Darum sind Beeren so gesund
Beeren bieten dir ein echtes Powerpaket an guten Nährstoffen. Ein Mix aus Vitaminen (allen voran Vitamin C), Mineralstoffen (insbesondere Kalium, Magnesium und Calcium) sowie Ballaststoffen und pflanzlichen Farbstoffen pushen dein Immunsystem und die Verdauung – und das bei niedrigem Kaloriengehalt. Außerdem enthalten Beeren für Obst verhältnismäßig wenig Fruchtzucker. Und sind deshalb auch eine gute Wahl, wenn du dich low carb ernährst.
Antioxidantien aus Beeren machen fit – und schön!
Einige Inhaltsstoffe von Beeren interessieren die Wissenschaft aber ganz besonders. Und zwar die Anthocyane, die zuhauf in Beeren stecken. Diese sekundären Pflanzenstoffe, die zu den Bio-Flavonoiden gehören, verleihen den Früchten ihre teils intensive Farbe und gelten als eines der effektivsten natürlichen Antioxidantien überhaupt. Sie wirken entzündungshemmend, aktivieren die Immunabwehr und schützen unsere Körperzellen vor Umwelteinflüssen und schädlichen freien Radikalen, die chronische Krankheiten auslösen können und die Haut schneller altern lassen. Noch dazu halten die Pflanzenstoffe die Blutgefäße elastisch und sollen laut Studien das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren und sogar eine Anti-Stress-Wirkung haben. Es gilt: Je dunkler eine Beere, desto mehr der gesunden Farbstoffe stecken in ihr.
Vitamin C sorgt für straffe Haut und starke Abwehrkräfte
Auch das in Beeren reichlich enthaltene Vitamin C (Ascorbinsäure) wirkt antioxidativ und somit wie ein Schutzschild gegen zellzerstörende Substanzen. Noch dazu stärkt Vitamin C das Immunsystem und ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Es fördert zum Beispiel den Aufbau von Bindegewebe und stärkt Zahnfleisch und Knochen. Gut zu wissen: Vitamin C begünstigt die Aufnahme von Eisen im Körper. Zu Lebensmitteln, die viel Eisen enthalten, solltest du deshalb immer auch etwas Vitamin C kombinieren. Etwa frische Beeren im grünen Spinat-Smoothie oder ein Glas Orangensaft zu einer eisenreichen Mahlzeit.
Wann hat welche Beere Saison?
Frisch vom Feld schmecken Beeren einfach am besten. Hier kommt ein kleiner Überblick, wann du welche Sorte aus heimischem Anbau erhältst. Außerhalb der Saison kannst du übrigens ruhig zu tiefgekühlten Beeren greifen: Gerade für Smoothies sind sie perfekt – und alle Nährstoffe sind durch das Schockfrosten direkt nach der Ernte bestens konserviert.
Mai bis August: Erdbeeren
3,5 Kilogramm isst jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Gut so, denn Erdbeeren enthalten neben viel Vitamin C auch reichlich Folat. Und das ist wichtig für die Zellteilung.
Pro 100 Gramm:
- 32 kcal
- 65 mg Vitamin C
- 6 g Kohlenhydrate
- 2 g Ballaststoffe

Juni bis August: Himbeeren
Himbeeren liefern viel vom Ballaststoff Pektin, der die Verdauung fördert. Obendrauf gibt es Eisen für die Blutbildung und Säuren und Gerbstoffe unterstützen die Leber bei der Entgiftung.
Pro 100 Gramm:
- 34 kcal
- 25 mg Vitamin C
- 5 g Kohlenhydrate
- 5 g Ballaststoffe

Juni bis August: Stachelbeeren
Schleimstoffe aus den kleinen Kernen von Stachelbeeren und der Ballaststoff Pektin tun der Verdauung gut. Silizium stärkt nebenbei Haare und Nägel.
Pro 100 Gramm:
- 44 kcal
- 35 mg Vitamin C
- 9 g Kohlenhydrate
- 3 g Ballaststoffe

Juli bis September: Heidelbeeren
Heidelbeeren sind seit jeher ein beliebtes Hausmittel – vor allem, weil sie so viele entzündungshemmende Gerbstoffe enthalten. Die bringen zum Beispiel Linderung bei Magen-Darm-Beschwerden.
Pro 100 Gramm:
- 36 kcal
- 22 mg Vitamin
- 6 g Kohlenhydrate
- 5 g Ballaststoffe

Juli bis September: schwarze Johannisbeeren
Die dunkle Variante der Johannisbeeren ist ein absoluter Top-Lieferant für Vitamin C und reich an Kalium, das unseren Wasserhaushalt reguliert.
Pro 100 Gramm:
- 39 kcal
- 177 mg Vitamin C
- 6 g Kohlenhydrate
- 7 g Ballaststoffe

Juli bis Oktober: Brombeeren
Das „Schönheitsvitamin“ E, hält die Zellen elastisch und die Haut jung. Der Ballaststoff Pektin tut der Verdauung gut.
Pro 100 Gramm:
- 44 kcal
- 17 mg Vitamin C
- 6 g Kohlenhydrate
- 3 g Ballaststoffe

August bis Oktober: Preiselbeeren
Preiselbeeren schmecken am besten als Saft, Marmelade oder Gelee. Die in den Beeren enthaltene Fruchtsäure Salicylsäure wirkt schmerzlindernd. Wie Cranberries sollen auch Preiselbeeren bei Harnwegsinfekten Linderung bringen können.
Pro 100 Gramm:
- 46 kcal
- 13 mg Vitamin C
- 12 g Kohlenhydrate
- 5 g Ballaststoffe

Nun aber schnell: Beeren richtig lagern und waschen
Von der Hand in den Mund – so lautet das Motto bei Beeren. Denn sie sind sehr empfindlich und schimmeln schnell, außerdem schwindet im Nu das lichtempfindliche Vitamin C. Heidelbeeren bleiben zwar bis zu einer Woche lang frisch, alle weicheren Beeren solltest du aber sofort essen. Sie halten sich meist nicht länger als ein bis zwei Tage. Ist eine Beere bereits schimmelig, gehören auch die Früchte, die in der Schale um sie herumliegen, besser in den Müll. Für alle Sorten gilt: Nimm die Beeren gleich nach dem Einkauf aus der Verpackung und lagere sie im Kühlschrank. Am besten locker nebeneinander auf einem Teller, um Druckstellen zu vermeiden. Blätter und Stiele entfernst du dann erst direkt vor dem Verzehr. Und: Da ein harter Wasserstrahl die Früchte beschädigen kann, solltest du sie nur ganz kurz und vorsichtig waschen, zum Beispiel in einer kleinen Schüssel mit klarem Wasser.
Diskutiere über diesen Artikel und schreibe den ersten Kommentar:
Jetzt mitdiskutierenDiskutiere über diesen Artikel