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Animal Flow ist ein funktionelles Training und auch für Anfänger bestens geeignet. Im Fokus steht das Training der Tiefenmuskulatur, die du ohne Zusatzgewichte besonders forderst. | © iStock.com/Pinkypills

Tierisch gutes Training: Bewege dich im Animal Flow

Beim Animal-Flow-Workout ahmst du Tierbewegungen nach. Dafür brauchst du weder Hanteln noch viel Platz. Erfahre hier, wie es funktioniert und wie es dir hilft.

Auf allen Vieren durch die Wohnung zu krabbeln, das machen nur Säuglinge? Beim Animal-Flow-Workout sind auch Erwachsene auf dem Boden aktiv. Animal Flow vereint verschiedene Trainingsformen, enthält Elemente von Yoga, Pilates, der brasilianischen Kampfkunst Capoeira, Breakdance sowie Crunning, eine Mischung aus Crawling (Krabbeln) und Running (Laufen). Du bewegst dich möglichst variantenreich am Boden und führst die Bewegungen fließend aus, deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dieses Beispielvideo gibt dir schon mal einen Vorgeschmack:

Video

Animal Flow – Made in USA

Das außergewöhnliche Trainingskonzept Animal Flow, dessen Übungen sich an den Bewegungen im Tierreich orientieren, stammt aus den USA. Erfunden hat es der Fitnesstrainer Mike Fitch, mehr über das Animal-Flow-Workout erfahrt ihr auf der offiziellen Webseite. Übrigens: Die Idee, sich Bewegungsabläufe von Tieren abzuschauen, um das Training zu bereichern, ist nicht neu. Schon seit Jahrhunderten inspirieren Kranich, Affe, Tiger und Co. Kampfkünstler aus aller Welt.

Von Affe, Echse und Krabbe lernen

Kriechen wie eine Eidechse, krabbeln wie eine Krabbe, auf allen Vieren laufen und springen wie ein Affe: Von der Natur und ihrer Bewegungsvielfalt können wir uns vieles abschauen. Und davon im Alltag profitieren. Durch den aufrechten Gang und bequeme Fortbewegungsmittel sind wir abgehoben – Animal Flow will dazu beitragen, dass wir uns wieder stärker erden.

Beim Animal Flow hocken wir uns hin, drehen uns um uns selbst, springen hoch, liegen auf Bauch oder Rücken, sind nah am Boden. Wir bewegen uns geschmeidig durch den Raum, irgendwie, nur nicht wie sonst auf zwei Beinen. Das erfordert Körperspannung, Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit. Beim tierischen Flow-Training führst du natürliche Bewegungen aus, die dir anfangs unbekannt und seltsam erscheinen. Bleibst du dran, wirst du aber schnell die vielen Pluspunkte von Animal Flow erkennen und erleben.

Funktionstraining mit Fokus auf der Tiefenmuskulatur

Animal Flow ist ein funktionelles Training und auch für Anfänger bestens geeignet. Im Fokus steht das Training der Tiefenmuskulatur, die du ohne Zusatzgewichte besonders forderst. Bei den ersten Versuchen wirst du Muskeln spüren, die du vorher gar nicht kanntest. Das Workout steigert deine Konzentration, hilft dir beim Entspannen und verbessert deine Beweglichkeit, weil es deine Faszien geschmeidig hält. Vor allem, wenn du begleitend regelmäßig Stretching betreibst.

Beim Animal-Flow-Workout steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Du benötigst nicht viel Platz und kein Equipment – du kannst zu Hause trainieren und im Sommer auch draußen. Die ungewohnten, turnerischen Bewegungen sind selbst für erfahrene Sportler eine Herausforderung. Die Animal-Flow-Übungen kräftigen deine Muskeln sehr, ersetzen aber nicht das regelmäßige Gewichtstraining im Fitnessstudio. Animal Flow ist ein super Ausgleich für Kraft-, Ausdauer- und Kampfsportler – und mit Sicherheit auch eine Bereicherung für deine Trainingsroutine.

Beim Animal-Flow-Workout steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. | © iStock.com/Nazarevich

Die besten Animal-Flow-Übungen

Bevor du am Boden herumwirbelst wie ein übermotivierter Affe, solltest du dir die Grundlagen aneignen, um in den Flow zu kommen. Das Animal-Flow-Workout sieht zwar nicht schwer aus, hat es aber in sich.

Die Basics sind zum Beispiel: Entengang, Froschsprünge und Aufstehen aus dem Liegen ohne Einsatz der Arme. Einfach mal ausprobieren. Das Interessante dabei: Es gibt nicht nur einen Weg. Nimm die Liegestützposition ein, mache einen Push-up, bewege dich im Anschluss mit deinen Händen ein Stück nach vorn und wiederhole das Ganze. Wenn du zwei Meter auf allen Vieren gelaufen bist, versuchst du es rückwärts. Ja, das ist ungewohnt!

Wanderkrabbe und Bären-Walk

Nimm die Katzenbuckel-Position ein, halte deinen Rücken aber gerade. Deine Hände setzt du schulterbreit ab, deine Arme drückst du durch. Hebe beide Knie an, sodass sie einige Zentimeter in der Luft schweben, dazu musst du Bauch- und Rückenmuskeln anspannen, das kräftigt deinen Core-Bereich. Im Anschluss wechselst du in die Krabbenposition. Deine Hände zeigen in die entgegengesetzte Richtung der Füße, dein Gesäß zum Boden, der Bauch zum Himmel. Allein diese Position einzunehmen und zu halten, ist schon herausfordernd. Steigere die Übung mit der Travelling Crab. Bedeutet: vorwärts und rückwärts zu krabbeln wie eine Krabbe.

Anschließend folgt das Vor- und Zurücklaufen wie ein Bär. Diese Animal-Flow-Übung nennt sich Travelling Beast. Also zurück in den Vierfüßlerstand, Knie anheben und vorwärts bewegen. Erst den linken Arm und den rechten Fuß, dann den rechten Arm und linken Fuß. Ein paar Meter vor, ein paar Meter zurück.

Jetzt, wo du beide Positionen beherrscht, wechselst du dynamisch mit dem Underswitch: Aus der Krabbe in den Vierfüßlerstand und umgekehrt. Deine Knie berühren nicht den Boden, darin liegt die Herausforderung – du musst die ganze Zeit deine Bauchspannung halten.

Übung für Fortgeschrittene: Skorpion-Switch

Stütz dich auf allen Vieren ab, deine Arme und Beine sind durchgedrückt, dein Gesäß ragt in die Luft. Nun hebst du dein linkes Bein nach hinten rechts an, winkelst deinen Unterschenkel an und folgst der Bewegung, bis du dich zwangsläufig umdrehen musst und wieder in der Krabbenposition landest.

Diese und viele weiter Animal-Flow-Übungen siehst du auch in diesem Video:

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Veröffent­lichungsdatum: 17.12.2018
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