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Real Life Heroes: Humor ist, wenn man trotzdem tanzt

Trotz schwerer Netzhaut-Erkrankung ist Tracy eine wahre Sportskanone und Frohnatur - mit viel Lachen und Bewegung meistert die diplomierte Psychologin ihr Leben.

von Garmin

Tracy lacht. Ehrliches herzhaftes Lachen. Verschwitzt liegt sie auf dem Rücken. Einer ihrer Freezes beim Breakdance Training hat nicht funktioniert. Nächster Versuch. Wieder nicht. Der dritte Anlauf klappt. Die Intensität ihrer Übungen ist hoch. Ehrgeizig aber nicht verbissen übt sie weiter. „Ohne tägliche Bewegung geht es kaum, ich möchte meinen Körper spüren. Mich spüren“, sagt sie. Ihre Ziele sind keine Wettkämpfe oder die Anerkennung anderer. Sie will erfahren, wo ihre Grenzen sind und diese dann verschieben. Immer ein bisschen weiter.

„Ohne tägliche Bewegung geht es kaum, ich möchte meinen Körper spüren. Mich spüren.“

Tracy Scheinecker, geht gerne an ihre Grenzen

Wie es sich anfühlt, wenn man seine Grenzen aufgezeigt bekommt weiß Tracy, die eigentlich Theresa heißt, nur allzu gut. Als Teenager wurde bei einer Augenuntersuchung eine juvenile Makuladegeneration festgestellt. Bei dieser Erkrankung der Netzhaut, die sich nicht durch etwa eine Brille korrigieren lässt, kommt es zu einer schnellen Verschlechterung der zentralen Sehfähigkeit. Spätestens als Tracy auch aus der ersten Reihe im Klassenzimmer die Worte auf der Tafel nicht mehr lesen konnte, war klar, dass sie für ihre Zukunft ein wenig umdenken muss. Die neuen Lebensumstände waren nicht immer einfach zu akzeptieren. Bei einem Visus von 0,08 – was etwa 8% Sehleistung entspricht – werden nämlich auch alltägliche Dinge plötzlich zur schwierigen Aufgabe.

Für Tracy gibt es kaum faule Tage auf der Couch. | © Manu Grafenauer
Intensives Training: ehrgeizig aber nicht verbissen ... | © Manu Grafenauer
... jedoch oft am Limit. | © Manu Grafenauer

Heute ist Tracy Psychologin, das Studium erst kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Ihr Lieblingsthema: „Humor in der Therapie. Ich finde des einfach extrem spannend und wollte mit meiner Diplomarbeit erforschen, ob Humor auch bei anderen Menschen eine gute Form der Therapie ist. Mir hat Lachen nämlich damals sehr geholfen, mit meiner Erkrankung umzugehen. Klar war es nicht immer einfach, ich hatte viele Jahre meine Ups and Downs und habe diese immer noch. Aber mit Humor geht alles leichter.“

Es ist mir egal wenn jemand denkt, dass es nicht altersgemäß ist, als Erwachsene mit einer Sportart wie Skateboard fahren zu beginnen. Es fühlt sich für mich gut gut an und darum geht es schließlich.

Tracy Scheinecker, ist trotz ihrer Netzhaut-Erkrankung eine Frohnatur und immer offen für Neues

Humor und Bewegung scheinen die besten Zutaten für ihr Glück zu sein. Zwar hat sie einen „faulen Sinn“, wie sie ihre Sehkraft liebevoll bezeichnet, allerdings abgesehen davon einen gesunden Körper, der es ihr erlaubt zu springen, zu tanzen und auf dem Kopf zu stehen. Seit sie während des Studiums gemerkt hat, wie gut ihr körperliches Training, egal ob FreeRunning, Breakdance, Popping oder Skateboarden, tut, gibt es kaum mehr faule Tage auf der Couch. Tracy will neue Dinge ausprobieren, dazulernen und Erfahrungen sammeln. Skateboarden zum Beispiel hat sie das erste Mal mit 24 Jahren probiert. „Es ist mir egal wenn jemand denkt, dass es nicht altersgemäß ist, als Erwachsene mit einer Sportart wie Skateboard fahren zu beginnen. Es fühlt sich für mich gut an und darum geht es schließlich.“

Mit Humor geht alles leichter. | © Manu Grafenauer
Tracy erfreut sich an positiven Dingen und genießt das Leben. | © Manu Grafenauer
Für Tracy gibt es keinen Stillstand - sie will neue Dinge ausprobieren, dazulernen und Erfahrungen sammeln. | © Manu Grafenauer

Begegnet man Tracy, merkt man schnell, welch Frohnatur sie ist. Sie lacht viel und gerne. Auch über sich selbst. Das Leben einfach nicht zu ernst nehmen, nicht dauernd nach dem Sinn suchen und nicht an den Problemen aufhängen, sondern sich an positiven Dingen erfreuen und einfach das Leben genießen. Um glücklich zu sein, glaubt Tracy, dass wir Menschen lernen müssen, unsere Probleme gesondert zu behandeln und nicht immer gleich aufs ganze Leben überzustülpen. „Es ist wie mit einem Cheesecake. Ich liebe ja Cheesecakes, aber hasse Rosinen,“ sagt sie. „Jetzt könnte ich richtig genervt sein, dass es in einer Konditorei nur einen Cheesecake mit Rosinen gibt, oder einfach die paar Rosinen aus dem Kuchen rausholen und den Rest so richtig genießen. Die Rosinen sind ja eh ziemlich eigenständig. Genauso wie die meisten Probleme.“

Sven Paech | © Manu Grafenauer

Real Life Heroes


In der Reihe „Real Life Heroes“ stellen wir Alltagshelden vor, die #BeatYesterday in Beruf und Freizeit täglich leben:

Veröffent­lichungsdatum: 14.03.2018
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