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12 Ernährungsmythen, die du kennen solltest

Es gibt Ernährungsmythen, die halten sich hartnäckig. Viele Weisheiten entpuppen sich allerdings nur als heiße Luft. Die 12 größten Mythen im Check.

1. Spinat enthält viel Eisen

Ein Ernährungsmythos, an den Generationen glaubten und Grund dafür, dass Eltern ihren Kindern jahrelang Spinat vorsetzten. Angeblich soll Spinat stark machen, weil es viel blutbildendes Eisen enthält. Schuld an der Misere ist angeblich neben der Zeichentrickfigur Popeye ein Kommafehler, der vor etlichen Jahren bei der Erstellung einer Nährwert-Tabelle gemacht wurde. Dort war Spinat mit 34 Milligramm Eisen pro 100 Gramm ausgezeichnet, obwohl er nur 3,4 Milligramm enthält. Stattdessen enthalten zum Beispiel Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Nüsse viel Eisen.

2. Rohkost ist gesund

Klar, Obst und Gemüse sind gesund. Doch einige Sorten sind roh nicht gut bekömmlich. Sie können sogar Verdauungsbeschwerden verursachen. Einige Gemüsesorten, wie zum Beispiel grüne Bohnen, enthalten im rohen Zustand sogar Giftstoffe. Die Aussage, dass Rohkost per se gesund ist, ist also ein echter Ernährungsmythos.

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3. Margarine ist gesünder als Butter

Diesen Wettstreit gewinnt keiner der Konkurrenten. Den Verdacht, dass Butter den Cholesterinspiegel erhöhe, konnten Forscher längst ausräumen. Im Industrieprodukt Margarine stecken in einigen Fällen ungesunde Transfettsäuren. Was den Fettgehalt angeht, liegen beide Produkte aber ungefähr gleich auf. Margarine ist also nicht unbedingt gesünder als Butter. Im Supermarkt lohnt es sich, zu Produkten mit der Aufschrift „Pflanzenmargarine“ zu greifen, weil sie kaum Transfettsäuren enthalten.

4. Nüsse machen dick

Lange Zeit waren Nüsse wegen ihres relativ hohen Fettgehalts als Dickmacher verrufen. Doch Forscher konnten nachweisen, dass der Verzehr von Nüssen sogar die schlanke Linie erhält. Laut der Studien haben Menschen, die mindestens zwei Mal pro Woche eine Portion Nüsse essen, ein bis zu 40 Prozent niedrigeres Risiko zuzunehmen als Menschen, die Nüsse meiden.

5. Ein Apfel am Tag wappnet vor Krankheiten

Das Sprichwort “An apple a day keeps the doctor away” kennt fast jeder. Wunder kann ein Apfel natürlich nicht vollbringen. Die Weisheit ist aber auch nicht völlig falsch. In dem Obst stecken Mineralien und Vitamine, die die Zellen schützen. Es ist reich an Vitamin C, Kalium und am verdauungsfördernden Pektin. Der tägliche Apfel stärkt das Immunsystem, weil die enthaltenen Flavonoide Entzündungen hemmen. Sie sollen sogar das Risiko für einige Krebsarten mindern. Übrigens: Die meisten Vitamine und Mineralien sitzen in oder direkt unter der Schale.

6. Mineralwasser ist gesünder als Leitungswasser

Das Wasser aus der Leitung ist besser als sein Ruf. Tatsächlich steht es in der Regel dem teuren Wasser aus der Flasche in nichts nach, weil es sehr oft kontrolliert wird. Informieren sollte man sich allerdings im Urlaub: Nicht in jedem Land sind die Standards für Leitungswasser besonders hoch.

7. Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Wegen seines Cholesteringehalts von etwa 220 Milligramm galt das Ei lange Zeit als schädlich für die Gesundheit, vor allem für das Herz. Zu Unrecht. Studien räumten mit dem Mythos auf. Unser Verdauungssystem kann überschüssiges Cholesterin ausscheiden. Bekommt der Körper viel Cholesterin, drosselt er die körpereigene Produktion, sodass der Cholesterinwert im Blut konstant bleibt. Deswegen ist auch der Verzehr von mehreren Eiern täglich unbedenklich.

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8. Salat ist gesund

Salat galt lange als Vitaminbombe, dabei besteht er zu einem Großteil aus Wasser. In 100 Gramm Kopfsalat stecken zum Beispiel nur 15 Milligramm Vitamin C. Du müsstest also eine ungewöhnlich große Menge an Salat verputzen, um von den Vitaminen zu profitieren. Salat füllt allerdings den Magen und sättigt. Er kann deswegen als Beilage dabei helfen, die Gesamt-Kalorienzufuhr zu senken.

9. Karotten sind gut für die Augen

Wer Karotten isst, kann besser sehen. Ein Ernährungsmythos, in dem immerhin ein Fünkchen Wahrheit steckt. Denn Möhren enthalten Betacarotin, welches der Körper in Vitamin A umwandelt. Vitamin A ist für die normale Funktion des Auges wichtig. Allerdings ist nur eine geringe Menge des Vitamins nötig. Eine Kurzsichtigkeit kann der Verzehr von Karotten nicht ausgleichen. Das enthaltene Betacarotin kann jedoch deine Haut rosiger erscheinen lassen und einen natürlichen Lichtschutzfaktor bilden. Dafür eignen sich aber Lebensmittel besser, die mehr Betacarotin enthalten, wie zum Beispiel Fleisch, Fisch, Kürbis, Spinat und Kohl.

10. Fruchtzucker ist gesünder als Haushaltszucker

Leider nein. Nur weil „Frucht“ am Wortanfang steht, ist er nicht gesünder als gewöhnlicher Zucker. Fructose und Haushaltszucker liefern die gleiche Anzahl an Kalorien pro Gramm. Nach Studien wirkt sich eine dauerhaft erhöhte Fructoseaufnahme ungünstig auf den Stoffwechsel aus und fördert die Entwicklung von Fettleibigkeit. In großen Mengen kann Fruchtzucker zudem Verdauungsbeschwerden verursachen.

11. Vitamin C schützt vor Erkältung

Vitamin C alleine ist hierbei kein ausreichender Schutz. Eine internationale Studie konnte nachweisen, dass die Einnahme von Vitamin C keinen Einfluss auf das Ausbrechen einer Erkältung hat. Jedoch konnte die Einnahme des Vitamins im Vorfeld der Erkältung die Symptome und die Dauer der Erkältung reduzieren.

12. Wer nach 18 Uhr nicht mehr isst, bleibt schlank

Es klingt zu schön, um wahr zu sein, ist aber nicht wissenschaftlich bewiesen und daher ein waschechter Ernährungsmythos. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) geht davon aus, dass nicht die Uhrzeit der Nahrungsmittelaufnahme entscheidend für das Gewicht ist, sondern die am Tag eingenommene Kalorienmenge. Wenn du mehr Kalorien aufnimmst, als du brauchst, wird die überschüssige Energie in den Fettzellen gespeichert – ganz einfach.

Veröffent­lichungsdatum: 25.10.2016
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