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Richtig streiten: 9 Tipps, wie du dich konstruktiv fetzt

Richtig zu streiten kann man lernen. Wenn du diese Grundregeln kennst und beachtest, brauchst du keine Angst mehr vor Auseinandersetzungen zu haben.

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1. Vermeide Pauschalisierungen

Lass die allgemeinen Formulierungen bleiben, mit denen du andeuten willst, dass die ganze Welt deine Meinung vertritt oder jemand ständig in dieselben Verhaltensmuster verfällt. „Wer macht denn so was?“ oder „Das machst du ständig!“ mögen dir angesichts einer zweifelhaften Aktion deines Partners als angemessene Reaktion erscheinen. Doch damit verletzt du dein Gegenüber viel mehr als mit dem sachlichen Hinweis, dass dir etwas nicht in den Kram passt. Beschreibe aus deiner persönlichen Sicht, bleibe dabei sachlich aber. Mit den Formulierungen “Ich finde,…”, “Mir ist in letzer Zeit öfters aufgefallen, dass…” vertrittst du deine eigenen Wahrnehmung, die dir so erst mal niemand streitig machen kann.

2. Tritt nicht zu kämpferisch auf

Klar, du bist sauer. Klar, du willst hier „gewinnen“, schließlich fühlst du dich komplett im Recht. Allerdings ist das noch lange kein Grund, ätzend zu werden: Werde nicht zynisch, sarkastisch oder ironisch. “Das war ja mal wieder ne große Glanzleistung!” oder “Du bist ja doch so doof, wie du aussiehst!” – diese Art der Kommunikation kann Gift für zwischenmenschliche Beziehungen sein – sei es in der Partnerschaft, in der Familie oder im Freundeskreis. Wenn du giftigen Spott über Menschen auskippst, beleidigst du sie. Vielleicht geht es dir damit in der ersten Sekunde besser, aber es ist extrem kontraproduktiv für die Konfliktlösung.

3. Sei nicht zu nachgiebig

Auf Konflikte jeglicher Art könntest du gut und gerne verzichten und du findest es auch ein bisschen schlimm, dass es jetzt schon für das richtige Streiten Tipps gibt? Natürlich ist es schöner, wenn mit deinen Lieben alles rund läuft. Aber manchmal ist das eben nicht der Fall. Dann bringt es dir auch nichts, wenn du um des lieben Friedens willen immer wieder nachgibst. Du erwartest dann nämlich unwillkürlich eine gewisse Form von Dankbarkeit für dein Verständnis. Die wirst du allerdings nicht bekommen. Dein Gegenüber hat schließlich keine Ahnung, was in dir vorgeht, wenn du deinen Standpunkt nicht vertrittst. Irgendwann wenn das Maß voll ist , explodierst du dann – ohne dass der andere auch nur den blassesten Schimmer hat, was los ist.

Kompromissbereitschaft und aufeinander zugehen hilft Streit beizulegen. | © iStock.com/LittleBee80

4. Strategischer Rückzug ist eine miese Idee

Vielleicht hast du gerade keine Lust zu streiten? Du bist jetzt sowieso eingeschnappt, deshalb bringt das doch eh nichts. Also besser das Ganze abbrechen und sich zurückziehen, denkst du. Morgen sieht bestimmt alles schon ganz anders aus, so deine Hoffnung? Mag sein, aber das ist definitiv kein Weg, richtig zu streiten. Versetze dich einmal in dein Gegenüber: Wenn du zum Rückzug bläst, kommt bei ihm vor allem Gleichgültigkeit an. Und das kann schnell zu Verzweiflung führen. Die Folge: Der Konflikt wird nur noch größer.

5. Offen für Kompromisse sein

Wenn du genau weißt, dass ihr in einem bestimmten Punkt einfach nicht auf einen Nenner kommt, musst du kompromissbereit sein. Ihr könnt den Streit beilegen, wenn ihr euch zum Beispiel auf „sowohl als auch“ oder „erst das eine, dann das andere“ einigt. Der Preis für deine Beziehung oder deine familiären und freundschaftlichen Bande ist, dass es nicht immer und ausschließlich nach deinem Kopf gehen kann. Ein alter, aber tröstender Spruch, den du dir in Gedanken zurufen kannst: “Der Klügere gibt nach.”

6. Zuhören und wahrnehmen

Wer richtig streiten will, muss dem anderen aufmerksam zuhören. Einfacher gesagt als getan: Du bist sauer, enttäuscht oder verletzt und willst dem Schuldigen genau das um die Ohren hauen. Zuhören musst du trotzdem. Wenn du mit dem Gedanken ins Gespräch gehst, dass der andere eh nichts sagen oder tun kann, damit du dich besser fühlst, läufst du direkt in eine Sackgasse. Hör also genau zu und zeige, dass du verstehst, was dein Gegenüber meint. Gib zu, wenn du Dinge so noch nicht gesehen oder bedacht hast. Dazu gehört auch, dass du einräumst, wenn du dich in einem Punkt geirrt hast. Das fällt schwer, wirkt aber Wunder im Streitgespräch.

Wer richtig streiten will, muss dem anderen aufmerksam zuhören. | © iStock.com/monkeybusinessimages

7. Wie streite ich richtig am Arbeitsplatz?

Wer richtig streiten will, muss dem anderen aufmerksam zuhören. Einfacher gesagt als getan: Du bist sauer, enttäuscht oder verletzt und willst dem Schuldigen genau das um die Ohren hauen. Zuhören musst du trotzdem. Wenn du mit dem Gedanken ins Gespräch gehst, dass der andere eh nichts sagen oder tun kann, damit du dich besser fühlst, läufst du direkt in eine Sackgasse. Hör also genau zu und zeige, dass du verstehst, was dein Gegenüber meint. Gib zu, wenn du Dinge so noch nicht gesehen oder bedacht hast. Dazu gehört auch, dass du einräumst, wenn du dich in einem Punkt geirrt hast. Das fällt schwer, wirkt aber Wunder im Streitgespräch.

8. Konflikte frühzeitig ansprechen

Wenn du in heiklen Situationen zu lange wartest, blockiert dich dein Gehirn und du kannst das konstruktive Streiten vergessen: Du fokussierst dich dann unwillkürlich auf deine Emotionen und denkst nicht mehr rational. Ist es erst so weit gekommen, dass eine bestimmte Person nur den Mund aufmacht und du innerlich durchdrehst, wird ein konstruktives Gespräch sehr schwierig. Sprich unterschwellige Konflikte also frühzeitig und in einem ruhigen Moment an. Vielleicht schafft ihr so etwas Negatives aus der Welt, bevor es zu einem echten Problem wird. Mit derselben Ruhe kannst du helfen, Streit unter Kollegen zu schlichten, wenn deren miese Stimmung anfängt, den Vibe eures Teams zu stören.

9. Immer differenzieren

Natürlich willst du der Giftspritze von Kontrahenten keinen Fußbreit Boden lassen. Tu es trotzdem, auch wenn es schwerfällt: Hake nach, ob du ihn oder sie wirklich richtig verstanden hast. Benutze dabei Wendungen wie „bis hierher bin ich ganz bei Ihnen“ oder „in diesem Punkt haben Sie vollkommen recht“. Das wirkt allein schon entspannend: Der Diskussionspartner merkt, dass du ihm zuhörst und über seine Worte nachdenkst. Das reicht oft schon – ihr müsst nicht komplett einer Meinung sein, um miteinander klarzukommen.

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