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Training bei Erkältung: So weit darfst du gehen

Der winterliche Schweinehund ist gerade überwunden, das Training läuft gut und dann das: Erkältung. Was nun, auf Sport verzichten?

Vorsicht auch bei leichter Erkältung: Warnsignale des Körpers erkennen

„Es ist doch nur eine Erkältung,“ wirst du vielleicht denken. Doch wenn du deinen Körper jetzt überanstrengst, kannst du wirklich krank werden. Ein leichter Schnupfen gilt gemeinhin als unproblematisch. Allerdings nur, wenn du unter keinen weiteren Beschwerden wie Halsschmerzen, Husten oder gar Fieber leidest. Auf Leistungssport solltest du trotzdem verzichten. Stattdessen empfiehlt Professor Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln im Interview mit der „Apotheken Umschau“ in diesem Fall schonendere Sportarten wie Nordic Walking, in warmer, aber nicht zu warmer Kleidung. Maximale Kraftbelastung ist laut Froböse jedoch tabu, denn sie belastet das Immunsystem zusätzlich. Bei extremen Temperaturen im Sommer oder im Winter solltest auf jeden Fall auf dein Training verzichten, auch wenn du nur leicht erkältet bist.

Trainieren trotz Erkältung: Wann es gefährlich wird

Im Erkältungsfall ist es wichtig, auf deinen Körper zu hören und von selbst auf die Bremse zu treten. Halsschmerzen beispielsweise solltest du als klares Signal dafür nehmen, sofort alle sportliche Aktivität auf Null herunterzufahren. Denn im Zweifelsfall können sie das Vorzeichen einer Mandelentzündung sein. Bei gesunden Menschen werden die Bakterien, die Mandelentzündungen verursachen, vom Immunsystem leichter aufgehalten. Bist du aber bereits erkältet, können diese Bakterien einfacher dein Immunsystem umgehen. Treibst du dann auch noch Sport, verbreiten sie sich noch schneller im Körper. Im schlimmsten Fall greifen sie auch andere Organe wie Nieren, Leber oder Herz an. Auch ein Gefühl von Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein solltest du als Signal deines Körpers ernst nehmen.

Fieber und Antibiotika: Sofortiger Stopp des Trainings

Bei fiebrigen Virusinfektionen ist endgültig Schluss. Die zusätzliche Belastung durch erhöhte körperliche Aktivität kann dir in diesem Fall garantiert mehr schaden als helfen. Sport treibt die Blutzirkulation an und sorgt so dafür, dass sich die Viren mit rasantem Tempo im Körper verbreiten. Eine der größten Gefahren, die das Training bei einem virenbedingten Infekt mit sich bringt, ist eine Sekundärinfektion des Herzmuskels. Eine solche Herzmuskelentzündung, auch Myokarditis genannt, kann bleibende Schäden hinterlassen und laut Ingo Froböse unter Umständen sogar lebensbedrohlich sein.

Auch wenn du Antibiotika nimmst, solltest du auf jeden Fall auf sportliche Aktivität in jeder Form verzichten, um deinem Körper die zusätzliche Belastung zu ersparen: Du brauchst jetzt die Kraft, um zu genesen. Schmerzmittel oder fiebersenkende Medikamente können dir vorgaukeln, dass du dich eigentlich gar nicht mehr so schlecht fühlst. Doch dieser Eindruck täuscht. Also ab unter die Decke und auskurieren. Wenn dich die Erkältung inmitten einer Wettkampfvorbereitung erwischt hat und dir ein kompletter Trainingsstopp unmöglich erscheint, solltest du dich dringend von deinem Arzt beraten lassen. Nachhaltige gesundheitliche Schäden wären in jedem Fall schlimmer als ein verpasster Wettkampf.

Entwarnung: Wann es wieder losgehen kann

Selbst die übelste Erkältung hält – zum Glück – nicht ewig an. Bevor du allerdings wieder loslegen kannst, solltest du eine gewisse Pause einhalten, damit dein Körper sich regenerieren kann. Hattest du nur eine leichte Erkältung, darfst du deinen Sport wiederaufnehmen, wenn du keine Symptome mehr zeigst.Nach fiebrigen Infekten solltest du mindestens eine Woche – nachdem die Symptome abgeklungen sind – mit dem Training warten. Hast du während deiner Krankheit Medikamente genommen, hole eine Empfehlung von deinem Arzt dazu ein, wann du mit dem Sport wieder beginnen solltest. Bei der Wiederaufnahme deines Trainings solltest du es die ersten Tage auf jeden Fall langsam angehen lassen, um keinen Rückfall zu riskieren. Es wird empfohlen, das Training unter Pulskontrolle aufzunehmen, und sich zunächst im lockeren Grundlagenausdauer-Bereich zu bewegen.

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Was ist mit leichter Betätigung? Joggen ist doch kein Leistungssport

Hier gehen die Meinungen von Experten auseinander. Es herrscht jedoch zumindest auch hier Einigkeit darüber, dass du vor allen Dingen auf deinen Körper hören solltest. Bei einem leichten Schnupfen ist es in der Regel unbedenklich, eine moderate Strecke zu joggen. Achte aber auf deine Grenzen – sobald du dich schlapp oder müde fühlst, brich den Lauf direkt ab. Im Zweifelsfall ist ein Spaziergang die besser Alternative, bis du wieder gesund bist.

Sport in der kalten Jahreszeit: Darauf solltest du im Winter achten

Bei den kälteren Temperaturen braucht der Körper länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Beginne also langsam mit dem Sport. Wenn du kannst, verlege sportliche Aktivitäten in die Mittags- oder Nachmittagszeit, wenn es hell ist. Eine gute Dosis Sonnenlicht hilft deinem Körper, Vitamin D zu produzieren, was nicht nur für die Knochen, sondern auch für die Abwehrkräfte wichtig ist. Trage Funktionskleidung, die dich ausreichend wärmt und gleichzeitig dafür sorgt, dass du dich beim Schwitzen nicht erkältest. Im Winter kann es auch sinnvoll sein, ein paar sportliche Einheiten nach drinnen zu verlegen, zum Beispiel aufs Laufband oder ins Fitnessstudio.

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Sport nach Grippeimpfung: Darauf musst du achten

Winterzeit ist nicht nur Erkältungszeit, sondern auch Grippezeit. In unserem Ratgeber erklären wir dir den Unterschied zwischen einer Erkältung und einer waschechten Grippe und was du rund um das Thema Grippeimpfung beachten musst.

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Veröffent­lichungsdatum: 12.01.2017
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