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Sie erzeugen Gänsehaut, schweißen die Fans zusammen und sind mit ganz besonderen emotionalen Momenten verbunden: Sport-Hymnen. | © iStock.com/DisobeyArt

Die 8 besten Sport-Hymnen – und ihre Geschichte

Sie erzeugen Gänsehaut, schweißen die Fans zusammen und sind mit ganz besonderen emotionalen Momenten verbunden: Sport-Hymnen. Kennst du diese acht?

„We Are The Champions“ gehört ebenso untrennbar zu Siegesfeiern, wie „You’ll Never Walk Alone“ zu Liverpool oder „One Moment In Time“ zu den Olympischen Spielen. Manche der Songs werden nur durch Zufall zu Hymnen, andere werden gezielt zu einem bestimmten Event veröffentlicht – und passen dann perfekt zur Stimmung. Hier kommen die Hintergründe und Entstehungsgeschichten zu den acht bekanntesten Sporthymnen:

1. Broadway-Musical wird Stadionhit

Die größte Fußball-Hymne aller Zeiten ist ohne Zweifel „You’ll Never Walk Alone“. Sowohl Liverpools Fans als auch die Dortmunder Südtribüne und St. Paulis Anhänger am Hamburger Millerntor singen sie voller Inbrunst vor und während der Spiele. Doch wie konnte ein Lied, das ursprünglich in den vierziger Jahren für ein Broadway-Musical geschrieben wurde, zum ultimativen Stadion-Song werden? Schließlich ist von Fußball darin mit keinem Wort die Rede. Es geht um eine schwangere Frau, die ermutigt wird, über den Tod ihres Mannes hinwegzukommen.

Frank Sinatra nahm das pathetische Stück über Gemeinschaft und Zusammenhalt 1945 als erster auf. Als Gerry & The Pacemakers den Song Anfang der sechziger Jahre dann in die britischen Charts brachten, war er zum ersten Mal in Fußballstadien auf der Insel zu hören – als Anheizer vor dem Anpfiff.

Die Fans von Liverpool und Celtic Glasgow streiten bis heute darüber, wer von ihnen „You’ll Never Walk Alone“ tatsächlich zum ersten Mal gesungen hat. Die Geschichte, die am häufigsten erzählt wird, geht so: Als die Musikanlage in der Liverpooler Anfield Road einmal ausfiel, als das Stück gerade vom Band eingespielt wurde, haben die Zuschauer das Lied lautstark angestimmt. Und es dann immer wieder, wieder und wieder gesungen.

„You’ll Never Walk Alone“ ist ohne Zweifel die größte Fußball-Hymne aller Zeiten. | © iStock.com/Marcus Millo

2. Ego-Hymne für Sieger

Die größte Siegeshymne in den Fußballstadien rund um die Welt hat 1977 ein Tischtennis-Fan erschaffen: Freddy Mercury. Dabei fiel „We Are The Champions“ selbst für die Bombast-Band Queen reichlich großspurig aus. „No time for losers“ heißt es darin und Mercury sagte später: „Das ist der arroganteste Song, den ich je geschrieben habe.“ Die Fans liebten die Ego-Hymne mit Mitgröl-Garantie vom ersten Moment an. Das Stück wird seit Jahrzehnten bei Siegesfeiern auf Schulsport-Festen ebenso wie bei Weltmeisterschaften inbrünstig mitgesungen – und 2011 kürte ein Team Londoner Wissenschaftler „We Are The Champions“ zum „eingängigsten Popsong aller Zeiten“.

3. Die Mutter aller Olympia-Hymnen

Ebenfalls extrem erfolgreich war Whitney Houstons „One Moment In Time“, eines der schönsten Lieder der Popgeschichte. Von Albert Hammond für die Olympischen Spiele 1988 geschrieben, wurde es während der Wettbewerbe immer wieder im US-Fernsehen gespielt – und sofort ein Welthit. Das Stück mit der ergreifenden Melodie gilt heute als „Mutter aller Olympia-Hymnen“.

4. Eine Hymne an die Stadt

Vier Jahre später wurde „Barcelona“ zu DEM Song der Sommerspiele in der katalanischen Metropole. Freddie Mercury hatte das dramatische Stück zusammen mit Montserat Caballé aufgenommen. Den weltweiten Triumph des Songs im Sommer 1992 erlebte Mercury, der sieben Monate vorher starb, nicht mehr. Caballé sang das Stück 1999 beim Champions League-Finale in Barcelona im Stadion Camp Nou live – während Mercury auf einer riesigen Videoleinwand zu sehen war.

„Barcelona“ - die olympische Hymne an die Stadt wurde 1992 zu einem weltweiten Triumph. | © iStock.com/Krasnevsky

5. Gitarren-Riff überzeugt bei EM

Planen lässt sich ein Mega-Erfolg nicht. Und so sind viele der Songs, die für Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele geschrieben wurden, längst wieder in Vergessenheit geraten. Doch manche Songs blieben im Ohr hängen – und wurden so zufällig zu Sport-Klassikern. Zum Beispiel „Seven Nation Army“ von der Alternative-Rockband The White Stripes. Das Stück hat mit Fußball rein gar nichts zu tun, aber das Gitarren-Riff zu Beginn ist derart eingängig, dass es in vielen Stadien weltweit vor dem Anpfiff, nach Toren oder einfach zum Spaß lautstark nachgesungen wird. Zuerst unterstützen italienische Fans 2006 lautstark den WM-Sieg ihres Teams mit „Seven Nation Army“, zwei Jahre später bei der Europameisterschaft begleitete der Song das Einlaufen sämtlicher Mannschaften.

6. Die Toten Hosen für DIE MANNSCHAFT

„Tage Wie Diese“ wurde beim WM-Triumph Deutschlands 2014 zur quasi-offiziellen Hymne: Die DFB-Stars wählten den Mitgröl-Song der Toten Hosen für ihre Siegesparty in einem Hotel in Rio. Auf der Bühne stimmte Manuel Neuer das Stück an, Arm in Arm mit Schalke-Chef Clemens Tönnies.

7. Gute-Laune-Hit für Südafrika

Im Publikum applaudierte niemand Geringeres als Popikone Rihanna. Deren kolumbianische Kollegin Shakira hatte 2010 einen der größten Fußball-Hits gelandet: „Waka Waka“, der Gute-Laune-Song zur WM in Südafrika lief wochenlang auf Radiosendern rund um den Globus.

„Time To Say Goodbye“ – der Klassiker für tränenreiche Abschiede von Sporthelden. | © iStock.com/allanswart

8. Schmachtfetzen für Heldenabgänge

Und dann war da noch Henry Maske. Der Box-Weltmeister stieg am 23.11.1996 zum letzten Mal in den Ring – und während er mit feuchten Augen in die Kameras blinzelte, sangen Sarah Brightman und Andrea Bocelli live vor 18 Millionen Fernsehzuschauern den Schmachtfetzen „Time To Say Goodbye“. Das Stück stand anschließend zwölf Wochen auf Platz eins der deutschen Charts, wurde mit 2,75 Millionen verkauften Singles zum Welthit – und Klassiker für tränenreiche Abschiede von Sporthelden. Beim bombastischen Abgang von Nationaltorhüter Oliver Kahn etwa sang Paul Potts das Stück vor 70.000 gerührten Fans im Münchner Olympiastadion.

Playlist

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Bruntje Thielke

Über #BeatYesterday-Autorin Bruntje Thielke


Job und Familie halten die Hamburger Journalistin Bruntje Thielke (verheiratet, ein Sohn) ordentlich auf Trab. Was früher nur Bauchgefühl war, spiegelt sich in Zahlen wider, seit die Food-Expertin eine Fitness-Uhr trägt. An den meisten Tagen zeigt das Gerät weit mehr als die empfohlenen 10.000 Schritte an, die wir pro Tag zurücklegen sollten.

Veröffent­lichungsdatum: 16.01.2019
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