Running

René Claußnitzer: Immer ans Ziel

Ultraläufer René Claußnitzer mag verrückte Dinge. Er wählt einen auffälligen Style und wagt gerne besonders steile Trail-Routen. Doch eine Sache darf bei seinen verwegenen Abenteuern niemals fehlen: ein Sicherheit stiftendes GPS-Gerät.

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Eine große Portion Nudeln und eine Spezi aus der Kühltasche. Für René Claußnitzer war diese Belohnung wertvoller als so manche Medaille oder eine Urkunde nach einem Wettkampf. Die Mama hatte die Mahlzeit und das Sodagetränk ins Elbsandsteingebirge gekarrt und behutsam serviert. Jetzt, nach knapp 115 Kilometern in den Beinen, schlang Rene den Lohn getaner Laufarbeit gierig runter. Was für ein Tag.

Kurz nach Mitternacht hatte sich der 31-Jährige mit fünf Litern Trinkwasser, Snacks und einer Thermoskanne Kaffee ins Auto gesetzt. Aus Dresden war er ins Elbsandsteingebirge an den Start seines Tracks gefahren, dem berühmten Malerweg. Eine verschlungene Route durchs hügelige Gelände und einer der härtesten und sehenswertesten deutschen Trails abseits der alpinen Terrains. Seinen Namen verdankt der Malerweg seiner sandgelben und waldgrünen Anmut, die vor den Instagram-Fotograf:innen unzählige Künstler:innen ins Gebirge gelockt hatte. So gehörte der Romantiker Caspar David Friedrich zu den ersten Stammgästen des Trails.

Rene Claußnitzer Selfie beim Trailrunning
Schrill und schnell: René ist eine rasante Erscheinung. © René Claußnitzer

Dass René nach seinem Hunderter rechtzeitig zu seiner persönlichen Nudelparty erschien, lag auch an seinem GPS-Gerät. Mit seiner Garmin fēnix 6 Solar navigierte er sich durch Schluchten, Anstiege, Wälder und Täler, blieb jederzeit auf dem Trail, der sich trotz guter Ausschilderung an manchen Stellen verfranzt und vortreffliche Möglichkeiten bietet, sich zu verirren. „Wenn ich zügig unterwegs bin, gibt es mir Sicherheit, wenn ich genau sehen kann, wo ich mich momentan befinde und wo es gleich weitergeht”, sagt René.

Ohne seine Smartwatch am Handgelenk oder einen inReach wagt sich René deshalb selten auf einen Trail. Er hat fünf Gründe verraten, warum moderne GPS-Geräte zum Standard-Equipment eines Trailläufers gehören sollten.

Rene Claussnitzer rennt bei einem Wettkampf einen Hügel herunter
Bei einem Downhill-Rennen verletzte sich René schwer am Knie. Seitdem weiß er die Sicherheitsfunktionen seiner Smartwatch noch mehr zu schätzen. © René Claußnitzer

1. Eine erleichterte Vorbereitung

René Claußnitzer: „Bevor ich vor Kurzem aus Dresden nach Partenkirchen gezogen bin, war ich fast wöchentlich draußen im Elbsandsteingebirge unterwegs. Zuletzt war ich dabei immer seltener allein. Viele Freund:innen und Bekannte wollten – in kleinen Gruppen – mitkommen, das Flair erleben, die Schönheit der Natur mit einer sportlichen Hatz verbinden. So bin ich zu einer Art Tourguide geworden, zu einem laufenden Reiseführer.

Durch die GPS-Funktion meiner Garmin-Uhr konnte ich diese Touren immer gut vorausplanen und Routenalternativen digital durchgehen. Am Trail-Tag verließ ich mich auf die Navigation und hatte daher mehr Zeit, meinen Begleiter:innen die Besonderheiten und Geschichten der Strecke zu erklären. Auch plante ich zu jeder Tour mindestens einen Shortcut ein. Wenn sich Laufpartner:innen verletzen oder sich unwohl fühlen, braucht es einen Plan B, eine Abkürzung. Die konnte ich mir immer auf der Uhr abspeichern und für den Notfall bereithalten.”

2. Mehr Freude beim Traillaufen

René: „Wenn ich auf Trails unterwegs bin, fällt es mir manchmal schwer, mich auf das Laufen zu konzentrieren. Die Schönheit der Landschaft verlockt überall. Wenn ich ein GPS-Gerät dabei habe, muss ich mir beim Umgucken und Herumträumen aber keine Sorgen machen, dass ich eine Abzweigung versäume oder falsch abbiege. Dann ist das halt so. Durch die GPS-Navigation komme ich am Ende immer ans Ziel.

Einmal ist es mir zum Beispiel passiert, dass ich einen Downhill runter bin – mit Vollspeed – und plötzlich nackte Menschen im Dickicht erspähte. Konnte das sein? Ich lief weiter, blieb dann irgendwann stehen und überlegte, ob das ein Tagtraum war oder doch die Realität. Ich war gar nicht mehr in der Lage, mich auf den Weg zu konzentrieren. Tatsächliche aber waren Nacktwandernde im Gebirge unterwegs.

Und manchmal habe ich schlicht keine Lust, den bekannten Pfaden zu folgen. Dann biege ich absichtlich falsch ab, stürze mich ins Ungewisse und kann abgelegene Orte entdecken und die neuen Koordinaten über meine Swartwatch für die Ewigkeit konservieren. So mutig kann ich mich nur für unbekannte Wege entscheiden, wenn ich weiß, dass ich jederzeit mit dem GPS-Tracking zurück in die Zivilisation finde.”

Rene Claussnitzer beim Trailrunning in den Bergen
Die Funktionen seiner Garmin-Smartwatch helfen René, besondere Orte wiederzufinden. © René Claußnitzer

3. Der Mut für unbekannte Trails

René: „Ich arbeite im Vertrieb des Schweizer Sportschuhherstellers On Running. In normalen Zeiten bin ich viel unterwegs, übernachte an drei, vier Tagen in der Woche in Hotels. Bei der Auswahl des Schlafplatzes achte ich darauf, dass ich mich eher am Rande einer Stadt oder einer Ortschaft einquartiere. Dann kann ich mir neue Trails für eine lockere Runde aussuchen. Ich suche in Communitys wie Garmin Connect oder Strava nach guten Strecken, lade sie auf meine Uhr und mache los.

Finde ich keinen attraktiven Track, baue ich mir selber vorab neue Passagen zusammen. Für mich gilt: je steiler, desto geiler. Ich will so viele Gipfel wie möglich mitnehmen. Mithilfe der GPS-Navigation kann ich die ausgeguckten Trails supersimpel nachlaufen.”

Das inReach für spezielle Reisen

Ein normaler Trail reicht dir nicht mehr? Du willst ausgesetzt sein in der Wildnis, dich weit entfernt von Funkmasten durch die Natur schlagen? Mit dem inReach bist du weltweit erreichbar – auch ohne Handynetz. Mit der idealen Ergänzung zu deiner Smartwatch kannst du – wo immer du willst – Nachrichten senden und empfangen, deinen aktuellen Standort mit der Familie und Freunden teilen. Im Notfall erreichst du immer und überall Hilfe. Denn über das Iridium-Satellitennetzwerk (hundertprozentige globale Abdeckung) können Abenteurer:innen rund um die Uhr eine Überwachungszentrale kontaktieren und finden Unterstützung in schwierigen Lagen.

InReach in Aktion beim Wandern
© Kathrin Heckmann

4. Mehr Sicherheit

René: „Ich hatte bislang viel Verletzungsglück. Meine Bänder sind elastisch, mir ist noch nichts gerissen, obwohl ich häufig im technisch anspruchsvollen Gelände laufe.

Nur bei einem Event in Kitzbühel habe ich mich richtig übel verletzt. Ich lief ein Downhill-Rennen auf der berühmten Streif-Strecke, es ging den alpinen Riesenslalom-Parcours steil bergab. Ich stürzte beim Hinabrasen und schlug mit dem Knie auf einer Felskante auf. Da ich siegen wollte und noch alle Chancen hatte, rasselte ich ohne Pause weiter ins Tal. Unten im Ziel, ich hatte gewonnen, wurde ich noch immer vom Adrenalin überschwemmt. Die Bergwacht musste mich auf die klaffende Wunde aufmerksam machen. Es hatte mir die Haut vom Knie gerissen, der Knochen war zu sehen. Sogar die Patellasehne schimmerte ein bisschen durch.

Passiert mir so ein Malheur alleine auf einem Trail, wäre es eine sehr viel ernstere Sache. Besonders, wenn man noch ungünstiger stürzt und ohnmächtig wird. Doch meine GPS-Uhr ist mit einer Notfallfunktion ausgestattet. Komme ich abrupt zum Stehen, kündigt sie einen Alarm an. Dann habe ich 15 Sekunden Zeit, die Alarmierung zu unterbinden. Tue ich das nicht, sendet die Uhr Koordinaten meines Aufenthaltsorts und eine Benachrichtigung an meine Kontaktpersonen oder an die zuständigen Rettungskräfte. Bei mir ist schon häufiger die Alarm-Ankündigung angegangen. Zum Beispiel, wenn ich von einer kleinen Anhöhe springe und nicht direkt weiterlaufe. Mich stört die sensible Kalibrierung nicht, im Gegenteil: Die regelmäßigen Alarme schenken mir Sicherheit. Ich weiß, dass das System im Ernstfall funktioniert.”

Rene Claussnitzer schaut bei einer Pause auf seine Garmin fenix 6 solar
Demnächst will René eine Siebentagestour durch die Natur wagen. Dabei verlässt er sich auch auf die Notfallfunktion seiner Garmin-Uhr. © René Claußnitzer

5. Neue Abenteuer mit dem inReach

René: „Egal, was ich mir für Strecken vornehme und welche Zeiten ich laufen will – ich habe immer ein Sekundärziel im Hinterkopf: Ich will ankommen. Ich möchte alles beenden, was ich anfange. Und wenn ich nicht laufen kann, dann wandere ich eben. Und wenn das nicht geht, bleibt das Humpeln oder Kriechen. So oder so: Ein vertrauenswürdiges Navigationssystem ist beim „Ankommenwollen“ sehr hilfreich.

Ich merke in jüngster Zeit, dass meine Ziele immer verwegener werden. Als ich nach zehn Jahren ohne Sport und mit viel Party, Rauchen und Alkohol wieder mit der Bewegung anfing, 2015 etwa, lief ich zunächst zweimal die Woche fünf Kilometer. Danach kamen ein Halbmarathon, ein Marathon und irgendwann der Malerweg. Mein nächstes Ziel ist eine Siebentagestour von Garmisch über die Alpen bis zum Gardasee. Über 300 Kilometer und 2.800 Höhenmeter. Wann ich das Abenteuer wagen darf, kann ich noch nicht voraussagen. Ich weiß nur: Wenn ich losziehe, werde ich dann nicht nur meine Smartwatch, sondern auch einen Garmin inReach dabei haben. Für die Sicherheit und den permanenten Draht nach Hause. Besondere Abenteuer verlangen eben eine besondere Ausrüstung.”

Über René: Hauptsache zügig, Hauptsache bunt

René Claußnitzer liebt es steil, schnell und schrill. Bei seinen Trail-Läufen trägt der gebürtige Sachse am liebsten auffällige Klamotten wie Shorts im Leopardenfleck und rosa Sonnenbrillen. Dazu gesellen sich der blondierte Vokuhila, der wuschelige Vollbart und ein markantes Nasenpiercing. „Ich fühl mich wohl damit, und nur das zählt”, sagt René. Vorteil seines Styles: Er wird häufig wiedererkannt und knüpft viele Kontakte auf seinen Streifzügen. Die wird der langjährige Dresdner künftig in Garmisch-Partenkirchen unternehmen. Erst im April zog es ihn dauerhaft in die Berge.

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zu Garmin.com
Hannes Hilbrecht

Hannes Hilbrecht, Baujahr 93, schrieb vor #BeatYesterday für zahlreiche Online- und Printmedien. Sein Highlight: Ein Date mit LeBron James. Beim Schreiben hält er es wie seine Oma: Kein Leser soll hungernd den Tisch verlassen müssen.

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