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Für Sebastian wurde in New York ein Läufertraum wahr. | © Sebastian Medwed

Laufen im New Yorker Central Park – besser geht es nicht!

Die heiße Vorbereitungsphase zum Ultramarathon läuft. Krankheitsbedingte Trainingsrückschläge ließen Sebastians Leistungsdruck in den letzten Wochen steigen, Motivation und Selbstvertrauen schwanden zusehends - die Lösung: Kurze Auszeit, ab nach New York, ab in den Central Park!

Hey, how are you?

Ich hoffe, gut! Mir geht es jedenfalls blendend! Denn für mich ist ein Läufertraum wahr geworden. Nein, meinen Ultramarathon bin ich noch nicht gelaufen. Diesem Ziel stelle ich mich am 26. Mai auf dem Rennsteig. Bis dato kannst du mein gegenwärtiges Training weiterhin live auf Instagram mitverfolgen. In diesem Artikel geht es aber um etwas mindestens genauso cooles! Oder sagen wir, es geht um Trainingseinheiten der ganz besonders motivierenden Art: Ich drehte meine Laufrunden während meines New-York-Urlaubs im weltberühmten Central Park – und es war sagenhaft!

Nachdem mein Ultramarathontraining in den letzten Wochen durch mehrere krankheitsbedingte Rückschläge ins Stocken geraten war, kam mir diese Auszeit sehr gelegen. In den Wochen zuvor merkte ich, wie ich mir selbst zunehmend Druck machte, woraufhin der Spaß am Laufen irgendwann verloren ging und mein hart erarbeitetes, für einen Ultramarathon so wichtiges Selbstvertrauen einen Knacks davontrug. Darum beschloss ich, trotz kaum verbleibender Zeit bis zum Ultramarathon, erst mal eine kleine Auszeit zu nehmen, um Abstand zu gewinnen. Wenig später saß ich im Flieger Richtung New York.

Trotz aller Probleme in den letzten Monaten brannte ich plötzlich darauf, meine Runden im Central Park drehen zu dürfen.

Der Central Park mitten in New York bietet eine beeindruckende und motivierende Laufkulisse. | © Sebastian Medwed

Laufen im Central Park – ein Traum wird wahr

Noch nie habe ich als Läufer etwas bis dato Aufregenderes oder vergleichbar Schönes erlebt wie durch den New Yorker Central Park zu laufen. Allein die Erinnerung daran lässt nach wie vor das Blut in meinen Adern freudig pulsieren. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, ein Fest an Sinneseindrücken, das nur schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen ist.

Allein die Erinnerung ans Laufen durch den Central Park lässt nach wie vor das Blut in meinen Adern freudig pulsieren.

Sebastian Medwed, steht kurz vor seinem ersten Ultramarathon

Für mich einer der tollsten Laufimpressionen im Central Park ist gewiss die Schönheit der Natur gewesen. Zeitgleich habe ich bisher allerdings noch nie so viele Läuferinnen und Läufer an einem Ort bestaunen dürfen wie in New York.

Falls auch du einmal in New York City bist und die Chance zum Laufen im Central Park hast, helfen dir hoffentlich diese 4 Tipps aus meinen gesammelten Erfahrungen.

Meine 4 besten Läufertipps für das Training im Central Park

Frühmorgens ein Paradies für Läufer: der Central Park. | © Sebastian Medwed

1. Buche eine Unterkunft in der Nähe des Central Parks

Da New York unfassbar groß ist und du wirklich sehr lange mit der Metro unterwegs bist, um von A nach B zu kommen, empfehle ich dir eine Unterkunft in der Nähe des Central Parks zu buchen. Meine Airbnb-Bleibe war in Harlem gelegen, sodass ich ganz einfach die Straße hinunter zum Central Park Nord laufen konnte und von dort aus weiter Richtung Downtown, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten und wieder hinauf nach Harlem. Das war eine schöne 12-Kilometer-Runde.

2. Unbedingt morgens Laufen

Bereits als normaler Besucher des New Yorker Central Parks wirst du schnell feststellen, dass dies der Ort in New York City ist, wo den ganzen Tag über viel gelaufen wird. Doch früh morgens in New Yorks beliebtestem Park eine Laufrunde zu drehen, ist nochmal einen Tick besonderer. Um diese Zeit scheint es, als müsse man Läufer sein, um dieses magische Terrain betreten zu dürfen. Es ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl, wenn du in aller Frühe alleine und doch unter so vielen Gleichgesinnten deine Runden startest. Als Teil einer geschlossenen Gesellschaft, die sich hier austobt, bevor die Spaziergänger oder Picknicker kommen. Businesstypen laufen sich vor ihrem anstrengenden Bürotag fit, Stars nutzen die Ruhe und Anonymität in dem auf sich fokussierten Läuferpulk. Also, ganz früh aufstehen, in die Laufsachen schlüpfen und loslaufen, wenn du diese magische Stimmung hautnah erleben möchtest. Probiere es aus! Ich bin übrigens um 5:30 Uhr aufgestanden.

Der Park im Zentrum Manhattans ist nicht nur für Läufer ein Anziehungspunkt. | © Sebastian Medwed

3. Innehalten und genießen!

Hast du es erst einmal laufend in den Central Park geschafft, dann halte diesen ersten Moment gut in deiner Erinnerung fest. Er gehört dir! Genieße es, wie du dich laufend fortbewegst, vorbei am großen Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir und dem „Met – Metropolitan Museum of Art“, entlang den vielen verwinkelten Pfaden des „The Ramble“ und dem berühmten See „The Lake“, wo es ganztägig sehr viele Verliebte in Ruderbooten zu beobachten gibt. Dann läufst du weiter zur Upper East Side, auch bekannt als „Millionaire’s Row“, vorbei an der beeindruckenden Frick Collection bis hinunter nach Downtown. Werde dir bewusst: Du läufst gerade im weltberühmten Central Park! Also halte ruhig einmal inne, bleib stehen, sieh dich um, atme tief ein und genieße diesen Moment.

4. Einmal reicht nicht!

Ganz ehrlich, wenn du schon mal in New York City bist, dann nutze diese Chance und laufe so oft es dir möglich ist durch den Central Park. Es gibt nichts Schöneres und ich verspreche dir, deine Augen werden ständig etwas Neues erblicken. So konnte ich zum Beispiel die akribisch arbeitenden Eichhörnchen in den Strawberry Fields, die sich sonnenden Schildkröten am großen See und die für mich als Europäer wirklich kurios anmutende Szenerie von sehr vielen oberkörperfrei laufenden Menschen beobachten. Wie wohl hierzulande darauf regiert werden würde? Da lob ich mir doch mein Funktionsshirt, das den Schweiß aufsaugt, von der Haut wegtransportiert und verdunsten lässt. Kein triefender Oberkörper während des Laufs, kein Auskühlrisiko danach.

Im Central Park pulsiert das Leben auch abseits der Laufstrecken. | © Sebastian Medwed

Ich hoffe, ich konnte dir einen Eindruck vermitteln, wie sehr ich das Laufen im Central Park genossen habe. Generell merke ich, wie gut mir die Auszeit getan hat, um mich jetzt wieder neu motiviert und in Vorfreude auf meinen Ultramarathon vorzubereiten. Es muss nicht gleich New York sein, dennoch glaube ich, dass ein Tapetenwechsel eine gute Möglichkeit ist, um wieder Schwung ins Training zu bringen. Denn manchmal hilft auch einfach ein wenig Abstand. Bei mir hat es funktioniert. Ich habe die negativen Gedanken der vergangenen Krankheitsphasen irgendwo im Central Park gelassen und endlich meine Freude am Laufen wiederentdeckt. Erhältst du auch einmal die Chance, in New York City ein, zwei Runden durch den Central Park zu laufen: Mach es! Genieße es und ich verspreche dir, du wirst es nie vergessen!

In diesem Sinne.

Stay strong. Stay positive and #BeatYesterday!

Sebastian

Allgemein

© Sebastian Medwed

Sebastians #BeatYesterday-Kolumne


Sebastian Medwed ist 28 Jahre alt und mittlerweile begeisterter Freizeitläufer. Er schreibt auf BeatYesterday.org über seinen #BeatYesterday-Weg und die damit verbundenen Herausforderungen und Erfahrungen im alltäglichen Läuferdasein.

Hier findest du alle Beiträge von unserem Ultramarathoni im Überblick.

Veröffent­lichungsdatum: 04.05.2018
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