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Work-Life-Balance: Bleib im Gleichgewicht

Einen guten Job machen und trotzdem genug Zeit für Hobbys, Freunde und Familie haben – das ist die Definition einer gelungenen Work-Life-Balance. Aber wie schafft man das?

Es ist wahrlich nicht die leichteste Übung, alles im Leben in der Balance zu halten. Sich selbst und allen anderen gerecht zu werden, erfordert ein sicheres Life-Management. Die gute Nachricht: Schon mit kleinen Veränderungen bringst du Beruf und Privatleben ganz easy ins Gleichgewicht.

Definition: Was ist die Work-Life-Balance?

Die allgemeine Definition der intakten Work-Life-Balance eines Arbeitnehmers beschreibt das ausgewogene Verhältnis von Arbeits- und Privatleben. Theoretisch wissen wir das alle, dennoch scheint die Vereinbarkeit für viele von uns in der Praxis eher schwierig machbar zu sein. Aus diesem Grund fällt der Begriff „Work-Life-Balance“ häufig auch erst, wenn es längst zu spät ist. Nämlich dann, wenn die mangelnde Balance schon spürbar ist. Den Betroffenen fällt das Life-Management dann zusehends schwerer. Sie haben das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen.

Wie entsteht ein Ungleichgewicht?

Das Verhältnis von Job und Privatleben eines Arbeitnehmers hängt in Unternehmen in der Regel von den Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung ab. Das bedeutet konkret: Wie lange arbeitest du, wo arbeitest du und wie kannst du deine Arbeitszeiten planen? Sind einer oder mehrere dieser Faktoren schwer mit dem Privatleben zu vereinbaren, droht eine Schieflage der Work-Life-Balance und damit eine einhergehende Unzufriedenheit.

Wieso ist das Life-Management so ein Drahtseilakt?

Die Anforderungen der Arbeitswelt verändern sich heutzutage rasant. Entsprechend erwarten die meisten Unternehmen von ihren Mitarbeitern eine hohe Flexibilität. Wir müssen schneller, zielorientierter und gleichzeitig kreativer und kommunikativer arbeiten. Um am Ball zu bleiben, machen wir Überstunden, lassen die Mittagspause ausfallen oder schieben auch an den Wochenenden eine Extraschicht. Jeder Einzelne übernimmt mehr Eigenverantwortung, muss ständig erreichbar und mobil einsatzbereit sein. Wegen des permanenten Drucks fällt es schwer, in der Freizeit abzuschalten, bewusste Verschnaufpausen einzubauen. Deswegen lassen wir eine Laufrunde mit dem Kumpel auch eher ausfallen als einen Kundentermin. Im Rahmen einer Studie der Versicherung Cosmos Direkt und des Marktforschungsinstituts Forsa gaben 52 Prozent der befragten Arbeitnehmer an, auch außerhalb der Arbeitszeit für den Job erreichbar zu sein. Nur 35 Prozent der männlichen Studien-Teilnehmer bezeichneten ihre Work-Life-Balance als ausgewogen.

Eine Befragung des Statistik-Portals Statista und des sozialen Berufsnetzwerks Xing deutet eine ähnliche Richtung an:

© Statista 2015

Was macht die Work-Life-Balance so wichtig?

Klar, durch das perfekte Management von Karriere und Freizeit haben wir in erster Linie mehr Spaß im Job und können unsere Freizeit besser genießen. Unternehmen profitieren von einer höheren Einsatzbereitschaft und einer gesteigerten Identifikation des zufriedenen Mitarbeiters mit seinem Arbeitgeber. Wer Privatleben und Job in Einklang bringen kann, ist motivierter, produktiver und fehlt weniger oft. Eine dauerhafte Schieflage der Work-Life-Balance kann im schlimmsten Fall zu gesundheitlichen Problemen wie Schlafstörungen, chronischen Kopf- und Rückenschmerzen oder sogar Burnout führen. Viele Unternehmen wissen um den hohen Einfluss der Work-Life-Balance auf die Arbeitsmoral und die Zufriedenheit Ihrer Angestellten. Sie entwickeln daher Konzepte zur Erhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit. Oft bieten sie, je nach individueller Lebensabschnittsphase, unterschiedliche Modelle an, wie zum Beispiel eine flexible Arbeitszeitgestaltung, betriebliche Gesundheitsmaßnahmen oder eine Kinderbetreuung. Doch trotz betrieblicher Bemühungen liegt es im Interesse deiner selbst, auf dich zu achten.

Life-Management: Bist du noch im Gleichgewicht?

Bevor du Lösungen angehst, wie du dein Leben besser organisierst, ist es wichtig, deinen Ist-Zustand festzuhalten. Es ist heutzutage völlig normal, dass Job und Privatleben verschwimmen und per se ist das ja auch nicht unbedingt negativ. Allerdings machen wir uns im stressigen Alltag oft nicht bewusst, was uns vielleicht Bauchschmerzen bereitet oder für welche Dinge wir gerne mehr Zeit zur Verfügung hätten. Wer beispielsweise täglich stundenlang zum Arbeitsplatz pendelt oder auch nach Feierabend immer abrufbereit sein muss, dem fehlt die Zeit für Familie und Hobbys. Das führt auf Dauer zu Unlust, selbst wenn der Beruf Traumjobqualitäten hat.

6 Tipps, mit denen die Work-Life-Balance gelingt

Du musst nicht gleich dein ganzes Leben umkrempeln, um Entspannung in den alltäglichen Spagat zwischen Job und Freizeit zu bringen. Manchmal reicht es, wenn du beim Life-Management an wenigen kleinen Stellschrauben drehst.

1. Vereinbare Termine mit dir selbst

Die abendliche Laufrunde ist für deine Zufriedenheit genauso wichtig wie ein Meeting im Job. Deswegen solltest du ihr auch einen ähnlich hohen Stellenwert einräumen. Mache also feste Termine mit dir selber aus, trage beispielsweise die Joggingrunde in den Kalender ein und halte dich auch an Verabredung mit dir selbst.

2. Mach es dir einfacher

Zugegeben, es fällt oft schwer, nach Feierabend ins Fitnessstudio zu fahren. Leichter fällt die Bewegung, wenn du sie gleich mit dem Nützlichen verbindest. Nimm beispielsweise öfter mal das Rad zur Arbeit. Oder pack die Laufsachen ein und jogge nach Feierabend nach Hause. Auch private Termine lassen sich derart vereinbaren. Verabrede dich doch mal in der Mittagspause mit einem Freund oder leg den Ort für das Treffen auf den Weg, den du ohnehin von der Arbeit nach Hause nimmst.

3. Streiche Unwichtiges vom Zettel

Mach dir zum Wochenstart oder zu Beginn des Tages eine Liste mit allen beruflichen und privaten Aufgaben und Pflichten. Was nicht wirklich wichtig ist, streichst du. Ob das Badezimmer heute oder morgen geputzt ist, entscheidet nicht über dein Leben!

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4. Lass es die anderen machen

„Ich mach es schnell selbst.“ Wenn du dich selbst auch oft diesen Satz sagen hörst, solltest du dir darüber Gedanken machen, ob diese Lösung wirklich vermeintlich weniger Nerven kostet. Delegiere zeitraubende Aufgaben an Kollegen. Im Idealfall freuen sie sich sogar über die neue Verantwortung und du hast Zeit für Wichtigeres.

5. Sag „Nein“

Reiß dich nicht um Aufgaben, die normalerweise nicht zu deinen Verpflichtungen gehören. Lerne bestimmt, aber freundlich, „Nein“ zu sagen. Wenn dein Chef wünscht, dass du regelmäßig länger bleibst, um den Konferenzraum vorzubereiten, kannst du ihm vorschlagen, dass die Aufgabe beim nächsten Mal jemand anderes übernehmen kann – idealerweise reihum.

6. Genieße Erfolge

Wer ständig unter Druck steht, vergisst, sich Zeit dafür zu nehmen, die kleinen Erfolge im Alltag zu feiern. Das Meeting lief gut? Dann gönn dir eine entspannte Stunde im Job. Die Belohnung gibt dir Kraft, um danach wieder motiviert weiterzuarbeiten.

Veröffent­lichungsdatum: 29.08.2016
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