Fitness

Richtungswechsel: Die Wende beim Schwimmen trainieren

Einfach umdrehen oder Rolle vorwärts machen? Beim Brustschwimmen und Kraulen im Schwimmbecken hast du zwei Möglichkeiten für eine schnelle Richtungswende.

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Dein Schwimmstil ist ausgereift, du kommst im Schwimmbecken flott voran, aber bei der Drehung stehst du irgendwie auf dem Schlauch? Wenn du die Wende beim Schwimmen nicht beherrschst, verschenkst du wertvolle Zeit. Dabei sind Kippwende (Brustschwimmen) und Rollwende (Freistilschwimmen) leicht zu lernen. Erfahre hier, wie es Schritt für Schritt klappt.

Wichtige Wendepunkte

Wettkampfschwimmer müssen beim Schwimmen bestimmte Regeln des DSV (Deutscher Schwimmverband e.V.) und der FINA (Fédération Internationale de Natation) bei der Wende einhalten. Sie dürfen beispielsweise nach der Wende höchstens 15 Meter tauchend zurücklegen. Auch müssen Profis beim Kraulen immer eine Rollwende, beim Brustschwimmen eine Kippwende machen. Amateure können die Kippwende auch beim Kraulen anwenden, wenn sie die Rollwende nicht beherrschen. Beim Brustschwimmen im Freizeitbereich funktioniert theoretisch auch die Rollwende.

Kippwende: Der Klassiker

Der Bewegungsablauf der Kippwende – auch bekannt als Brustwende – ist einfach. Sie ist in der Regel die erste Wende, die Schwimmanfänger lernen. Die Drehung erfolgt im Vergleich zur Rollwende langsamer, du stößt dich mit weniger Schwung von der Beckenwand ab. Je schneller du die Kippwende ausführst, desto mehr kannst du den Drehimpuls für dich nutzen. Nimm vorher nicht unnötig Tempo heraus! So geht’s richtig:

Schritt 1:
Für eine schnelle Drehung mit hoher Geschwindigkeit anschwimmen. Rund einen Meter vor der Wand Arme ausgestreckt vorn lassen, um den Kopf zu schützen und die Anschlagfläche zu ertasten. Der Blick ist nach unten gerichtet. Es folgt ein beidhändiger Anschlag, meist nicht mehr als ein Antippen.

Schritt 2:
Einen Arm sofort lösen und wieder in Schwimmrichtung bringen. Der andere bleibt so lange an der Wand, bis die Füße sie berühren.

Schritt 3:
Beine schnell anziehen (Hockposition), Bewegungsenergie nutzen und die Widerstandsfläche gering halten. Beide Füße zur Wand bringen. Im Anschluss den Körper seitlich drehen.

Schritt 4:
Jetzt den zweiten Arm über das Wasser nach vorn holen und ausstrecken, die Hände übereinanderlegen.

Schritt 5:
Nun in Seitenlage kräftig von der Wand abstoßen. Während der längeren Gleitphase zügig wieder in Bauchlage drehen. Je nach Länge der Tauchphase einige Delfinkicks oder Brusttauchzüge ausführen, um vor dem Auftauchen keine Geschwindigkeit einzubüßen.

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Die Kippwende beim Rückenschwimmen funktioniert im Grunde so wie die Brustwende beim Brustschwimmen. Ausnahme: Du musst nicht mit beiden Händen an der Wand abschlagen. Eine Hand genügt. Im Anschluss die Hand wieder nach vorn bringen, Beine anziehen und abstoßen.

Rollwende: Die zügige Variante

Bewegungsablauf und Timing sind bei der Kraulrollwende komplexer als bei der Kippwende. Richtig ausgeführt ist die Rollwende sehr effizient. So lernst du die Purzelbaumdrehung in drei Schritten:

Schritt 1:
Lege deine Arme im Kraul-Bewegungsrhythmus nacheinander nach hinten und seitlich an deinen Körper. Diese Position macht dich stromlinienförmig. Die Wende beginnt mit dem Eintauchen des letzten Armes kurz vor der Wand. Wichtig: die Geschwindigkeit so wenig wie möglich reduzieren, daher nicht zu früh mit der Gleitphase beginnen.

Schritt 2:
Etwa einen Meter vor der Wand abtauchen und einen Purzelbaum unter Wasser ausführen – manche Becken haben eine entsprechende Bodenmarkierung. Dabei kräftig ausatmen, um kein Wasser in die Nase zu bekommen. Sobald dein Gesicht zur Wasseroberfläche zeigt und bevor du die Beine ausstreckst, den Oberkörper leicht seitlich in Richtung Bauchlage drehen. Bei der Rollwende stößt du dich seitlich im 90-Grad-Winkel, nicht in Rücklage ab.

Schritt 3:
Jetzt kommt der Moment, in dem sich zeigt, ob dein Timing stimmt, ob du weder zu nah an noch zu weit von der Wand entfernt bist: das kraftvolle Abstoßen mit beiden Beinen in Seitenlage. Deine Arme sind halb übereinander ausgestreckt. Nach einer kurzen Gleitphase folgen geschlossene Beinschläge (Delfinkicks) sowie die vollständige Drehung in die Bauchlage.

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