Monika Steinmetz ist eine #BeatYesterday-Heldin.
Vor sechs Jahren lief sie ihren ersten Marathon in Berlin. Das mag an sich nicht besonders sein, Monikas Erfolg ist es schon.
Denn Monika rannte ihren ersten Marathon mit 46 Jahren. Dazu startete sie ihr Training erst einige Monate vorher. Körperlich superfit, sagte sie im Interview, sei sie damals nicht gewesen.
Monikas Geschichte zeigt: Ein Marathon ist manchmal gar nicht so weit weg, wie es scheint. Und: Mit dem richtigen Training können Sportlerinnen und Sportler eigentlich alles erreichen. Besonders in Sportarten wie Laufen oder Radfahren, bei denen es neben der Technik vor allem auf Willen, Ausdauer und einen guten Plan ankommt.
Monikas Glück war auch ihr Mann Holger, ein erfahrener Läufer, der sie coachte. So eine Unterstützung haben längst nicht alle Sportbegeisterten. Deshalb hat Garmin schon vor einigen Jahren den Garmin Coach entwickelt. Das Ziel: professionelles und gut strukturiertes Training für möglichst viele Menschen zugänglich machen.
Nun kommt es nach Jahren zu einer strukturellen Weiterentwicklung. Was das für den Garmin Coach bedeutet, verrät dieser Artikel.
Was ist der Garmin Coach?
Bislang ist der Garmin Coach vor allem für Läuferinnen und Läufer interessant. Diese können sich zunächst ein Kilometer- und Pace-Ziel in Garmin Connect setzen. Anschließend begleiten renommierte Coaches den Weg zum persönlichen Vorhaben.
Begleiten heißt: Anhand von Ausgangs- und Zielwerten erstellt die Software individuelle Trainingspläne. Diese basieren auf den Methoden der drei erwähnten Coaches. User können diese Pläne danach via Garmin Connect mit der Smartwatch synchronisieren.
Ab diesem Zeitpunkt erhalten alle Sportlerinnen und Sportler, die sich für Amy, Greg oder Jeff entschieden haben, automatisch die richtige Trainingsempfehlung für den jeweiligen Tag auf die Smartwatch. Wird diese Einheit gestartet, führt die Uhr durch das Training. Anschließend können die Aktiven das Training und ihr Körpergefühl danach bewerten. Professionelles Training wurde dank des Garmin Coaches plötzlich in der Breite erschwinglich.
Was verändert sich mit dem Software-Update?
Ab dem dritten Quartal im Jahr 2024 kommt es bei Garmin nun zu Veränderungen. Den Garmin Coach, wie ihn unzählige Menschen schätzen, gibt es nicht mehr. Zumindest nicht unter diesem Namen.
Ab sofort wird im Garmin-Universum beim Thema „Lauf-Coach“ von zwei unterschiedlichen Dingen gesprochen.
- Garmin Experten
- Garmin Run Coach
Amy, Greg und Jeff sind nun ab sofort unter der Bezeichnung „Experten“ auffindbar. Die gute Nachricht? Das ist bezüglich der bewährten und beliebten Coaches die einzig nennenswerte Neuigkeit. Die Mechanik, dass man sich ein Trainingsziel stecken und dieses nach Plan der Coaches erreichen kann, bleibt bestehen.
Spannend ist das, was sich nun unter dem Begriff Garmin Run Coach verbirgt. Und zugegeben: Auch das ist nicht ganz neu. Fabian Danner, Category-Manager bei Garmin, erklärt:
Unter dem Garmin Run Coach ist nun die Ziel- und Event-basierte Trainingsplanung zu finden. Diese ist adaptiv und berücksichtigt reale Belastungsdaten sowie Gesundheitsdaten (24/7) der Nutzerinnen und Nutzer. Durch die neue Bezeichnung Garmin Run Coach wird diese hilfreiche Funktionalität aufgewertet.
Fabian Danner, Category-Manager bei Garmin
Was konkret dahinter steckt, dröselt dieser Beitrag im späteren Verlauf aus. Denn mit dem neuen Software-Update von Garmin gibt es nicht nur für Läuferinnen und Läufer Veränderungen. Auch beim Thema Radsport hat sich in den vergangenen Monaten strukturell einiges getan.
So ist neben dem Garmin Run Coach zusätzlich der Garmin Cycling Coach verfügbar. Dieser ist eine Alternative zu den bislang existierenden Trainingsplänen.
Nun widmet sich dieser Beitrag den konkreten Sportarten und den Trainingsangeboten von Garmin.

Welche Trainingsmöglichkeiten bietet Garmin Läuferinnen und Läufer?
Garmin Experten
Nach wie vor können User einen Trainingsplan mit Amy, Greg und Jeff absolvieren. Die drei Coaches genießen viel Vertrauen, das Know-how ist unbestritten. Viele Erfolgsgeschichten von Garmin-Fans bestätigen außerdem die Methodik. Auch hat jeder Trainingsplan seine eigenen Vorzüge für die Interessierten.
- Jeff Galloway ist Olympiateilnehmer und erfahrener Breitensporttrainer. Er richtet sich an Menschen, die mit dem Laufen beginnen und sanft ihre Leistung steigern wollen. Methoden wie Run-Walk-Run machen den Einstieg leicht. Pausen dienen der Verletzungsprävention.
- Greg McMillan ist der Trainer von Profis auf Elite-Niveau. Er spricht erfahrene Läuferinnen und Läufer an, die ambitioniert trainieren. Die Trainingssteuerung basiert auf der individuellen Pace. Die Intensität und Länge der Einheiten wird auf die derzeitige Performance der Trainierenden zugeschnitten.
- Amy Parkerson-Mitchell ist eine Lauftrainerin mit Fokus auf Fitness und Wohlbefinden. Die Physiotherapeutin setzt auf langfristig gesunde Laufgewohnheiten. Verschleißverletzungen der Gelenke sollen vermieden werden. Das Training ist auf einen längeren, dafür aber auch bedachtsamen Weg zum Ziel ausgelegt.
Wie beliebt diese Expertinnen und Experten auch sind – das Format hat einen kleinen Makel. Denn diese Trainingspläne sind nicht ganz so adaptiv wie der Garmin Running Coach. Du kannst zwar einzelne Einheiten des Garmin Coaches überspringen oder verschieben. Auch wird die Intensität der vorgeschlagenen Einheiten anhand der vergangenen Belastungen angepasst. Das Problem: Die Gesundheitsdaten fließen nicht ein. Daten zu Stress, Erholung und Schlaf sind essenziell für die Trainingssteuerung – werden aber von den Programmen der Expertinnen und Experten nicht verwertet.
Garmin Training mit Experten starten!
Starte dein interaktives Lauftraining für 5 km-, 10 km-, Halbmarathon- oder Marathondistanzen. Die drei Coaches Greg, Amy und Jeff erstellen dir kostenlose Trainingspläne angepasst an deinen individuellen Zeitplan!
Garmin Run Coach
Anders bewährt sich der „neue“ Garmin Run Coach. Dieser ist adaptiv und damit ziemlich smart.
Was dahintersteckt: In Garmin Connect können Nutzerinnen und Nutzer ein Ziel oder ein Event im Eventkalender definieren. Dieses besteht beispielsweise aus einem Distanz- und Zeitziel für einen bestimmten Tag. Das kann ein offizieller Wettkampf wie der Berlin Marathon oder individuelles Ereignis sein. Theoretisch ist es möglich, sich für den 24.12. einen Marathon in vier Stunden im Eventkalender anzulegen. Für den Fall, dass du für das Fest einen Kalorienvorsprung anpeilen möchtest.
Anhand deines aktuellen Niveaus und dem definierten Vorhaben entwirft Garmin einen Trainingsplan. Trainierst du erstmals mit Garmin, wird dein läuferisches Niveau über einen Einstufungslauf erfasst. Je nach läuferischer Fitness wird der letztliche Plan umfangreicher oder lockerer sein.
Das absolute Highlight? Der Garmin Run Coach denkt smart mit. Verbessert sich deine Leistung schneller als gedacht, werden die aktuellen Trainingsempfehlungen angepasst. Hast du spontan Lust auf ein härteres Training, kannst du beruhigt einen rauslassen. Die Intensität der folgenden Einheiten wird automatisch aktualisiert. So bleibst du adaptiv im Plan und die Erholung wird unterstützt.
Schläfst du schlecht oder bist du im Alltag zu wenig erholt? Der Garmin Run Coach preist das in der Berechnung der aktuellen Trainingsempfehlung ein. 24/7 zeichnet deine Smartwatch auf Wunsch Daten auf, die in die bestmögliche Trainingsgestaltung einfließen.
Anders als bei den Plänen von den Garmin Experten wird der Alltag und deine individuelle physische Konstitution (die im Alltag schwankt) bei der langfristigen Trainingsplanung berücksichtigt.
Garmin Run Coach starten!
Der Garmin Run Coach hilft dir dabei, dich für ein Event vorzubereiten oder unterstützt dich, deine Fitness zu verbessern. Er bietet dabei Trainingspläne, die sich individuell und dynamisch anhand deiner Gesundheits- und Aktivitätsdaten anpassen.
Die Empfehlung von Fabian Danner

„Unter Laborbedingungen sind die Anleitungen der Garmin Experten perfekt. Allerdings kommt das Leben ab und an dazwischen. Auch reagiert nicht jeder Körper gleich auf Belastung. Während erfahrene Läuferinnen und Läufer individuell die Trainingsvorgabe der Expertinnen und Experten für sich adaptieren können, profitieren besonders Einsteigende von der automatischen Anpassung durch den Garmin Run Coach. Dieser berücksichtigt neben deinen Trainingsbelastungsdaten auch deine Gesundheitsdaten über die vollen sieben Tage. Und das ist wichtig! So sind 20 Trainingsstunden zwar richtig viel, die Woche hat aber 168 Stunden. Alles, was zwischen den Einheiten passiert, hat einen immensen Einfluss auf die Formentwicklung.“

Welche Trainingsmöglichkeiten gibt es für Radfahrerinnen und Radfahrer?
Wie beim Laufen bietet Garmin den Aktiven auf dem Rad zwei Möglichkeiten für die professionelle Trainingsplangestaltung.
Radfahren
Abhängig von der gewünschten Disziplin (Wettkampf / Zeitfahren), deinem Ziel sowie deiner Ausgangslage berechnet Garmin für dich einen Trainingsplan. Dieser beruht auf moderner Trainingsmethodik echter Coaches. Auch hier werden Daten von Garmin Connect auf deine Smartwatch oder deinen Fahrradcomputer von Garmin übertragen. Diese führt dich danach mit täglichen Trainingsempfehlungen von Einheit zu Einheit. Der einzige Makel? Wie bei den Laufexperten fließen keine Gesundheitsdaten in den adaptiven Plan ein.
Garmin Radfahren starten!
Starte dein interaktives Radtraining in den Disziplinen Wettkampf oder Zeitfahren. Mit täglichen Trainingsempfehlungen begleitet dich der kostenlose Trainingsplan zu deinem Ziel.
Garmin Cycling Coach
Dieses Problem löst der Garmin Cycling Coach! Dieser funktioniert genauso wie der Garmin Run Coach und berücksichtigt daher auch Gesundheitsdaten, die deine Smartwatch 24/7 misst. Wichtig: Ein Edge-Fahrradcomputer allein reicht dafür nicht, weil du diesen nicht jeden Tag über möglichst lange Zeit trägst.
Mithilfe der Gesundheitsinformationen sowie Daten zu deiner Formentwicklung passt der Garmin Cycling Coach die Einheiten täglich an. Du kannst auch mal ein Training überspringen, ohne dass die langfristige Planung durcheinandergerät.
Auch können Garmin Geräte an schlechten Tagen automatisch die Belastung für dich runterschrauben. An guten wird sie hingegen härtere Reize für dich einplanen. Die Trainingsplanung orientiert sich somit an deiner Lebensrealität – und ermöglicht damit wirklich professionelles Training.
Garmin Cycling Coach starten!
Der Garmin Cycling Coach hilft dir dabei, dich für ein Event vorzubereiten oder unterstützt dich, deine Fitness zu verbessern. Er bietet dabei Trainingspläne, die sich individuell und dynamisch anhand deiner Gesundheits- und Aktivitätsdaten anpassen.
Der Tipp von Fabian Danner

„Wichtig ist kontinuierliches Training. Das heißt: Die vorgeschlagenen Trainings sollten absolviert werden, egal ob über den Garmin Cycling Coach oder vorgefertigte Trainingspläne. Genauso wichtig ist die richtige Durchführung des Workouts. Das heißt: Bitte nicht mehr oder weniger als das Vorgeschlagene zu trainieren. Bei Letzterem hilft die Trainingsfunktion auf Garmin Produkten, die das Workout auf die Smartwatch oder den Edge synchronisiert. Das Garmin Produkt leitet Sportlerinnen und Sportler dann anhand von Leistungs- oder Herzfrequenz-Zielen passgenau durch das Workout.“
Fazit: Drei Tipps zum Nutzen der Trainingstechnologie von Garmin
- Auch wenn die Uhr automatische Trainingsempfehlungen ohne hinterlegte Zielstellung ausgibt, sollte man sich die Zeit für ein paar Einstellungen in Garmin Connect nehmen. Diese sind in zwei, drei Minuten erledigt. Durch die Zielangaben werden aus generischen individuelle Trainingsempfehlungen. Egal für welches Format man sich entscheidet.
- Du bist beruflich und familiär sehr eingespannt? Du benötigst eine gewisse Flexibilität beim Training? Dann profitierst du am meisten vom adaptiven Konzept des Garmin Run oder Cycling Coaches. Du musst eigentlich gar nicht viel tun, die Smartwatch erledigt alles.
- Wer gerne Vorhaben erfüllt, profitiert von den Leitlinien der drei professionellen Garmin Experten. Für manche kann darin auch eine motivierende Challenge stecken: Eben auch dann das Maß erfüllen, wenn es schwierig wird. Wer gerne und langfristig etwas abarbeitet, wird diese Pläne rasch wertschätzen.


















