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Garmin Pay im Test: „Cool, die bezahlt mit ihrer Uhr!“

Dank Garmin Pay zahlst du jetzt kontaktlos mit deiner Garmin-Watch. Autorin Nicole hat den Test gemacht – und dabei viele Leute kennengelernt.

„Ihre Karte bitte!“ sagt die Verkäuferin im Drogeriemarkt zu mir und streckt ihre Hand nach meiner Girokarte aus. „Ähm, nein, ich zahle mit meiner Uhr!“ antworte ich. Sie schaut mich erstaunt an. „Mit ihrer Uhr? Das geht?“ fragt sie, während ich meine fēnix 5S Plus kurz an das Kartenlesegerät halte. „Bezahlung erfolgt“ erscheint auf dem Display. Ja, seit Neuestem geht das. Dank Garmin Pay. Damit kannst du jetzt kontakt- und bargeldlos direkt mit deiner Garmin-Watch bezahlen.

Technik

Garmin-Wearables, wie etwa die fēnix 5 Plus, unterstützen Garmin Pay. Garmin Pay kannst du überall dort nutzen, wo kontaktloses Zahlen möglich ist. Solche NFC-fähigen Kartenlesegeräte (NFC steht für Near Field Communication) erkennst du an einem Symbol, das ähnlich wie das Wifi-Symbol aussieht, und das direkt am Gerät angebracht ist. Viele Geschäfte, Cafés und Restaurant unterstützen NFC mittlerweile.

Das Erstaunen der Kassiererin wundert mich nicht. Kunden, die ihre EC-Karte ans Gerät halten, kennt sie inzwischen. Aber Leute, die mit ihrer Uhr bezahlen, wird sie noch nicht allzu oft gesehen haben. Auch hinter mir in der Schlange beobachtet man jetzt gespannt, was ich da mache. „Cool, die bezahlt mit ihrer Uhr!“ sagt ein Junge zu seiner Mutter.

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Garmin Pay ist das erste Smartwatch-basierte Zahlungsverfahren für Bankkunden im deutschsprachigen Raum.

Erst war ich skeptisch – jetzt bin ich voll überzeugt

Ich gebe ihm Recht. Das Bezahlen mit Garmin Pay ist tatsächlich ziemlich cool. Dabei war ich zunächst skeptisch. Als es hieß, dass ich die neue Funktion testen soll, dachte ich: Das ist sicher kompliziert. Immerhin bin ich nicht der größte Technik-Freak. Und ist das überhaupt sicher?

Anleitung / How to

In Deutschland funktioniert Garmin Pay in Zusammenarbeit mit den Zahlungsdienstleistern VIMpay und boon. (wirecard). Du lädst dir eine der beiden Apps kostenlos auf dein Handy, legst dir einen Account an und erhältst eine virtuelle, digitale Mastercard, die du mit Guthaben aufladen kannst. Das Guthabenprinzip dient der Sicherheit und Transparenz: In der digitalen Brieftasche deiner Smartwatch ist immer nur so viel Geld, wie du auf das virtuelle Konto überwiesen hast. Du entscheidest, ob das zehn Euro oder tausend Euro sind. Brauchst du spontan mal mehr Guthaben, kannst du die Mastercard in Echtzeit im Geschäft aufladen.

Hier erklären wir das Prinzip genauer und haben die wichtigsten Fragen und Antworten zu Garmin Pay für dich zusammengefasst.

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© Nicole Benke/VIMpay
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Schnell, einfach und unkompliziert: der Aufladevorgang - hier am Beispiel mit VIMpay.

Meine Bedenken lösten sich schnell in Luft auf: Die Einrichtung war easy und moderne Verschlüsselungstechnologien sorgen für Sicherheit. Für jede einzelne Transaktion werden spezielle Token generiert. Eine einmalige Kombination aus Kartennummer und Gerät, die zusammen mit ihrem Ablaufdatum an das Kassenterminal des Händlers in standardisierter verschlüsselter Form übertragen wird. So können Zahlungen durchgeführt werden, ohne dass vertrauliche Bank- oder Kreditkartendaten übertragen werden. Außerdem kann man die virtuelle Kreditkarte jederzeit sperren lassen. Inzwischen zahle ich regelmäßig und gern mit der Uhr. Im Supermarkt, im Café um die Ecke, selbst der Bäcker in unserer Straße hat ein Kartenlesegerät, mit dem kontaktloses Bezahlen möglich ist.

Garmin Pay: mehr als eine technische Spielerei

Dass Garmin Pay mehr als eine technische Spielerei ist, und mir tatsächlich echte Erleichterung im Alltag bringt, merke ich schnell. Ich nehme zum Beispiel zum Sport ungern mein ganzes Portemonnaie mit. Deshalb habe ich in jeder Sporttasche und Laufhose etwas Geld. Ein Schein hier, ein paar Münzen dort. Denn ganz ohne Bargeld will ich eben auch nicht unterwegs sein. Dank Garmin Pay brauche ich jetzt nur noch die Uhr, die ich ohnehin beim Training trage. Und bin so viel flexibler. Ich kann nach dem Sport einkaufen gehen oder mir einen Shake oder eine Zeitschrift kaufen. Mein Geld habe ich am Handgelenk dabei. Auch größere Beträge kann ich mit meiner Watch zahlen. Praktisch: Bei Garmin Pay musst du deinen Pin nur einmal am Tag in der Uhr eingeben (oder – aus Sicherheitsgründen – wenn du die Uhr abgenommen hast und nach erneutem Anlegen wieder bezahlen möchtest). So geht das Einkaufen noch schneller als mit Karte, wo du in der Regel nur Beträge unter 25 Euro ohne Pin-Eingabe kontaktlos bezahlen kannst.

Garmin Pay verbindet

Auch beim Großeinkauf habe ich die Pay-Funktion deshalb längst schätzen gelernt. Letztens im Supermarkt war ich bereits schwer bepackt mit Tüten. Da war ich froh, nur meine Uhr ans Gerät halten zu müssen – und zack, fertig. Bezahlen mit links quasi, statt in der Handtasche nach dem Portemonnaie zu wühlen. Das brachte mir einen respektvollen Blick vom Herren neben mir ein. „Nicht schlecht“, sagte er, „was ist denn das für eine Uhr?“. Was soll ich sagen: Garmin Pay verbindet. Auch das ist ein Learning aus meinem Test. So oft wie in den letzten Wochen habe ich mich jedenfalls noch nie mit Fremden an einer Supermarktkasse unterhalten …

Veröffent­lichungsdatum: 11.10.2018
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Garmin fēnix 5 Plus-Serie
17.04.2018

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  • Umfangreiche Multisportfunktionen – Schwimmen, Radfahren, Ski, Golf u.v.m.
  • Vorinstallierte TopoActive Europe-Karten
  • Integrierter Musikspeicher für bis zu 500 Songs
  • Garmin Pay™ – mobiles Bezahlen per Smartwatch
  • 24/7 Herzfrequenzmessung am Handgelenk
  • Fenix 5S Plus: Kompaktes Design für schmale Handgelenke
  • Fenix 5X Plus: Puls Ox Sensor zum Überwachen der Blutsauerstoffsättigung

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