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Das Brustschwimmen, international Breaststroke genannt, ist technisch sehr anspruchsvoll. | © iStock.com/takoburito

Brustschwimmen richtig lernen: der korrekte Armzug und Beinschlag

Brustschwimmen lernt man meistens zuerst. Doch viele beherrschen den Schwimmstil nicht richtig. Mit diesen Techniktipps schwimmst du schneller und gleichmäßiger.

Wer als Kind schwimmen lernt, übt in der Regel als erstes das Brustschwimmen. Die älteste Schwimmart gilt als einfach, doch so einfach ist der Schwimmstil nicht. Vielmehr ist das Brustschwimmen, international Breaststroke genannt, technisch anspruchsvoll. Viele Freizeitschwimmer machen Fehler beim Ablauf, der Wasserlage und vor allem beim Beinschlag. Wer die häufigsten Fehler kennt, kann das Brustschwimmen richtig lernen und effizienter schwimmen!

Häufige Fehler beim Brustschwimmen

Sich auf dem Bauch irgendwie über Wasser halten und ein paar Bahnen schwimmen, kann jeder mit Seepferdchen-Abzeichen. Technisch richtiges Brustschwimmen haben aber die wenigsten gelernt. Hier eine Auswahl typischer Fehler, die du beim Brustschwimmen vermeiden solltest:

  • Dein Kopf bleibt die ganze Zeit über Wasser, du legst ihn weit in den Nacken. Das belastet die Halswirbelsäule unnötig und führt früher oder später zu Verspannungen.
    So machst du es besser: Vor dem Armzug den Kopf zum Einatmen aus dem Wasser nehmen, während der Gleitphase unter Wasser ausatmen und den Blick zum Beckenboden richten.
  • Deine Wasserlage ist mehr vertikal als waagerecht. Dein Gesäß ist weit abgesenkt, was sich negativ auf deine Wasserlage auswirkt.
    So machst du es besser: Du liegst in Stromlinienform im Wasser, hältst das Gesäß oben.
  • Du bewegst Arme und Beine gleichzeitig.
    So machst du es besser: Erst den Armzug vollständig ausführen, dann Beinschlag den Beinschlag!
  • Du arbeitest mit deinen Beinen nicht synchron und stößt dich mit nach außen gedrehten Füßen kraftvoll ab wie ein Frosch. Das nennt sich Stoßgrätsche und ist nicht effizient.
    So machst du es besser: Forme mit deinen Beinen ein Herz. Dazu weiter unten mehr.
Wichtig

Rhythmus und Timing der Bewegungen sind entscheidend beim Brustschwimmen: Einatmen und mit Abtauchen des Kopfes den Armzug ausführen. Danach folgt ein kräftiger Beinschlag und im Anschluss die Gleitphase unter Wasser, bei der du ausatmest.

Brustschwimmen lernen: der Beinschlag

Dein Hauptantrieb beim Brustschwimmen ist der Beinschlag, nicht der Armzug. Der Beinschlag ist eine komplexe Bewegung, die vielen Schwimmern Probleme bereitet. Hobbyschwimmer erreichen den Vortrieb oftmals fast nur über die Arme. Der Kraftaufwand im Oberkörper bringt  jedoch wenig, wenn die Beinbewegung nicht optimal ist. Du möchtest richtig Brustschwimmen lernen? Dann fokussiere dich zunächst auf den Beinschlag. Wenn der sitzt, widmest du dich dem Armzug.

Beim Brustschwimmen ziehst du deine Beine nach dem Armzug an und bewegst dabei deine Fersen zum Gesäß. Deine Zehen sind angezogen, deine Knie zeigen weitestgehend nach unten. Danach stößt du dich mit nach außen und abwärts gerichteten Füßen ab, formst dabei mit deinen Unterschenkeln einen Halbkreis. Von oben betrachtet entsteht mit Fantasie ein Herz. Die Hüfte bleibt möglichst an der Wasseroberfläche. Abschließend führst du deine Beine mittig wieder zusammen und gleitest.

Wichtig: Deine Beine bleiben bis auf den Kick geschlossen. Die Beinschlagbewegung kommt aus deinen Unterschenkeln, deine Knie bewegst du nicht weiter auseinander, als deine Hüfte breit ist.

Dieses Video verdeutlicht den Bewegungsablauf beim Beinschlag:

Video

Um den korrekten Beinschlag beim Brustschwimmen zu lernen, empfehlen wir diese Übungen:

  • Halte dich am Beckenrand mit ausgestreckten Armen fest und übe nur den Beinschlag.
  • Wechsel in die Gleitposition und halte ein Schwimmbrett vor dich, auf das du deine Unterarme legst. Konzentriere dich wieder nur auf deine Beine und finde einen Rhythmus.
  • Drehe dich auf den Rücken und übe die Beinbewegung. Mit kleinen Handbewegungen hältst du dich über Wasser.

Brustschwimmen lernen: der Armzug

Führe deine geschlossenen Handflächen mit nach oben zeigenden Daumen schnell und gerade nach vorn: Du teilst quasi das Wasser vor dir. Drehe jetzt deine Handflächen um 90 Grad nach unten und öffne deine Arme etwas mehr als schulterbreit. Führe deine Arme mit angewinkelten und hochgezogenen Ellenbogen zu dir. Während des Armzugs ist dein Blick nach unten gerichtet, dein Kopf unter Wasser.

Achte darauf, dass du deine Handflächen unter dir nach innen zum Brustkorb bewegst. Deine Arme machen keinen großen, seitlichen Halbkreis! Nun die Handflächen nach oben drehen, als würdest du dir etwas in den Mund schieben. Den Kopf zum Einatmen kurz aus dem Wasser heben und die Hände nach vorn katapultieren. Kopf wieder absenken, es folgen Beinschlag und Gleitphase.

Das folgende Video zeigt den Armzug im Detail:

Video
Veröffent­lichungsdatum: 19.12.2018
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