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Ob Milch gesund ist oder nicht, daran scheiden sich seit einigen Jahren die Geister. | © iStock.com/fotoedu

Mythos Milch: Gesund oder nicht? – 11 Fakten

Ob Milch gesund ist oder nicht, daran scheiden sich seit einigen Jahren die Geister. Studienergebnisse weichen weit voneinander ab. Hier sind die Fakten für dich.

1. Welche wertvollen Inhaltsstoffe stecken in Milch?

Ganz abgesehen davon, wie sich der Milchkonsum auf den Körper auswirkt, hat Milch so eine große Anzahl gesunder Inhaltsstoffe, dass sie nicht als Getränk, sondern als Nahrungsmittel aufgelistet wird. Dazu zählen Wasser, Kohlenhydrate, verschiedene Fette, Eiweiß, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.

2. Ist Milch ungesund für Menschen?

Kühe produzieren Milch für ihre Kälber. Wir Menschen sind die einzige Spezies, die Muttermilch von anderen Säugetieren trinkt. Ist das nicht ungesund? Evolutionär gesehen ist das nicht der Fall: Die Menschen haben seit Beginn der Viehwirtschaft ein Enzym entwickelt, das uns den Milchgenuss erlaubt. Dieses Enzym heißt Lactase. Menschen, die dieses Enzym nicht haben, sind laktoseintolerant: Sie können den Milchzucker, also die Laktose, nicht verdauen und bekommen entsprechend Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Durchfälle von Milchprodukten. Für diese Menschen ist Milch schädlich. Alle anderen vertragen sie gut.

3. Zum Abnehmen auf Milchprodukte verzichten?

Milch ist kein besonders kalorienarmes Nahrungsmittel: Auf 100 Milliliter kommen 3,5 Gramm Fett und 64 Kalorien. Dennoch hat sich in verschiedenen Studien gezeigt, dass Abnehmwillige, die Milch tranken, schneller Gewicht verloren als diejenigen, die darauf verzichteten. Wahrscheinlich liegt diese positive Wirkung am Inhaltsstoff Nicotinamid-Ribosid, der den Fettstoffwechsel ankurbelt.

Kühe produzieren Milch für ihre Kälber. Wir Menschen sind die einzige Spezies, die Muttermilch anderer Säugetiere trinkt. | © iStock.com/ronstik

4. Ist Milch schädlich für die Haut?

Gerade Teenager leiden häufig unter Akne – die Hormonumstellungen in ihren Körpern setzen der Haut stark zu. Auch Milch enthält Hormone, und entsprechend hat eine Studie mit amerikanischen Teenagern ergeben, dass diejenigen, die drei Gläser Milch am Tag tranken, ein deutlich höheres Risiko für Akne hatten als andere: Wahrscheinlich waren es die Hormone in der Milch, die die Talgdrüsen in der Haut zu stärkerer Aktivität angeregt hatten.

5. Wachstumshormone in der Milch gesund oder ungesund?

Die in der Milch enthaltene mikroRNA kurbelt bei Säuglingen und Kindern das Wachstum an und ist hier entsprechend positiv zu bewerten. Allerdings brauchen Erwachsene diese Unterstützung nicht mehr, und einige Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen einem zu hohen Milchkonsum und zahlreichen Zivilisationskrankheiten. Erwiesen ist das aber bislang nicht.

Lactoseintolerante Menschen sollten auf Milch verzichten: Es drohen Magenschmerzen. | © iStock.com/ChesiireCat

7. Milchprodukte ungesund für die Knochen?

Lange Zeit galt Milch als guter Schutz gegen Osteoporose, weil sie so viel Kalzium enthält. Den Inhaltsstoff brauchst du auch für verschiedene Stoffwechselvorgänge und zur Knochenmineralisierung. Einer Osteoporose kann Milchkonsum allerdings nicht vorbeugen: Das Risiko, daran zu erkranken, wird durch den Milchkonsum nicht minimiert. Eine schwedische Studie aus dem Jahr 2015 kam sogar zu dem Ergebnis, dass der Konsum von drei Gläsern Milch am Tag das Leben der Probandinnen verkürze und das Risiko für Knochenbrüche erhöhe. Allerdings seien bei der Studie methodische Fehler gemacht worden, erklärten einige Forscher.

8. Ist laktosefreie Milch gesund?

Kannst du Milchprodukte gut vertragen, solltest du allein schon deinem Geldbeutel zuliebe zu normaler Milch greifen: Laktosefreie Milchprodukte sind deutlich teurer als andere. Das Einzige, was sie von den anderen Produkten unterscheidet, ist der Zusatz von Laktase, der die Laktose aufspaltet. Auf Laktose zu verzichten, weil es gerade in zu sein scheint, ergibt keinen Sinn.

9. Kaffee und Milch – eine gute Kombination?

Es gibt nichts, was gegen den Genuss von Kaffee mit Milch spricht. Leidest du unter einem empfindlichen Magen, kann die Milch deine Beschwerden sogar lindern. Allerdings sorgen Inhaltsstoffe des Kaffees dafür, dass der Körper nicht so viel von dem wertvollen Kalzium aus der Milch aufnehmen kann wie wenn du sie pur genießt.

Es gibt nichts, was gegen den Genuss von Kaffee mit Milch spricht. | © iStock.com/bgton

10. Verschleimt Milch die Atemwege?

Es ist bislang ungeklärt, welche Inhaltsstoffe der Milch sich hier bemerkbar machen: Menschen, die an Asthma leiden, und Raucher mit einer chronischen Bronchitis atmen leichter, wenn sie ein Glas Milch trinken. Der Zusammenhang ist bislang nur entdeckt, aber nicht erforscht. Dass Milch die Atemwege verschleimt, und bei einer Erkältung zu meiden ist, ist dagegen ein weitverbreiteter Mythos. Zwar kann durch das Zusammentreffen von Fett aus der Milch mit Speichel ein schleimig anmutendes Gemisch im Mund entstehen, das hat mit Erkältungsschleim jedoch nichts zu tun. Denn wenn du Milch trinkst und herunterschluckst, kommt die Flüssigkeit nicht einmal mit den schleimbildenden Zellen in Kontakt – die befinden sich nicht in der Speiseröhre, sondern in deinen Atemwegen.

11. Wie viel Milch ist gesund?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, pro Tag nicht mehr als 250 Gramm Milch bzw. Milchprodukte und rund 50 bis 60 Gramm Käse zu essen. Das ist nicht viel – isst du morgens Müsli mit Milch, später einen Joghurt und abends ein Käsebrot, hast du diese Marke schnell erreicht. Achte also darauf, dass du Milchprodukte maßvoll genießt und dich insgesamt ausgewogen ernährst. Bio-Milchprodukte sind gesünder, da die Tiere auf Biohöfen artgerechtes Futter erhalten und mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren bilden, die wiederum in der Milch landen. Außerdem ist Biomilch weniger mit Pestiziden belastet und enthält weniger Hormone.

Veröffent­lichungsdatum: 18.12.2017
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