhängen darf das Board natürlich nicht. Lasse dich im Fachgeschäft beraten, gehe nicht nur nach der Optik. Sie ist nur ein Kriterium beim Longboard-Kauf! Beliebte Allround-Longboards zum relaxten und zügigen Fahren in der City sind:

  • Cruiser
  • Freerider
  • Carver

Geübte Longboarder wählen für rasante Abfahrten robuste Downhill-Longboards und greifen für Freestyle-Tricks zu extralangen Dance-Longboards. Außerdem gibt es noch Longboards mit Elektromotor. Sie beschleunigen zügig und werden bis zu 40 Stundenkilometer schnell, den Elektroschub steuerst du über eine Funkfernbedienung in deiner Hand.

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Tipps zum Longboard-Kauf

Einsteiger-Longboards gibt es bereits für 50 bis 100 Euro, investiere aber lieber etwas mehr. Für 100 bis 200 Euro bekommst du hochwertige Boards. Kurze Longboards mit weichem Flex sind wendiger und praktischer in der Stadt, lange Modelle mit hartem Flex verhalten sich auch bei höheren Geschwindigkeiten stabil. Anfänger-Longboards sollten keine zu schnellen Kugellager haben, du kannst sie später immer noch gegen schnellere tauschen. Mehr über die unterschiedlichen Longboard-Typen und Erklärungen von vielen Fachbegriffen findest du hier.

Longboardfahren lernen: Keep on Rolling!

Traue dich, jeder kann Longboardfahren lernen! Streetsurfing ist ein abwechslungsreicher Outdoor-Sport, der vor allem mit Partner viel Spaß macht und dich fit hält. Longboarden steigert Gleichgewichtsgefühl und Koordination, trainiert Bein- und Bauchmuskulatur.

Schnappe dir für deine ersten Fahrversuche ein Longboard für Anfänger, Helm und Skate-Schützer. Such dir eine ebene, glatt asphaltierte Fläche ohne viel Verkehr. Ideal geeignet sind Rollschuhbahn, Skatepark oder Supermarktparkplatz nach Ladenschluss. Hauptsache frei von Rollsplit und grobem Schmutz. Stell dich als erstes seitlich auf dein Longboard. Welcher Fuß soll nach vorn? Es gibt weder richtig noch falsch. Probiere es aus! Steht dein linker Fuß vorn, nennt sich die Position Regular. Steht dein rechter Fuß vorn, heißt sie Goofy. Eine Seite wird dir mit Sicherheit mehr liegen als die andere.

Stelle dich mit deinem favorisierten Fuß nach vorn auf das Longboard, stehe schulterbreit und stabil. Verlagere dein Gewicht in alle Richtungen. Hüpfe auf dem Bord. Springe herunter und wieder herauf. Gehe leicht in die Knie, wippe vor und zurück, verlagere dein Gewicht, gib erst mit deinen Fußspitzen, dann mit deiner Verse Druck auf die Außenkanten des Decks – so lenkst du später beim Fahren. Der belgische Longboarder Hans Wouters verrät seine Longboard-Tipps auf seinem YouTube-Kanal.

Skateboarden war gestern – seit einigen Jahren sind wieder Longboards angesagt. | © iStock.com/JohanJK

Pushen lernen: Die Longboard-Fahrtechnik

Um dich auf deinem Longboard fortzubewegen, musst du das sogenannte Pushen beherrschen. Das Prinzip kennst du vom Tretroller. Stehe mit deinem vorderen Fuß in Fahrtrichtung mittig im vorderen Drittel des Decks, deinen Körperschwerpunkt verlagerst du leicht schräg nach vorn. Mit dem anderen Fuß stößt du dich ab. Der Abstand zwischen Push-Fuß und Board darf nicht zu klein sein, sonst berührst du die Rollen beim Fahren. Stoße dich ab, versuche kurz auf deinem Standbein zu stehen, das andere hältst du in der Luft. So trainierst du dein Gleichgewicht auf dem Longboard. Fahre ein paar Meter und stoße dich wieder ab. Wenn du das beherrscht, setze den Fuß, mit dem du dich abgestoßen hast, nach hinten, drehe danach deinen Vorderfuß. Das war’s, jetzt kannst du cruisen!

Tipp: Wenn du das Longboarden lernen möchtest, kannst du anfangs auf Strecken mit leichter Steigung pushen – so wirst du nicht zu schnell und kannst gut das Lenken mit einem Fuß üben.

Richtig bremsen: Mit der Foot Brake kontrolliert anhalten

Ein Longboard hat keine Bremse. Du stoppst mit dem Fuß, mit dem du dich nach vorn pushst, indem du ihn während der Fahrt auf dem Boden schleifen lässt (Foot Brake). Verlagere deinen Schwerpunkt nach unten, stehe nur mit dem Vorderfuß auf dem Deck. Nimm besser alte Schuhe zum Boarden. Bei niedriger Geschwindigkeit kannst du auch nach vorn abspringen, solltest du einem Hindernis nicht rechtzeitig ausweichen können. Besser ist es aber, wenn du dein Longboard kontrolliert zum Halten bringst.

Alternativ gibt es die Longboard-Bremse zum Nachrüsten, die du hinten oder vorn am Board festschraubst. Drückst du mit deinem Fuß auf den Bremshebel, verlangsamt eine Bremsplatte das Rad. Elektro-Longboards sind bereits ab Werk mit einer Bremse ausgestattet, die du über die Fernbedienung steuerst.

Veröffent­lichungsdatum: 06.08.2018
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07.02.2018

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