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Die Art und Weise, wie du mit persönlichen Krisen umgehst, lässt sich trainieren. | © iStock.com/mihtiander

Resilienz: So meisterst du persönliche Krisen

Menschen mit Resilienz sind Stehaufmännchen. Aber was ist Resilienz eigentlich genau? Hier findest du Antworten und Tipps, wie du Resilienz trainieren kannst.

Der Begriff Resilienz leitet sich vom lateinischen Verb „resilire“ ab, das so viel bedeutet wie „zurückspringen“ oder „abprallen“. Resilienz kommt ursprünglich aus der Physik und beschreibt dort die Fähigkeit von bestimmten Materialien wieder in ihre eigentliche Form „zurückzuspringen“. Ein Gummiball beispielsweise verformt sich beim Aufprall auf den Boden und findet dann wieder zurück in seine Ursprungsform.

In der Psychologie bedeutet Resilienz die seelische Fähigkeit, an schweren Krisen nicht zu zerbrechen. Der Begriff steht für innere Stärke, die dabei hilft, Konflikte konstruktiv zu meistern, ein persönliches Tief zu bewältigen und widerstandsfähig gegenüber Problemen zu werden.

Personen mit ausgeprägter Widerstandskraft können Schicksalsschläge schneller überwinden als weniger resiliente Personen. Sie verkraften persönliche Rückschläge und berufliche Krisen und gehen mitunter sogar gestärkt aus ihnen hervor.

Mit Resilienz Krisen bewältigen

Resilienz hilft im privaten Umfeld genauso wie im beruflichen. Eine schwere Krankheit, der Tod eines geliebten Menschen oder die Trennung vom Partner kann uns in ein tiefes Loch fallen lassen. Auch wer plötzlich seinen Job verliert, ist gezwungen, diese persönliche Krise zu bewältigen. Genauso benötigen Sportler Resilienz, wenn eine Verletzung die Teilnahme am Wettkampf, auf den sie seit Monaten hintrainiert haben, unmöglich macht.

Wer resilient ist, ist nicht vor Unglück geschützt. Aber er erholt sich schneller als andere von Schicksalsschlägen. Statt sich vom Pech verfolgt zu fühlen, sagen sich resiliente Menschen: Dieses Mal hat es nicht geklappt, aber beim nächsten Mal schaffe ich es!

Sportler benötigen Resilienz, um über Rückschläge hinweg zu kommen und sich weiter zu verbessern. | © iStock.com/SeventyFour

Was resiliente Menschen auszeichnet

Personen mit ausgeprägter Resilienz haben häufig ganz bestimmte Charaktereigenschaften:

  • Optimismus: Ein positiver Blick auf die Dinge hilft, mit Krisen umzugehen. Resiliente Menschen fühlen auch Traurigkeit oder Wut, wenn ihnen etwas Schlimmes widerfährt. Doch sie sind zuversichtlich und wissen: Jetzt ist es zwar schwer, aber ich werde stärker aus dieser Situation herausgehen.
  • Selbstvertrauen: Wer über ein hohes Maß an Resilienz verfügt, glaubt an sich selbst, seine Stärken und Fähigkeiten. Mit Selbstbewusstsein fällt es leichter, Lösungen zu finden und nicht stehenzubleiben, sondern den Weg fortzusetzen.
  • Kontaktfreude: Nicht jedes Problem kann man allein lösen. Manchmal braucht es Freunde oder Fachleute, die einem zur Seite stehen. Gut, wenn der Partner und die Familie da sind oder Therapeuten unterstützen. Resiliente Personen sind häufig kommunikationsstark und schneller bereit, fremde Hilfe anzunehmen oder aktiv um Rat zu fragen.
  • Realismus: Resilienz geht mit der Fähigkeit einher, sich selbst zu analysieren und die persönliche Lebenssituation realistisch einzuschätzen. Sind die gesetzten Ziele erreichbar? Orientiere ich mich an meinen eigenen Wünschen oder an denen anderer? Resiliente Menschen erkennen, was nötig ist, um eine Situation zu ihren Gunsten zu verändern.
  • Akzeptanz: Statt darüber zu grübeln, was sie anders hätten machen können, finden sich resiliente Menschen mit ihrer Situation ab: Was passiert ist, ist passiert. Wer Dinge so akzeptiert, wie sie sind, kann Gefühle zulassen und aktiv mit ihnen umgehen, ohne sich als Opfer zu sehen.
Anstatt in Krisen stehenzubleiben, suchen resiliente Menschen nach Lösungen und setzen ihren Weg fort. | © iStock.com/mihtiander

Resilienz lässt sich trainieren

Experten zufolge verfügen die meisten Menschen über Resilienz. Denn wie ein Muskel wächst sie, je mehr sie in Anspruch genommen wird. Nach dem Motto „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ reagieren resiliente Menschen auf Probleme wie Stehaufmännchen: Sie schaffen es, sich aus jedem Tief zu hangeln und den Blick nach vorn zu richten. Wer nie schlechte Erfahrungen gemacht, Herausforderungen gemeistert oder Rückschläge erlitten hat, verfügt über weniger Resilienz. Mit jeder Krise, die uns begegnet und die wir meistern, können wir dagegen unsere Resilienz trainieren.

Veröffent­lichungsdatum: 27.12.2018
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