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Für Sport in Schale schmeißen? Fabian schätzt Funktionalität und Marleen schwitzt am liebsten in angesagten Outfits. | © HHN/Fabian K., Marleen L.

Styling beim Sport: Fit dank Fashion oder Function First

Für Sport in Schale schmeißen? Fabian schätzt Funktionalität – und belächelt aufgetakelte Fitness-Früchtchen. Marleen schwitzt am liebsten in angesagten Outfits.

© privat/Marleen L.

Marleen: Sportfashion – Booster für meine Motivation

Angenommen, du warst bislang eher ein Sportmuffel. Was könnte dich ad hoc motivieren, außer der Aussicht auf einen definierten Body und ein paar Kilo weniger? Meiner Meinung nach: Neue Fitnessklamotten! Mit der schlabberigen Joggingbuchse und dem löchrigen Baumwoll-Shirt kommt bei mir definitiv keine gute (Sport-)Laune auf.

Schick und sportlich zugleich

Fashion und Fitness sind eine unschlagbare Kombination. Ist dir auch schon aufgefallen, dass immer mehr Designerlabels mit altbekannten Sportmarken kooperieren und Sportswear salonfähig machen?

Wieso also nicht auch beim Pumpen modisch punkten? Mit dem richtigen Outfit erlebe ich schon vor dem Workout einen Wow-Effekt: sportliches Auftreten bei völliger Lustlosigkeit. Doch der Boomerang-Effekt kommt prompt, denn ist die Sportmontur einmal angezogen, gibt es für mich kein Zurück mehr.

Zeig, was in dir steckt!

Wer motiviert ist, sich aber auf muskelbepacktem, schweißbeperltem Terrain unsicher fühlt, für den ist das coole Sportoutfit wie ein Superheldenkostüm, wie ein Power-up fürs nächste Level: Du fühlst dich selbstbewusster und stärker!

Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Wieso sollten deine neuen Laufschuhe, deine fresh gemusterten Tights und die teure Funktionsjacke nur im Schrank hängen? Zeig, was in dir steckt, wenn du in ihnen steckst!

Wieso sollte deine teure Sportswear im Schrank bleiben? Zeig, was in dir steckt, wenn du in ihnen steckst! | © iStock.com/Lifemoment

Die Funktion verstärkt den Fashion-Faktor

Weiterer Pluspunkt: Fitnessklamotten sind funktional. Sie transportieren den Schweiß von deiner Haut weg, sodass deine Muskeln nicht auskühlen und das Tragegefühl angenehm bleibt. Manche Teile haben eine Kompressionsfunktion, für den Outdoor-Sport gibt es atmungsaktive Kleidung, mit der du nicht mehr als nötig ins Schwitzen kommst. Und mit antibakteriellen Fasern musst du dir keine Sorgen um unangenehmen Körpergeruch machen.

Dabei zählt der richtige Sitz manchmal mehr als der Fashion-Faktor: Sind die Sportsachen bequem? Wenn der Sport-BH nicht hält, was er verspricht, die Hose zwickt oder rutscht und das T-Shirt unter den Armen kneift, gibst du auch im stylishsten Outfit eine komische Figur ab.

Mit dem richtig sitzenden Sportdress allerdings, fühlst du dich rundum wohl – nicht nur modisch gesehen.

© privat/Fabian K.

Fabian: Training in der Fitness-Bude, nicht auf der Fashion-Bühne

Um zu wissen, welche Fitnessoutfits gerade angesagt sind, musste ich erstmal „Sportbekleidung Trends“ googeln und bei Instagram die Augen offenhalten. Mein Eindruck des geschlechterübergreifenden Stylingwahns beim Sport: Strahlemänner pumpen in Slim-T-Shirts und engen Hosen mit Camouflage-Mustern. Beim Anblick schlaksiger Tanktop-Träger mit wuchtigen Kopfhörern muss ich mit dem Kopf schütteln.

Fitness-Grazien sind geschminkt, tragen Schmuck (wozu?), Crop Tops (habe extra nachgeschaut, wie die bauchfreien Oberteile heißen), Leggings mit Blumenmuster und Sneaker in Pastelltönen oder Neonfarben. Prima, wenn euch das zu mehr Sport und Bewegung motiviert – allerdings glaube ich, dass sich einige für ihre „Schnappschüsse“ mehr Mühe geben als fürs eigentliche Training!

Sport-Fashion muss gut sitzen – nicht zusammenpassen!

Wie kleidet Man(n) sich adäquat im Fitnessstudio? Meiner Meinung nach bequem und praktisch, ist doch logisch. Funktionalität, Passform und Mehrwert zählen mehr als Trendoptik und Brand-Uniformität. Beim Sport möchte ich mich auspowern, alles geben und getreu dem Motto #BeatYesterday heute einen Schritt weiter als gestern gehen. Egal, was ich anziehe, von welcher Marke es ist oder wie teuer es war, nach dem Warm-up ist es garantiert nicht mehr taufrisch. Und ich verschwende keinen Gedanken mehr an mein Styling. Meine Sportuhr spornt mich an, nicht mein Outfit. Das ist eine Fitness-Bude, keine Fashion-Bühne.

Beim Judo trägt Faybian einen weiten Baumwollanzug – die Stylefrage stellt sich ihm bei der Kampfsport-Uniform nicht. | © iStock.com/Venerala

Sicherer Schweißflecken-Schutz

Ich bin ein Schnell- und Viel-Schwitzer. Meine Sachen müssen atmungsaktiv sein. Ich setze auf pflegeleichte Synthetik-Sportkleidung, die nicht so schnell müffelt und sich hunderte Male waschen lässt, ohne die Form zu verlieren. Apropos: Sportler samt Kleidung sollten im Gym frisch gewaschen sein – Deodusche in der Umkleide zählt nicht.

Beim Judo trage ich einen weiten Baumwollanzug – die Stylefrage stellt sich bei der Kampfsport-Uniform nicht. Beim Bouldern und im Fitnessstudio ist mir wichtig, dass ich mich bestmöglich bewegen kann und nicht nach 15 Minuten im eigenen Saft stehe. Im Sommer möchte ich nicht unnötig transpirieren, im Winter beim Laufen nicht frieren, daher wende ich erfolgreich das Zwiebelprinzip an: Fester Bestandteil ist ein eng anliegendes Kompressions-Shirt. Davon habe ich zig Exemplare mit kurzen und langen Ärmeln im Schrank. An kalten Tagen ziehe ich selbstbewusst eine kurze Trainingshose über meine Laufhose – bis vor einigen Jahren habe ich diesen anfänglichen Crossfit-Mode-Trend noch belächelt. Den Wechsel von der wärmenden Sweatpants bereue ich nicht, weil sich die Kombination super anfühlt und ich mich wohlfühle. Das ist schließlich die Hauptsache.

Über #BeatYesterday-Autorin Marleen L.


Jeden Morgen schwingt sich Marleen auf ihr Hollandrad und fährt an der Alster entlang zur Arbeit. Im Sommer genießt die ehemalige Leichtathletin jede freie Minute an der frischen Luft, joggt mit Leidenschaft am Eilbekkanal oder träumt beim Stand Up Paddling vom Aktivurlaub am Meer. Auf den Mief im Fitti steht sie gar nicht, powert sich lieber regelmäßig beim Ganzkörper-Workout zu Hause aus. Ausgewogen und frisch zu kochen, ist für die 27-Jährige selbstverständlich. Fast Food? Ein No-go. Healthy Life: voll ihr Ding.

Über #BeatYesterday-Autor Fabian K.


Fabian kommt ursprünglich aus Frankfurt am Main und fühlt sich inzwischen rund um den Hamburger Stadtpark zu Hause. Für den 29-Jährigen kann es gar nicht sportlich genug zugehen. Der Judoka startet schon vor seinem Frühstück aus Overnight Oats, Hanfsamen, Leinöl und Obst mit Tabata oder Stretching in den Tag. Abends lässt er in der Muckibude oder im Dojo Dampf ab. Mehr Spaß als Laufen bereiten ihm Bouldern, Bergwandern im Allgäu und Cruisen mit dem Longboard. Sein Ziel: andere motivieren, fitter zu werden und gesünder zu leben!

Veröffent­lichungsdatum: 11.02.2019
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07.02.2018

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