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Blasen beim Joggen? So sorgst du vor

Blasen sind unerwünschte Begleiter beim Joggen. Im schlimmsten Fall verhindern sie sogar das Weiterlaufen. Doch zum Glück lässt sich etwas gegen die Quälgeister unter der Haut tun.

Kleine Wunden, großer Schmerz

Blasen entstehen oft unbemerkt. Doch dafür teilen sie sich umso eindringlicher mit, wenn sie erstmal da sind. Besonders Joggern können sie beim Training einen Strich durch die Rechnung machen. Der von ihnen verursachte Schmerz wird dann so groß, dass ans Weiterlaufen nicht mehr zu denken ist. Dann heißt es: Hinsetzen, Schuhe ausziehen, Socken abstreifen – und sich wundern. Denn was sich unterwegs wie eine enorme Wunde anfühlte, entpuppt sich bei näherer Betrachtung oft als überraschend kleiner Quälgeist. Doch egal ob winzig oder groß – am besten lässt du Blasen gar nicht erst entstehen.

Wie Blasen entstehen

Wahrscheinlich hast du selbst schon einmal darunter gelitten. Vielleicht gehörst du sogar zu der Sorte Mensch, die dafür besonders empfänglich ist. Kein Grund, zu verzagen. Um vorzubeugen, ist es nützlich, etwas über die Entstehung von Blasen am Fuß zu wissen. Sie werden von mindestens zwei Faktoren begünstigt: Nässe und Reibung. Beim Laufen kommen beide Aspekte in den Schuhen zusammen. Da rubbelt es unter Umständen schnell zwischen feuchten Strümpfen und der Haut.

Dabei löst sich nach und nach die oberste Hautschicht von der darunterliegenden ab und schabt immer wieder über diese hinweg. Das provoziert früher oder später die Produktion einer klaren Gewebeflüssigkeit. Nimmt die Reibung nicht ab, kommt es an dieser Stelle zu einer Blase. Ist die mechanische Belastung durch die andauernde Reibung besonders hoch, so werden auch tieferliegende Areale und sogar Blutgefäße verletzt. Leider genügen schon harmlosere Formen, um bei jedem Schritt Höllenqualen auszulösen.

So kannst du Blasen vorbeugen

Blasen lassen sich mit einigen Tipps verhindern. Die fangen schon bei der richtigen Auswahl deiner Schuhe an. Achte darauf, dass sie nicht zu klein sind. Sie dürfen an beanspruchten Stellen nicht drücken. Zudem brauchen die Zehen ausreichend Platz nach vorne beziehungsweise zur Seite hin. Warum? Weil beim häufigen Laufen mit der Zeit das sogenannte Längsgewölbe des Fußes absinken kann und dieser dadurch etwas länger wird. Dann können auch spezielle stützende Schuheinlagen hilfreich sein. Zu groß dürfen die Schuhe auch nicht sein, weil sonst zum Beispiel die Ferse darin rauf- und runterrutschen kann. Das Ergebnis sind Blasen.

Wichtig: Geh niemals mit nagelneuen Laufschuhen mit vollem Tempo auf die Strecke. Besser ist es, sie in der Wohnung oder bei einem Spaziergang auszuprobieren und langsam einzulaufen. Obligatorisch ist auch, dass deine Socken richtig sitzen. Bereits eine kleine Falte an einer empfindlichen Stelle kann Blasen entstehen lassen. Auch auf das Material der Strümpfe kommt es an. Auf normale Baumwollsocken solltest du lieber verzichten, vor allem, wenn du anfällig für Blasenbildung bist. Besser geeignet sind atmungsaktive Funktionssocken, die entstehende Feuchtigkeit nach außen leiten. So bleiben deine Füße weitgehend trocken. Im Gegensatz dazu saugt Baumwolle den Schweiß regelrecht auf. Eine Notlösung: Zwei Paar dünne Socken übereinander.

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Erste Hilfe bei Blasenbildung: Blasenpflaster sind Gold wert

Wenn du für Blasen anfällig bist, kannst du noch weitere Vorkehrungen treffen. So lassen sich bekannte, sensible Stellen schon vor dem Start mit Tapepflastern schützen. Das glatte Tape gleitet praktisch reibungslos über die Strümpfe. Um Blasenbildung zu verhindern, empfiehlt es sich außerdem, die Füße regelmäßig zu pflegen. Zum Beispiel, indem du sie mit Hirschtalg oder Vaseline eincremst und so geschmeidig hältst – am besten jeden Tag.

Und wenn es allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz doch zur Blasenbildung gekommen ist? Dann ist es in erster Linie sinnvoll, die betroffene Hautstelle zu schützen, damit sie in Ruhe heilen kann. Dafür eignen sich neben normalen Pflastern vor allem gepolsterte Blasenpflaster, die durch bestimmte Wirkstoffe außerdem die Wundheilung fördern. Die helfen aber nur, wenn du sie richtig aufklebst: Sie müssen die Blase vollständig bedecken und rutschfest anliegen. Ansonsten setzt sich das Martyrium fort und wird noch schlimmer.

Blasen aufstechen: Nur im Notfall

Eine Blase aufzustechen, kommt dir vielleicht reizvoll vor, ist meist aber keine gute Idee. Blasen sind nämlich eine Schutzfunktion des Körpers für die angegriffenen Areale. Werden sie geöffnet, dann läuft die angestaute Gewebeflüssigkeit ab, doch gleichzeitig haben Bakterien und Keime ein Einfallstor in die Wunde und können sie infizieren. Deshalb lässt du sie lieber in Ruhe.

Allerdings kann eine besonders pralle, große Blase auf Dauer sehr stören oder sogar zu platzen drohen. Dann kann es auch mal sinnvoll sein, sie vorsichtig zu öffnen. Dazu gehört aber auf jeden Fall eine sterile Nadel, die du kurz in kochendes Wasser tauchst, um anhaftende Erreger abzutöten. Ein Desinfektionsmittel funktioniert natürlich auch. Damit solltest du sowohl die Blase als auch die Haut darum herum behandeln und erst dann die Blase aufstechen. Wichtig: Ist die angesammelte Flüssigkeit abgelaufen, lässt du die Blasenhaut zum Schutz der gereizten Stelle unangetastet. Schneide sie also nicht ab, sonst kann sich die Stelle entzünden. Nach dem Eingriff klebst Du ein geeignetes Pflaster oder Tape auf die Wunde.

Bei Komplikationen zum Spezialisten

Grundsätzlich ist so eine Operation an der offenen Blase keine große Sache, auch wenn sie oft nicht notwendig ist. Es gibt jedoch Fälle, in denen der Fachmann ran muss. Zum Beispiel, wenn die Blase besonders groß, mit Blut gefüllt oder sogar eitrig ist. Dann ist der Gang zum Hautarzt oder einem versierten Fußpfleger ratsam – die können solche Blasen besser behandeln.

Veröffent­lichungsdatum: 26.10.2016
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