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Bei dieser Steigung braucht es Durchhaltevermögen. | © Anke Drescher

„Angeber motivieren mich!“

8.848 Höhenmeter in 24 Stunden, einmal zu Fuß, einmal mit dem Rennrad: Die Fitness-Challenge von Anke Drescher hat es in sich. Wir sprachen sie kurz vor Tag X.

Im August ist es so weit. Anke Drescher will den Mount Everest bezwingen. Das gleich zwei Mal: zu Fuß und mit dem Rennrad – und zwar mitten in Deutschland. Geht nicht? Geht doch! „Everesting“ heißt der Fitnesstrend, bei dem Anke innerhalb von 24 Stunden so viele Höhenmeter zurücklegen muss, wie der höchste Berg der Erde hoch ist: 8.848. „Ich schaffe das!“ sagt sie zuversichtlich, als wir knapp zwei Monate vor dem Ende der Fitness-Challenge mit ihr sprechen. Momentan sucht die Biologin noch die geeignete Strecke für den Tag der Tage. „Eigentlich wollte ich den Turmberg in Karlsruhe befahren. Mit dem Rennrad wären das gut 60 Auf- und Abfahrten. Doch mir ist da einfach zu viel Verkehr“, sagt die erfahrene Sportlerin. Sicherheit geht vor. Sie sucht nun eine Strecke mit optimaler Steigung, die insgesamt im besten Fall 250–300 Kilometer lang ist. „Das ist gar nicht so einfach. Viele Strecken sind zu flach. Aber ich finde noch eine.“ Anke ist zuversichtlich. Wo sie den Teil der Challenge, den sie zu Fuß bewältigen wird, zurücklegt, steht indes fest: Es wird das Hexenstäffele in Karlsruhe rauf- und runtergehen. Pro Strecke etwa 100 Höhenmeter, 528 Stufen.

Allgemein

Ein Jahr, ein Ziel: Im August 2017 starteten 15 Frauen und Männer die Fitness-Challenge von #BeatYesterday, Computer Bild und Sport Bild. Jeder erhielt für seine persönliche Challenge ein smartes Garmin-Wearable, um seinen Weg zum Ziel perfekt dokumentieren können. Die Fitness-Challenge endet im August 2018.

Hier kannst du noch einmal nachlesen, welchen Herausforderungen sich die einzelnen Kandidaten stellten.

Ohne Herausforderung geht es nicht

Wie sportverrückt muss man sein, um sich dieser doppelten Herausforderung zu stellen? Ziemlich verrückt. So wie Anke eben. Wenn man mit ihr spricht, merkt man schnell: Ohne Bewegung, ohne Sport, ohne Challenge geht es bei ihr nicht. Sie ist Athletin durch und durch. Ihren ersten Triathlon lief die 50-Jährige vor mehr als 30 Jahren. „Heute will ich mir beweisen, dass ich auch im Alter noch sportliche Ziele erreichen kann.“ Und zwar welche, die früher nicht drin waren – trotz Leistungssport. „Ich war damals zwar schneller als heute“, sagt Anke. „Trotzdem schaffe ich jetzt Sachen, die ich früher nicht geschafft habe. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich mit den Jahren mental viel stärker geworden bin.“ Sie will mit ihrer Leistung auch andere motivieren. Will zeigen, dass das Alter im Sport kein Ausschlusskriterium sein muss. Eisern bereitet sie sich seit vielen Monaten auf das Everesting vor. Im Winter trainierte sie witterungsbedingt eher auf flachen Strecken und arbeitete auch an ihrer mentalen Ausdauer. „Da bin ich auch mal 160 Kilometer allein und am Stück gelaufen. Das trainiert die Schlafresilienz und die mentale Stärke“, sagt die Powerfrau. Zwischen Weihnachten und Silvester nahm sie an einer Rad-Challenge teil. „500 Kilometer sollte man an diesen Tagen insgesamt fahren“, erzählt sie. Anke kam auf 1.200.

Anke Drescher: Ohne Bewegung, ohne Sport, ohne Challenge geht es bei ihr nicht. | © Anke Drescher

Mit der Fenix 5 trackt Anke ihr Training – und nutzt die Uhr als Motivator

„Gerade beim Rennradfahren bin ich im Laufe der Challenge kompetitiver geworden“, erzählt Anke, die sich regelmäßige Rad-Battles mit ihrem Freund liefert – und auch mit anderen. „Wenn ich Blogs lese oder Twitter und andere dort Zahlen und Statistiken veröffentlichen, wie lange sie für eine Strecke gebraucht haben zum Beispiel, dann kribbelt es direkt in mir. Dann will ich das toppen! Vor allem, wenn jemand prahlt. Angeber motivieren mich besonders“, sagt Anke und lacht. Mit ihrer Garmin Fenix 5 trackt sie ihr komplettes Training. „Das Tracking ist Gold wert. Du siehst direkt deine Verbesserungen – das motiviert total!“ Ihre Werte vergleicht sie nicht nur mit anderen, sondern auch mit ihren eigenen. Mit denen von vor einem Jahr, aber auch mit denen von vor 20 oder 30 Jahren. Sie erinnert sich genau, hat viele Werte von damals notiert. Insgeheim misst sie sich immer wieder an ihren Bestzeiten von früher. „Das ist sicherlich ein Fehler, aber ich kann nicht anders“, sagt Anke.

Das Tracking ist Gold wert. Du siehst direkt deine Verbesserungen – das motiviert total!

Anke Drescher, Fitness Challengerin

Die Challenge hat sie stärker gemacht

© Anke Drescher

Seit dem Start der Challenge hat sie viele Zehntausende Höhenmeter zurückgelegt. „Ganz genau kenne ich die Zahl nicht. Alltägliche Strecken tracke ich nämlich nicht. Die 36 Kilometer Arbeitsweg mit dem Rad jeden Tag zum Beispiel werte ich nicht aus, das sind im Verhältnis Peanuts.“ Auch kleine Tiefs hat sie seit letztem August wegstecken müssen. Etwa bei einem 100-Kilometer-Laufwettkampf in Biel in der Schweiz. 2002 hat sie den gewonnen.

Und jetzt? Finishte Anke zwar – aber wurde nur 18. in ihrer Altersklasse. „Das hat mich schon sehr enttäuscht, wenn ich ehrlich bin“, sagt sie. Dabei war sie nicht mal explizit vorbereitet, hat spontan teilgenommen. „Ich bin nun mal sehr streng mit mir“, sagt Anke. Und dann sind da ja auch die Erfolge: „Bei einem anderen Lauf überholte ich am Ende auf dem letzten Kilometer noch zwei Frauen, die zuvor mich überholt hatten. Da hat mein Kopf funktioniert. Das hat mich stolz gemacht. Ich bin mental deutlich stärker geworden im Laufe der Challenge. Und sportlich noch vielfältiger.“

Süßigkeiten lässt sie jetzt links liegen

Auch in Sachen Ernährung hat sich etwas verändert. Ankes Schwachstelle waren immer die Süßigkeiten. Vor allem im Büro konnte sie oft nicht ohne. „Ich war so eine Art Frustesser“, sagt sie. „Inzwischen bin ich vernünftiger geworden, esse viel gesünder und lasse die Süßigkeiten weg. Das klappt wunderbar und es geht mir damit viel besser.“ Nur bei langen Lauf- und Radtouren gönnt sie sich den süßen Energiekick jetzt noch. Abends isst sie inzwischen bergeweise Salat statt Chips, Schokolade oder Käse. „Das hätte ich auch nie gedacht, aber ich bin ein echter Salat-Fan geworden“, erzählt Anke stolz.

Nach der Challenge ist vor der Challenge

So vorbereitet kann im August eigentlich nichts mehr schiefgehen. Aber Anke will noch mehr. „Das Everesting ist nur ein Teil meiner persönlichen Fitness-Challenge für dieses Jahr“, verrät sie. „Ich werde Ende August noch an einer Rennradveranstaltung teilnehmen und einen Ultratrail laufen.“ Auch den Sommerurlaub verbringt Anke sportlich: Innerhalb von zwölf Tagen will sie Deutschland mit dem Fahrrad durchqueren. „Vom nördlichsten zum südlichsten und vom östlichsten zum westlichsten Punkt“, erzählt sie voller Vorfreude. „Etwa 2.400 Kilometer. Ich freue mich drauf! Das toppt einfach alles, was ich bislang gemacht habe.“

Sie ist eben eine Kämpferin. Weitermachen, Dinge zu Ende bringen, sich selbst übertreffen. Darum geht es ihr. „Wettkämpfe durchzuziehen, das ist mir wichtig. Auch mit Blasen an den Füßen. Das Ankommen, das ist der Höhepunkt, für den du als Sportler lebst“, sagt sie. Und rät anderen: „Nehmt euch selbst als Maßstab und versucht immer wieder, euch zu übertreffen. Und genießt dann jeden Tag eure Erfolgserlebnisse!“ #BeatYesterday lautet unser Motto. Und Anke ist wahrlich eine Sportlerin, die das lebt.

Veröffent­lichungsdatum: 27.06.2018
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07.02.2018

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