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Dein Rad ist nicht bloß ein Verkehrsmittel. Es verändert dein Leben – und zwar positiv. | © iStock.com/blyjak

Jeder Tritt lohnt: Durchs Radfahren wirst du zum besseren Menschen

Das Surren der Räder, das Klacken der Schaltung, Wind im Gesicht: Radfahrer wissen, warum sie ihr Rad lieben. Radeln verändert auch dein Leben – 7 gute Gründe.

Die Welt sieht von einem Fahrradsattel einfach anders aus – egal, ob du in der Stadt oder auf dem Land unterwegs bist. Dinge, die im Alltag sonst unendlich wichtig scheinen, rücken in den Hintergrund, wenn Landschaften an dir vorbeifliegen oder du gestresste Autofahrer im Stau stehen lässt. Aber nicht nur deshalb tut Radfahren gut.

Du verlängerst dein Leben

Es ist der naheliegendste Grund, dich aufs Rad zu schwingen: Mit jedem Tritt in die Pedale tust du etwas für deine Gesundheit. Der Ausdauersport kräftigt deine Muskeln, stärkt dein Herz-Kreislauf- und dein Immunsystem. Du regst den Stoffwechsel an und reduzierst dein Risiko für Übergewicht und erhöhten Blutdruck. Niederländische Forscher der Universität Utrecht fanden in einer Studie heraus, das regelmäßiges Radfahren die Lebenserwartung im Schnitt um 6 Monate erhöht und pro Jahr 65.000 vorzeitige Todesfälle verhindert.

Radfahrer leben länger: Radfahren beeinflusst Körper und Geist positiv. | © iStock.com/monkeybusinessimages

Du stärkst deine Psyche

Mindestens genauso großen Einfluss wie auf deine körperliche Verfassung hat Radfahren auf deinen Gemütszustand. Wenn du regelmäßig Fahrrad fährst, baust du Stress ab und wirst glücklicher – du beugst sogar einer Depression vor. Denn nach 30 bis 40 Minuten auf dem Rad schüttet dein Körper die stimmungsaufhellenden Hormone Serotonin und Endorphin aus, Stresshormone hängst du genauso ab, wie die Autofahrer im Stop-and-go-Verkehr. Weil du durchs regelmäßige Radfahren schnell fitter wirst, bekommst du ein besseres Körpergefühl und dein Selbstbewusstsein steigt.

Du respektierst deine Umwelt

Weil du dein Auto stehen lässt, schonst du nicht nur deinen Geldbeutel, du tust auch etwas gegen den Raubbau an der Natur. Auf dem Rad produzierst du weder Lärm, noch CO2, Feinstaub oder Stickoxide. Besonders auf der Kurzstrecke, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, tust du dem Klima so einen Gefallen. Zudem brauchst du als Radfahrer kaum Platz: Der motorisierte Straßenverkehr benötigt im Schnitt rund das Zehnfache der Verkehrsflächen. Städte verlangen viele Parkplätze, deshalb wird Boden versiegelt und verliert seine ökologische Funktion.

Ciao, Stau: Auf dem Rad hast du gestressten Autofahrern viel voraus. | © iStock.com/David_Sch

Du bist achtsamer, lernst Kleinigkeiten zu schätzen

Der blühende Raps, der kleine Bäcker an der Straßenecke oder Vogelgezwitscher – wärst du im Auto statt auf dem Rad unterwegs, entgingen dir solche schönen Details. Meist sind es die kleinen Dinge, die uns wirklich glücklich machen oder den alltäglichen Verpflichtungen ihren Schrecken nehmen. Du hattest einen stressigen Arbeitstag mit vielen unangenehmen Aufgaben? Dann wird dein Fahrrad zum Entschleuniger. Radfahren hat etwas Meditatives: Durch die regelmäßige Bewegung, den Sauerstoffschub und die pure Konzentration auf das Fahren, verstehst du plötzlich, was für dich wirklich wichtig und wohltuend ist.

Du wirst schlauer und einfallsreicher

Radfahren ist auch gut für dein Gehirn. Wenn du auf einen Geistesblitz wartest oder dich nicht entscheiden kannst, solltest du aufs Rad steigen. Denn die Bewegung sorgt für eine bessere Durchblutung und damit Sauerstoffversorgung deines Hirns. Da du beim Radfahren immer mal wieder unerwarteten Situationen ausgesetzt bist, schulst du dein Denken auch darin, kreative Lösungsansätze zu finden. Wenn du nicht jeden Tag den gleichen Weg fährst, trainierst du deinen Orientierungssinn. Und wer selbst mal am Rad schraubt oder den Reifen flickt, erweitert außerdem seine Geschicklichkeit und sein technisches Know-how.

Radfahren ist ein sozialer Akt: Durch Gleichgesinnte lernst du neue Strecken kennen. | © iStock.com/TFILM

Du wirst weltoffener

Auf dem Fahrrad „erfährst“ du die Welt im wahrsten Sinne des Wortes. Du bist in der Lage, in relativ kurzer Zeit eine verhältnismäßig große Distanz zurückzulegen. Unterwegs siehst du unterschiedliche Landschaften, hörst vielleicht sogar verschiedene Dialekte oder Sprachen. Obwohl du wunderbar alleine Kilometer machen kannst, hat Radfahren auch eine soziale Seite – es verbindet Menschen. Gleichgesinnte finden zusammen, motivieren sich gegenseitig oder zeigen einander neue Strecken.

Du bist ein Vorbild

Du fährst zwar keine 100-Kilometer-Runden, raffst dich aber auch bei schlechtem Wetter auf, um die 5 Kilometer zur Arbeit mit dem Rad zu fahren? Dafür darfst du dir auf die Schulter klopfen! Es kommt nämlich nicht auf Leistung, sondern auf Regelmäßigkeit an. Mit jeder einzelnen Minute, die du im Sattel verbringst, tust du etwas für dich und deine Umwelt – und das können sich andere von dir abschauen. Wer weiß, vielleicht motivierst du, ohne es zu wissen, deinen Kollegen oder Nachbarn, es dir gleichzutun.

Melanie Khoshmashrab
© Julian Fichtl

Über #BeatYesterday-Autorin Melanie Khoshmashrab


Wenn Sport- und Lifestylejournalistin Melanie nicht gerade am Schreibtisch schöne Sätze formuliert, ist sie in der Natur und treibt ihren Puls in die Höhe – am liebsten in Laufschuhen im Gelände, während des Gipfelsturms am Berg oder auf dem Rennrad. Sie ist fest davon überzeugt: Wenn du dich und dein Innerstes entdecken willst, musst du nach draußen gehen.

Veröffent­lichungsdatum: 07.02.2019
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21.11.2018

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