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Gutes Wasser – schlechtes Wasser?

Es ist das Lebensmittel Nummer 1 – Wasser. Doch beim Lieblingsgetränk der Deutschen hat man die Qual der Wahl: 500 verschiedene Sorten Mineralwasser gibt es. Hier der Faktenüberblick.

Eines ist klar: Wer fit sein will, sollte viel Wasser trinken. Doch wie viel genau? Als Faustregel gilt: 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Bei 70 Kilo wären das also gut zwei Liter. Wer Sport treibt oder sich körperlich anstrengt, benötigt natürlich mehr. So weit, so gut. Aber: Ist Wasser wirklich gleich Wasser – oder gibt es nicht große Unterschiede? Welches Wasser soll ich also trinken, wenn ich mich gesund ernähren will? Hier sind die wichtigsten Antworten auf die Fragen rund um das Lebensmittel Nummer eins.

Mit oder ohne Kohlensäure?

Zunächst einmal die Frage, die wir aus jedem Restaurant kennen: Mit oder ohne? Gemeint ist Kohlensäure ­– und hier geben die Verbraucher eine eindeutige Antwort: Von den 144 Litern Mineralwasser im Jahr, die wir Deutschen trinken, wird der Großteil mit den prickelnden kleinen Bläschen abgefüllt.

Doch wer auf seine Figur achtet, sollte im Alltag häufiger zu stillem Wasser greifen. Grundlage dafür sind Studien, die belegen, dass Kohlensäure im Körper die Produktion des Hormons Ghrelin anregt, das dafür sorgt, dass wir häufiger Hunger bekommen.Allerdings hat Kohlensäure, anders als häufig behauptet, keine weiteren ungesunden Nebenwirkungen – im Gegenteil: Die spritzigen Bläschen sorgen für eine bessere Durchblutung der Mund- und Magenschleimhaut, sie reinigen die Rezeptoren im Mund und können so für intensivere Geschmackserlebnisse beim Essen sorgen. Im Restaurant ist Wasser mit Kohlensäure also durchaus eine gute Wahl.

Einzig Menschen mit Magenproblemen können empfindlich auf Kohlensäure reagieren, denn sie fördert die Bildung von Magensaft, das könnte zu Aufstoßen und Sodbrennen führen.

© iStock/Wavebreakmedia

Mineralwasser oder Leitungswasser?

Aus dem Kran oder aus der Flasche? Zumindest, was die Gesundheit angeht, lässt sich das leicht beantworten. Ein großangelegter Test der „Stiftung Warentest“ hat ergeben, dass Leitungswasser in Deutschland so gut und sauber ist, dass man es ohne Bedenken oder zusätzliche Reinigungs- oder Filtermaßnahmen trinken kann. Also gute Nachrichten für alle, die lieber Wasser aus dem Hahn zapfen als Kisten zu schleppen. Untersucht wurde dabei das Leitungswasser in 28 deutschen Großstädten und Gemeinden.

Ein Aspekt bei der Diskussion wird aber gerne übersehen: In Deutschland gibt es hunderte verschiedene Mineralwässer. Bevor sie im Supermarkt landen, haben sie oft eine lange Reise hinter sich. Und auch international ist der Wasserhandel ein lohnendes Geschäft. Auch in Ländern, die weit weniger Grundwasser als wir haben, wird Mineralwasser produziert und nach Deutschland exportiert. Wer also bewusst auf die Umwelt achten will, kann das mit Leitungswasser mit gutem Gewissen tun: Es stammt in Deutschland in der Regel aus dem regionalen Grundwasser oder aus Quell- oder Oberflächenwasser.

Auf welche Mineralstoffe kommt es an?

Die wichtigsten Mineralstoffe im Wasser sind Magnesium (das stärkt Muskeln und Knochen), Kalzium (wichtig für Knochen und Zähne) und Natrium (hilft den Wasserhaushalt zu regulieren). Ab einem Magnesiumgehalt von 50 mg pro Liter wird ein Wasser als magnesiumhaltig bezeichnet. Für Kalzium und Natrium liegen die Grenzwerte bei 150 mg und 200 mg pro Liter. Und übrigens: Wer aus dem Hahn trinkt, dem fehlen nicht zwangsläufig wichtige Mineralstoffe. Denn die sind trotz des Namens nicht in allen Mineralwassern in relevanten Mengen enthalten – und auch Leitungswasser liefert Mineralien.

© iStock/naumoid

Lohnt es sich, Leitungswasser aufzubereiten?

Generell sind Filter oder Aufbereitungsanlagen für Leitungswasser aus gesundheitlichen Gründen nicht notwendig. Wer unsicher ist, kann das Leitungswasser vom Versorger testen lassen. Sinnvoll kann das etwa in Altbauten sein, wo das Wasser durch Bleirohre verunreinigt werden könnte oder wenn durch andere marode Anschlüsse Schadstoffe oder Keime ins Wasser gelangen können. Für Haushalte mit Schwangeren oder Kleinkindern sind diese Tests gratis, ansonsten fallen geringe Gebühren an. Aufwendige und teure Hightech-Tests, die ebenfalls angeboten werden, kann man sich sparen. Denn die Versorger sind verpflichtet, das Leitungswasser bis zum Hausanschluss regelmäßig auf rund 70 Kriterien zu überprüfen und die Ergebnisse zu veröffentlichen.

Plastik- oder Glasflaschen?

Zwei Drittel aller bei uns gekauften Wasserflaschen sind nicht aus Glas, sondern aus Plastik. Ist ja auch praktisch: Die PET-Flaschen sind leichter, können nicht zerbrechen und beim Pfand meist auch noch günstiger. Aber: Schon lange wird darüber diskutiert, ob Plastikflaschen gefährliche Stoffe ins Wasser abgeben und wie schädlich diese sind. Denn wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Wasser aus Plastikflaschen durch die in ihnen enthaltenen chemischen Stoffe belastet sein kann. Eine Studie der Uni Frankfurt belegte, dass in 12 von 20 Mineralwassern in Plastikflaschen hormonähnliche Stoffe enthalten waren – wenn auch in geringer Konzentration und ohne dass damit gesundheitliche Risiken verbunden sind. Doch Fakt ist: Die Schadstoffkonzentration ist in Glas deutlich geringer als bei Plastik – das gilt für sämtliche Lebensmittelverpackungen.

Im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit fällt der Vergleich eindeutiger aus: PET-Flaschen werden mit hohem Energieaufwand aus Erdöl hergestellt und sie richten, wenn sie in der Natur oder im Meer landen, lange Zeit Schaden an. Glasflaschen sind deutlich umweltfreundlicher, da sie bis zu 50-mal wieder befüllt werden können.

Tipp:
Wenn ihr aus Plastikflaschen trinkt, etwa weil sie unterwegs einfach praktischer sind, dann zu Mehrwegflaschen greifen. Die bestehen aus festerem Kunststoff und enthalten weniger chemische Weichmacher. Ob und welche Chemikalien verwendet wurden, verrät übrigens ein Dreieck am Flaschenboden.

© iStock/fizkes
Veröffent­lichungsdatum: 20.10.2017
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