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8 Fakten über dunkle Schokolade

Dunkle Schokolade wird als Gesundheitswunder gefeiert. Aber tut sie uns wirklich so gut, wie behauptet wird? Und wie erkennst du Qualität? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

1. Dunkle Schokolade ist gesünder als helle Schokolade

In Sachen Schokolade gilt: Je höher ihr Kakaoanteil ist, desto gesünder (oder besser gesagt: weniger ungesund) ist sie. Denn Kakao ist ein echtes Superfood und liefert neben sekundären Pflanzenstoffen auch Magnesium, Eisen und Calcium sowie B-Vitamine, Niacin und Vitamin E. In einer Tafel Bitterschokolade stecken, je nach Kakaoanteil, 1,5–3 der wertvollen Kakaobohnen. In Vollmilchschokolade ist der Anteil deutlich geringer, in weißer Schokolade steckt gar kein Kakao, sondern nur Kakaobutter, also das Fett der Kakaobohne.

2. Dunkle Schokolade schützt das Herz

Kakaobohnen gelten seit jeher als eine Art Heilmittel und wurden schon im 16. Jahrhundert bei Husten und Schnupfen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert konnte man sie sogar als Stärkungsmittel in Apotheken kaufen. Nun ist klar, dass Schokolade keine Medizin ist. Dennoch sind kleine Mengen dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil nicht ungesund. Viele Studien zeigen inzwischen, dass diese unter anderem den Blutdruck senken kann, die Produktion von Stresshormonen reduziert und die Gefäße vor Ablagerungen schützt. In der Folge reduziert sich zum Beispiel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch auf einen erhöhten Cholesterinspiegel und die Gedächtnisleistung soll dunkle Schokolade sich günstig auswirken. Grund ist der hohe Anteil an bioaktiven Pflanzenstoffen im Kakao.

3. Antioxidantien aus dunkler Schokolade halten die Haut jung

Dunkle Schokolade hat außerdem einen Anti-Aging-Effekt. Die zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe aus der Kakaobohne wirken antioxidativ – also zellschützend. Sie bewahren die Zellen vor Schädigungen durch Umwelteinflüsse und freie Radikale. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen führen zu oxidativem Stress und begünstigen nicht nur viele Krankheiten, sondern beschleunigen auch den Alterungsprozess der Haut. Antioxidantien bremsen diese unerwünschte Wirkung aus. Gut zu wissen: Einige Studien zeigen, dass Milchproteine die Wirkung von Antioxidantien hemmen können. Deshalb solltest du zu Schokolade nicht unbedingt ein Glas Kuhmilch trinken und Kakao häufiger auch mal mit einer pflanzlichen Milchalternative wie Mandel- oder Haferdrink zubereiten.

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4. Rohe dunkle Schokolade liefert besonders viele gute Inhaltsstoffe

Roh macht froh – das gilt auch für Schokolade. Wie alle Raw-Food-Produkte wird auch Rohschokolade zu keinem Moment der Produktion über 42 Grad erhitzt. Durch die schonende Produktion sollen möglichst viele der guten Inhaltsstoffe des Kakaos erhalten bleiben und später in der Schokolade landen. Immerhin enthält roher Kakao mehr zellschützende Antioxidantien als grüner Tee oder Heidelbeeren. Kleiner Wermutstropfen: Rohe Schokolade ist in der Regel weniger cremig und aromatisch als herkömmliche Sorten.

5. Dunkle Schokolade enthält Koffein

Wer auf seine Koffeinzufuhr achtet, muss wissen: Nicht nur Espresso, Kaffee und Energydrinks enthalten Koffein. Das natürliche Alkaloid, das das Herz-Kreislauf- und das zentrale Nervensystem stimuliert und den müde machenden Botenstoff Adenosin verdrängt, steckt auch in Schokolade. Bitterschokolade enthält im Schnitt rund 50 Milligramm Koffein pro 100 Gramm. Zum Vergleich: Ein Espresso kommt auf 80 Milligramm Koffein.

6. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser

Achte beim Kauf von Schokolade außerdem genau auf die Zutatenliste. Eine gute dunkle Schokolade sollte nur aus Kakao und Rohrohrzucker bestehen und – wenn überhaupt – noch etwas Kakaobutter und echte Vanille enthalten. Palmöl, Butterreinfett oder künstliche Aromastoffe gehören hingegen nicht in eine gute Schokolade. Auch der Preis kann ein Indikator für Qualität sein. Für günstige Sorten wird oft auch billiger Kakao verwendet, sogenannter Konsumkakao. Edelkakao ist deutlich teurer, schmeckt aber auch intensiver. Übrigens: Die meisten dunklen Schokoladen sind vegan, da ihnen in der Regel kein Milchpulver zugesetzt wird.

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7. Dunkle Schokolade kann glücklich machen

Ja, Schokolade kann tatsächlich glücklich machen. Doch das liegt nicht an ihren Inhaltsstoffen. Auch wenn das immer wieder behauptet wird. Zwar steckt in Schokolade der Stoff Phenylethylamin, der die Bildung des Glückshormons Serotonin fördert. Aber seine Konzentration ist so gering, dass du ziemlich viele Tafeln Schokolade essen müsstest, damit der Stoff eine berauschende Glückswirkung überhaupt entfalten könnte. Der Effekt ist vielmehr ein psychologischer: Seit Kindesbeinen an belohnen und trösten wir uns mit Schokolade und verbinden sie mit Glücksgefühlen. Eine Art gelernter Glücklichmacher ist sie also – nicht mehr und nicht weniger.

8. Auch dunkle Schokolade macht dick

Bei allen gesundheitlichen Vorzügen: Schokolade ist kein Diätessen. Und auch wenn sie etwas kalorienärmer als Vollmilch- und weiße Schokolade ist: Selbst dunkle Schokolade liefert im Schnitt knapp 600 Kilokalorien pro 100 Gramm. Das entspricht einer kompletten Mahlzeit. Es gilt deshalb wie so oft: in Maßen genießen, nicht in Massen. Gönne dir ab und zu dunkle Schokolade guter Qualität und genieße sie dann ganz bewusst. Wenn du sie langsam auf der Zunge zergehen lässt, dann reicht oft ein Stück, um akute Schokolust zu befriedigen. Und noch ein Tipp: Um von den guten Inhaltsstoffen des Kakaos zu profitieren kannst du auch rohes Kakaopulver oder Kakaonibs (in Stückchen gebrochene Kakaobohnen) verwenden und damit zum Beispiel Smoothies und Shakes, aber auch Müsli und Porridge aufpeppen.

© Martin Szymanski

Über Nicole Benke


Nicole Benke (37) liebt gutes Essen – am liebsten selbst gekocht aus frischen Produkten der Saison. Von Crash-Diäten hält die Food-Journalistin gar nichts. Sie findet: Eine gesunde Ernährung soll Spaß machen, darf nicht verkrampft sein und muss auch mal Raum für Genuss bieten. Denn strikte Verbote machen nur schlechte Laune. Und wer kann die schon gebrauchen?

Veröffent­lichungsdatum: 04.10.2017
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