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Mit Körpersprache zum Erfolg: Wege zu mehr Ausstrahlung

Wenn du auf deine Körpersprache achtest, dann versteht dich dein Gegenüber gleich doppelt so gut. Lerne in wenigen Schritten, wie du sympathisch rüberkommst.

Die unterschätzte Macht der Körpersprache

Denke immer daran: Du kommunizierst auch mit anderen, wenn du nichts sagst. Und selbst wenn du sprichst, unterstreicht deine Körpersprache jederzeit deine Worte. Deshalb ist die Körpersprache eines der wichtigsten Instrumente der menschlichen Kommunikation. Doch weil sie in der Regel unterbewusst stattfindet, wird sie oft unterschätzt.

Dabei ist nonverbale Kommunikation die Grundlage des gesamten menschlichen Miteinanders. Die wichtigsten Gefühle und Haltungen zu bestimmten Themen drücken wir über Gestik, Mimik, Berührungen und der räumlichen Beziehung zueinander aus. Ohne unsere Körpersprache wäre ein Zusammenleben faktisch nicht denkbar. US-Forscher der University of California haben sogar erwiesen, dass sie weitaus wichtiger als unsere verbale Sprache ist. Laut der Studienergebnisse sind Worte nur für sieben Prozent des Gesamteindrucks zuständig, den ein Mensch bei seinem Gegenüber erzeugt. Zu 38 Prozent entscheide der Tonfall über unsere Wirkung und zu 55 Prozent die Körpersprache. Der Spruch „Der Ton macht die Musik“ hat also durchaus seine Berechtigung.

Die Körpersprache kann nicht lügen

Da dein Körper reflexartig auf Situationen reagiert, kannst du die spontane Gestik und Mimik nicht kontrollieren, sie geschehen also unterbewusst. Wenn dir beispielsweise ein guter Witz erzählt wird, du überrascht wirst, du dich ekelst oder wunderst, kannst du bestimmte Gefühlsäußerungen nicht verhindern. Du ziehst ganz automatisch die Augenbrauen hoch, rümpfst die Nase, kräuselst die Stirn oder verziehst den Mund. Solche Mikrogesten geben sicheren Aufschluss über deine Gefühle und sollen auch etwas über deinen Charakter aussagen.

Auf der anderen Seite gibt es nonverbale Signale, die du bewusst trainieren kannst, damit du beim Gegenüber so rüberkommst, wie du es möchtest. Du manipulierst also deine Körpersprache. Diese Signale sind vor allem in Situationen mit Fremden, wie in Bewerbungsgesprächen und Verhandlungen wichtig, wenn du überzeugen musst und selbstsicher und sympathisch auftreten willst.

Körpersprache verbessern – so wirkst du auf Anhieb sympathisch

Je nachdem, in welcher Situation du dich befindest, sind bestimmte Gesten entscheidend. Diese Vokabeln der Körpersprache kannst du dir antrainieren und bewusst steuern, um die gewünschte Wirkung zu erzeugen. Egal, ob du gerade in einem Bewerbungsgespräch sitzt oder ein erstes Date erlebst, du möchtest vermutlich sympathisch, offen und locker rüberkommen.

Am wichtigsten ist hierfür der Blickkontakt. Wenn du jemanden anschaust, signalisierst du Zuneigung und Freundlichkeit. Wenn du den Blick hingegen meidest, zeigt das dem Gegenüber Desinteresse, Gleichgültigkeit oder Unsicherheit. Hierbei ist auch die Dauer von entscheidender Bedeutung. Ein langes Anstarren kann wiederum aggressiv wirken. Eine britische Studie des University College London ermittelte, dass die meisten Menschen eine durchschnittliche Dauer von 3,2 Sekunden als angenehm empfinden. Fast genauso wichtig wie deine Augen ist die Bewegung deines Mundes. Ein Lächeln ist die wohl einfachste Art, dem Gegenüber zu zeigen, dass du ihn wertschätzt. Wenn du lächelst, lockert sich automatisch dein gesamter Körper, du wirkst offener und entspannt. Das funktioniert selbst dann, wenn du das Lächeln nur simulierst.

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Körpersprache verbessern – so wirkst du selbstsicher und kompetent

Wenn du dich in einem Bewerbungsgespräch oder einer Verhandlung befindest, ist mehr noch als die Sympathie deine Argumentationsstärke und Selbstsicherheit entscheidend für einen positiven Ausgang. Hier solltest du sehr feinfühlig vorgehen. Denn nur, wenn die nonverbalen Signale zu deinen Worten passen, erzeugst du beim Gegenüber ein glaubwürdiges Bild. Um offen und selbstbewusst aufzutreten, ist eine aufrechte Haltung mit erhobener Brust sehr wichtig. Wenn du die Arme vor dem Körper verschränkst, signalisiert es deinem Gegenüber Ablehnung. Versuche deine Hände und Arme ruhig zu halten, aber presse sie nicht an den Körper. Beide Posen wirken nervös und angespannt. Stehe oder sitze hüftbreit und lasse deine Schultern natürlich hängen, um nicht zu verkrampfen. Eine entspannte Haltung hat übrigens auch einen positiven Effekt auf deine Stimmlage. Sie klingt ruhiger und selbstsicherer. Nervosität führt zu einer leicht erhöhten Tonlage. Eine gängige Taktik, um den Gesprächspartner im sitzenden Gespräch ein Übereinkommen und Vertrauen zu signalisieren, ist die so genannte „Spiegeltechnik“. Dabei nimmst du beispielsweise eine ähnliche Sitzposition wie dein Gegenüber ein und folgst, verzögert, seinen Gesten.

So deutest du Körpersprache anderer

Frauen sollen Studien zufolge übrigens besser als Männer darin sein, die Körpersprache ihres Gegenübers zu interpretieren. Wissenschaftler konnten das anhand von Hirnscans feststellen. Das Ergebnis: In einem Gespräch sind bei Frauen 14 bis 16 Gehirnareale aktiv, beim Mann nur vier bis sechs. Die Probanden wurden von den Forschern außerdem gebeten, die Handlung eines Stummfilms zu analysieren. Über 80 Prozent der Damen wussten, worum es geht. Rund 60 Prozent der Männer erahnten die Handlung nicht. Trotzdem können auch Männer trainieren, die versteckten Signale besser zu deuten. Wichtig ist hierbei, nicht nur eine einzelne Geste der Körpersprache zu deuten, sondern sie in einen Kontext zu setzen. Ein einzelnes Signal sagt noch nicht viel. Erst wenn sich gleichartige Signale häufen, können sie Indizien für eine Haltung sein.

Einer von mehreren hilfreichen Indikatoren für die Empfindungen eines Menschen sind seine Augen. Ist die Pupille geweitet, spricht das in den meisten Fällen dafür, dass dich dein Gegenüber fürchtet. Ziehen sich seine Pupillen schnell zusammen, ekelt er sich. Weit geöffnete Pupillen, ein unsicherer Stand und hochgezogene Schultern können in der Kombination also auf Unsicherheit hinweisen. Wenn dich dein Gegenüber selten anschaut, die Arme verschränkt oder auf Abstand geht, können das Anzeichen für Ablehnung sein. Wichtig ist in diesem Fall allerdings unbedingt, die kulturspezifischen Gepflogenheiten nicht zu vergessen. So ist es beispielsweise in anderen Kulturen ein Zeichen von Höflichkeit, den Blick zu meiden und auf körperlichen Abstand zu gehen. Aber nicht nur kulturspezifisch, auch geschlechterspezifisch sind Unterschiede zu beachten. Wenn eine Frau in einem Gespräch die Beine übereinanderschlägt, bedeutet das, sie möchte gefallen und entspannt sitzen. Männer hingegen signalisieren in dieser Pose oft Verschlossenheit. Ob dir jemand vertraut und dich mag, kannst du mit der schon beschriebenen Spiegeltechnik erkennen. Geht dein Gesprächspartner auf Augenhöhe mit dir, schaut er dich an, legt er im Gespräch den Kopf schief und nimmt er eventuell eine ähnliche Sitzposition ein, dann kannst du davon ausgehen, dass er Zuneigung und Respekt für dich empfindet.

Die Körpersprache kann auch missverstanden werden

Obwohl die nonverbalen Reaktionen auf bestimmte Basis-Gefühle wie Angst, Glück, Trauer, Ekel oder Überraschung in so gut wie allen menschlichen Kulturen verstanden werden, gibt es auch Signale, die zu Missverständnissen führen können. Das sind zum Beispiel kultur- oder regionalspezifische Körpersignale. Anders als die universell verständlichen Signale kann eine kulturkreisspezifische Geste genau das Gegenteil von dem auslösen, was gemeint war. Auf der indonesischen Insel Bali zum Beispiel zeigt man auf Dinge mit dem Daumen, der Zeigefinger gilt hingegen als anstößig. Um solche Fehldeutungen zu vermeiden, ist es wichtig, sich mit der Körpersprache anderer auseinanderzusetzen und die Wirkung der eigenen Gesten auf andere zu überprüfen.

Veröffent­lichungsdatum: 14.10.2016
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