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Miriams Challenge: 40 Tage lang konsequent Müll vermeiden. | © Miriam W./privat

#40TageBeatYesterday – 7 Tipps zur Müllvermeidung von Miriam

Wer sich wie Miriam zur Challenge gemacht hat, 40 Tage lang keinen Müll zu produzieren, muss umdenken. Hier ihre Tipps für eine bewusste Müllvermeidung.

40 Tage lang KEINEN Müll zu produzieren, ist gar nicht so einfach. Das habe selbst ich innerhalb der #40TageBeatYesterday-Challenge nicht lückenlos geschafft. Auf Klopapier wollte ich dann doch nicht ganz verzichten und einen Komposter für ungenießbare Gemüse- und Obstreste wollte ich auch nicht in meinem Zimmer aufstellen – obwohl es da einige als geruchsfrei beworbene Indoor-Modelle gibt. In vielen alltäglichen Situationen jedoch bewusst Müll zu vermeiden, ist dagegen gar nicht so schwer. Es sind auch – nein gerade – die kleinen Schritte, die sich langfristig positiv auf unsere Umwelt auswirken. Ich hoffe, für den ein oder anderen Tipp Nachahmer zu finden. Vermutlich hast du ein paar davon ohnehin schon als Routine in deinem Alltag etabliert:

1. Beim Einkauf keine neuen Plastik- oder Papiertüten verwenden

Wer zum Wochenmarkt oder Großeinkauf in den Supermarkt geht, hat fast immer einen Korb, eine große Tasche oder Faltbox (im Kofferraum) dabei. Um auch unterwegs für spontane Besorgungen umweltbewusst gewappnet zu sein, habe ich immer ein bis zwei leere Stoffbeutel oder gebrauchte Plastik- oder Papiertüten in der Tasche. Die nehmen leer nicht viel Platz weg und sind immer griffbereit, wenn ich auf dem Heimweg von der Uni oder vom Job noch etwas einkaufe.

Für Einkäufe am besten immer einen Stoffbeutel oder Korb dabei haben. | © Miriam W./privat

2. Unverpacktes bevorzugen und Verpackung zum Einkauf mitbringen

Gerade auf dem Wochenmarkt wird alles unverpackt angeboten. Auf dem Weg von der Auslage über die Theke landen Heringssalat, Tomaten oder Käse jedoch trotzdem in Plastik oder Papier gewickelt im mitgebrachten Einkaufskorb. Zu Hause wickelt man alles wieder aus und schmeißt die Kurzzeitverpackung weg. Um diesen unnötigen Müllberg zu vermeiden, nehme ich zusätzlich noch leere Schraubgläser, weitere Stoffbeutel und Bienenwachstücher mit auf den Markt. Die meisten Verkäufer können über die Tara-Funktion ihre Waage mit dem mitgebrachten Gefäß nullen und so ihre Ware ohne großes Kopfrechnen ganz unkompliziert abwiegen.

Was in reinen Unverpackt-Läden normal ist, sieht man immer mehr auch in manchen Bioläden, wie beispielsweise bei Basic. Dort kann man Mehl, Haferflocken, Nudeln, Getreide, Nüsse, aber auch Gummibärchen und Schokolade verpackungsfrei einkaufen. In großen Abfüllautomaten sind die Lebensmittel dort gelagert und man füllt sich einfach die gewünschte Menge in seine mitgebrachten Behälter ab.

3. Bienenwachstücher statt Frischhalte- oder Alufolie

Zugegeben, die mit Bienenwachs, Jojobaöl und Baumharz bearbeiteten Baumwolltücher sind eine kleine Investition. Wenn man aber bedenkt, wie viel Alu- oder Frischhaltefolie sie am Ende einsparen, ist ihre Anschaffung auf jeden Fall eine Überlegung wert. Sie sind gut formbar und umschließen angeschnittenes Gemüse, Obst und Käse optimal. Außerdem bilden sie einen angepassten Deckel auf Schüsseln, um beispielsweise Essensreste im Kühlschrank aufzubewahren. Die Wachstücher sind abwaschbar und können bis zu einem Jahr wiederverwendet werden. Unhygienisch sind sie übrigens nicht, denn Bienenwachs und Baumharz wirken antibakteriell.

Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie und wiederverwertbare Glasbehälter statt Plastikverpackungen. | © Miriam W./privat

4. Kräutertöpfe für die Fensterbank

Wer einen Balkon hat, kann seinen eigenen Kräutergarten im Blumenkasten anbauen, aber auch ohne Outdoor-Möglichkeit wachsen Küchenkräuter auch sehr gut auf der Fensterbank in der Küche. Vorteil: Man hat immer frische Kräuter zum Kochen – die praktischer- und geldsparenderweise auch noch nachwachsen – und greift nicht zu den meist in Plastik verpackten, oftmals schon welken Kräuterzuschnitten aus dem Supermarkt.

5. Shampoo und Seife in fester Form kaufen

Pumpbehälter aus Plastik mit Flüssigseife haben längst den guten alten Seifenblock vom Waschbeckenrand abgelöst. Schade eigentlich, denn die feste Seife spart extrem viel Müll! Außerdem spart man sich – sofern es sich um eine natürliche Seife handelt – auch das ein oder andere Mal Händeeincremen. Denn die natürlichen Waschsubstanzen machen die Haut weniger spröde. Bei mir liegt Seife nicht nur am Waschbecken, sondern auch als Duschgel in der Dusche. Auch Shampoo gibt es in dieser festen Form. Aufbewahren kann man die Seifenblöcke in schönen Dosen oder Seifenschalen.

Lush ist einer der bekanntesten kommerziellen Geschäfte, in denen feste Pflegeprodukte erworben werden können. Es gibt aber auch zahlreiche weitere Geschäfte, in denen festes Shampoo, Spülung, Seife oder Duschschaum angeboten werden.

Shampoo in fester Form und selbstgemachte Zahnpasta aus Kokosöl. | © Miriam W./privat

6. Plastikfreie Mundhygiene

Zahnpasta ist nicht nur in Plastik verpackt, sondern enthält auch Mikroplastik, das sowohl in unseren Körper als auch über das Abwasser in unser Grundwasser und die Meere gelangt. Deshalb stelle ich seit der #40TageBeatYesterday-Challenge meine Zahnpasta selbst her. Anfangs ist es ungewohnt die Zahnpasta zu verwenden, da sie nicht schäumt. Ich habe mich jedoch schnell daran gewöhnt und das Gefühl, dass meine Zähne ausreichend gereinigt werden, hat sich unmittelbar eingestellt.

 

Kokosöl-Zahnpasta

Zutaten:

  • 4-5 EL Bio-Kokosfett
  • 2-3 EL Natron
  • einige Tropfen Pfefferminzöl nach Geschmack
  • optional: etwas Steviapulver nach Geschmack
  • optional: wenige Tropfen Myrrhe Extrakt

Zubereitung:

Das Kokosöl schmelzen (schmilzt schon bei sehr geringer Temperatur ab 30 Grad) und alle Zutaten einrühren. Während das Fett wieder erhärtet immer wieder umrühren, damit sich die Bestandteile nicht wieder voneinander trennen. Die Zahnpasta bei Zimmertemperatur lagern, so bleibt sie schön weich. Mit einem kleinen Löffel oder Spatel kann man die Kokoszahnpasta hygienisch auf mehrere Zahnbürsten auftragen. Besser nicht den Bürstenkopf reindippen – auch wenn Kokosöl natürlicherweise antibakteriell wirkt.

(Rezept-Quelle: Experiment Selbstversorgung)

Miswak | © Miriam W./privat

Wer auch keine herkömmliche Zahnbürste mehr einsetzen möchte, weil man sie zwangsläufig alle zwei bis drei Monate wegwirft, kann auf einen sogenannten Miswak zurückgreifen.

Das ist ein Zweig des „Zahnbürstenbaums“ (Salvadora persica), der in den Wüsten Arabiens, Ostafrikas und Vorderasiens wächst und dort schon im Altertum zur Zahnreinigung verwendet wurde. Das Holz enthält von Natur aus zahnputzendeund -schützende Stoffe.

Für die Zahnreinigung mit dem Miswak ist kein Wasser nötig.Ich persönlich finde diesen Zweig gar nicht so schlecht, wenn auch der Geschmack anfangs sehr ungewohnt ist. Man braucht zwar länger zur Zahnreinigung, die Zähne fühlen sich danach aber auch richtig sauber an.

7. Wiederverwenden, verkaufen oder spenden

Man muss jetzt nicht aus alten Plastiktüten Taschen nähen – Recycling oder Upcycling kann auch nebenbei in kleinem Rahmen stattfinden. Ich benutze zum Beispiel alte Pestogläser zur Aufbewahrung von Gewürzen und alte Glasflaschen als Kerzenständer.

Außerdem miste ich regelmäßig meine Wohnung aus und verkaufe alte Möbel, Kleidung, Dekoartikel oder Bücher auf dem Flohmarkt oder auf entsprechenden Onlinemarktplätzen. Manches davon spende ich auch. So finden gebrauchte Artikel einen neuen Besitzer und werden nochmals verwendet, anstatt noch gut in Schuss in der Tonne zu landen.

Kräutertöpfe für die Fensterbank und Upcycling alter Glasflaschen als Kerzenständer. | © Miriam W./privat

© Garmin Deutschland GmbH

Die #40TageBeatYesterday-Challenge


#BeatYesterday hilft dir, gesünder zu leben, dich wohler zu fühlen, Neues zu erleben.

Alles zum Start der Challenge erfährst du hier.

Veröffent­lichungsdatum: 27.03.2018
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07.02.2018

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