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© Sebastian Medwed

Vom Nicht-Läufer zum Ultramarathoni

„Du willst WAS? Einen Ultramarathon laufen? Du bist doch überhaupt kein Läufer!“„Na und? Jeder fängt mal an!“, dachte Sebastian und lief los.

Wennschon, dennschon!

Noch immer habe ich den irritierten, durchaus leicht besorgten Gesichtsausdruck meiner Freunde vor Augen, als ich im Mai letzten Jahres voller Stolz meinen Plan verkündete, Ultramarathoni zu werden. Sobald der erste Schock verdaut war, folgten eher besorgte Reaktionen: „Sebastian, sag mal, geht es dir gut?“, „Fang doch erstmal mit einem Marathon an.“ „Warum gleich ein Ultramarathon?“

Zugegeben, ein wenig nachvollziehbar sind die Bedenken für meinen waghalsigen Plan durchaus gewesen. Schließlich bin ich bis dato eher zum Bäcker gelaufen, als im sportiven Outfit mit Gleichgesinnten durch den Park. Hin und wieder schnürte ich zwar meine Laufschuhe und nahm auch an dem einen oder anderen Wettkampf teil, über 10 Kilometer ging es für mich allerdings nie hinaus. Obendrein lief ich auch alles andere als regelmäßig, sodass durchaus von einer disziplinierten Unregelmäßigkeit gesprochen werden konnte.

Zusammengefasst: Ich war kein Läufer! Und ja, ich hatte mir ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt: Ich werde einen Ultramarathon laufen!

Vom Nicht-Läufer zum Ultramarathoni: vorher/nachher | © Sebastian Medwed

Meine Anfangsschwierigkeiten

Ich hatte großen Nachholbedarf: Weder wusste ich, wie es ist, mehrmals in der Woche zu laufen, noch wie ich mich als Läufer saisonal zu kleiden hatte. Geschweige denn, welche Ausrüstung ich überhaupt brauche, wie ich mein Training sinnvoll strukturieren und dokumentieren kann. Oder wie sich die Vorbereitung auf mein Ziel, einen Ultramarathon zu laufen, in meinen Arbeitsalltag integrieren lässt. Ehrlich gesagt, wusste ich noch nicht einmal, was eine Pace war. Ich war ein blutiger Anfänger!

Also musste ich mir erstmal wichtiges Wissen über den Laufsport aneignen. Aber neben Theorie brauchte ich vor allem einen praktischen und dauerhaft motivierenden Plan, um Läufer zu werden. Dieser Plan beinhaltete unter anderem meine Laufgeschichte in den sozialen Medien zu teilen. Mich so mit einer weltweiten Läufer-Community thematisch auszutauschen und mich von ihr inspirieren zu lassen. Gesagt getan: Damit war mein Profil Sebastians_Bear auf Instagram geboren.

Seit 16 Monaten arbeite ich nun hart daran, mich meinem Ziel zu nähern. Einen Ultramarthon bin ich noch nicht gelaufen, dafür jedoch unzählige kleine Läufe, diverse Halbmarathons und zu guter Letzt auch meinen ersten Marathon. Mittlerweile kann ich also voller Stolz sagen kann: Hi, mein Name ist Sebastian und ich bin Läufer – fest entschlossen, einen Ultramarathon zu laufen.

Was ist ein Ultramarathon überhaupt? Und warum das Ganze?

Schlägt man den Begriff Ultramarathon auf Läuferseiten oder in Fachbüchern nach, stellt sich schnell heraus, dass es mehrere Definitionen gibt. Für das eine Lager ist ein Ultramarathon ein Lauf, der mindestens 100 Kilometer lang sein muss. Vorher verdient der Läufer den Titel Ultramarathoni nicht. Für das andere, und wie ich finde deutlich tolerantere Lager hingegen, ist ein Ultramarathon jede Distanz, die über die herkömmliche Marathondistanz von 42,195 Kilometern hinausgeht. Da ich es absolut nicht nachvollziehen kann, wie man allen Ernstes jemanden, der beispielsweise 70 oder 99,9 Kilometer läuft, nicht als Ultramarathoni bezeichnet, bevorzuge ich eindeutig die zweite Definition und bin gerne für jede konstruktive Diskussion offen.

Allgemein

Mein Ziel

Der 46. GUTSMUTHS Rennsteiglauf am 26. Mai 2018 …

  • Streckenlänge: 73,5 km
  • Anstiege gesamt: 1.874 m
  • Höhendifferenz: 3.260 m
  • Startort: Eisenach
  • Zielort: Schmiedefeld am Rennsteig
  • Weitere Infos: rennsteiglauf.de

Und warum habe ich mich für diesen „qualvollen“, langen Weg entschieden? Einen Weg, der mich an mein momentan noch unvorstellbares Ziel bringen soll, nämlich über die Ziellinie eines Ultramarathons?

Genau aus diesem Grund: Weil dieses Ziel für mich im Moment noch jenseits des Vorstellbaren liegt, ich jedoch weiß, dass ich es schaffen kann. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch, der wirklich bereit ist, unter allen Umständen seine Träume zu verwirklichen, daraus Motivation und Kraft schöpft. Dass jemand, der trotz Rückschlägen nicht aufgibt, Tag für Tag besser zu werden, diese Träume auch wahr werden lassen kann. Mit dem Rennsteiglauf als klares Ziel vor Augen, einer gesunden Portion Mut, guter Planung, einem Schuss Verrücktheit und der notwendigen #BeatYesterday-Mentalität ist alles möglich.

Ich lade euch herzlich ein, mich auf meiner Reise zu meinem Ultramarathon zu begleiten, mit mir gemeinsam Höhen und Tiefen zu durchleben! Teilt gerne auf Instagram unter dem Hashtag #BeatYesterday eure Tipps mit mir – Lauferfahrungen sind jederzeit willkommen!

Bis bald!
Euer Sebastian

Allgemein

© Sebastian Medwed

Sebastians #BeatYesterday-Kolumne


Sebastian Medwed ist 28 Jahre alt und mittlerweile begeisterter Freizeitläufer. Er schreibt auf BeatYesterday.org über seinen #BeatYesterday-Weg und die damit verbundenen Herausforderungen und Erfahrungen im alltäglichen Läuferdasein.

Hier findest du alle Beiträge von unserem Ultramarathoni im Überblick.

Veröffent­lichungsdatum: 22.09.2017
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