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© iStock.com/Jacob Ammentorp Lund

Muskelaufbau beim Schwimmen: Welcher Stil ist wofür gut?

Schwimmen eignet sich perfekt zum ganzheitlichen und gelenkschonenden Muskelaufbau. Doch jeder Schwimmstil beansprucht die Körperteile unterschiedlich stark.

1. Brustschwimmen für den ganzheitlichen Muskelaufbau

Viele Hobbyschwimmer empfinden das Brustschwimmen als den angenehmsten der vier gängigen Schwimmstile. Das liegt sicherlich auch daran, dass das entspannte Fortkommen im Wasser in Brustlage am wenigsten anstrengend ist. Wenn du das Brustschwimmen jedoch sportlich angehst, wirst du untrainiert schnell an deine Grenzen gelangen. Denn für diese Art der Fortbewegung benötigst du eine ganze Reihe von Muskeln. Technisch richtig ausgeführt ist das Brustschwimmen im Vergleich zum Kraul- und Rückenschwimmen die kraftaufwendigste und technisch anspruchsvollste Variante.

Die Unter- und Oberarme werden beim Brustschwimmen stark beansprucht, um die Hände als Wasserschaufel möglichst gut zu unterstützen. Durch die ausladenden Züge trainierst du nicht nur deine Schultermuskulatur bis in den hinteren Bereich, sondern sehr intensiv auch den Latissimus, den großen Rückenmuskel, synchron auf beiden Seiten. Die Brustmuskulatur wird durch die Armbewegung ebenfalls beschäftigt – mehr als bei jedem anderen Schwimmstil.

Die Beinarbeit ist beim Brustschwimmen komplex, da du dich im Wasser sowohl abstößt als auch die Beine wieder in die Hocke ziehst. Dadurch wird die komplette Beinmuskulatur gestärkt, insbesondere die des vorderen und hinteren Oberschenkels. Die typische Beinbewegung trainiert zudem die Bauchmuskeln sowie die hinteren Rumpfmuskeln im Rückenbereich.

Wichtig: Tauche mit dem Kopf bei den langen Schwimmzügen ruhig unter Wasser, sonst riskierst du bei langen Einheiten Verspannungen im Nacken.

© iStock.com/quintanilla

2. Kraulschwimmen macht Tempo

Am schnellsten kannst du dich mit der Kraultechnik durchs Wasser bewegen. Die richtige Ausführung spielt bei diesem Schwimmstil jedoch ebenfalls eine große Rolle. Ungeübt kommst du oft schon nach einer Bahn aus der Puste, doch nach einiger Zeit profitieren deine Kraft und deine Ausdauer immens. Ganz oben stehen beim Kraulen die Schulter- und die Armmuskulatur, die durch die Kraulbewegung stark beansprucht werden. Aber auch die Muskeln im Rücken sind immens gefordert. Rumpf-, Bauch-, Gesäß- und Beinmuskeln unterstützen die typische Kraulbewegung. Bei letzteren insbesondere der Hüftbeuger und Hüftstrecker.

Beim Kraulen kannst du dich außerdem diverser Hilfsmittel bedienen, um spezielle Körperbereiche besonders zu fordern. Mit einem Schwimmbrett zwischen den Händen musst du den Vortrieb alleine mit den Beinen bewerkstelligen, Auftriebshilfen verstärken dagegen das Training deiner Arme. Empfehlenswert ist das Kraulen außerdem aufgrund der guten Wasserlage. Nacken, Knie und die Hüftgelenke werden durch diese Technik entlastet.

© iStock.com/microgen

3. Rückenschwimmen hilft der Wirbelsäule

Für Menschen mit einer schwachen Rückenmuskulatur ist Rückenschwimmen im Rückenkraul-Stil optimal geeignet. Die Wirbelsäule und der Nacken werden durch die Lage im Wasser einerseits entlastet, andererseits baut dieser Schwimmstil vor allem im unteren Rückenbereich und im Gesäß Muskeln auf, die den Rücken stabilisieren. Wie beim Kraulen trainierst du auch beim Rückenschwimmen die Armmuskulatur, da ein Großteil des Vorschubs durch die Armarbeit erzielt wird. Bei der Beinarbeit sind deine Oberschenkel die Hauptakteure, die von der Hüftmuskulatur unterstützt werden. Auch die Schultermuskulatur wird in die Bewegung mit einbezogen, ebenso hilft die Bauchmuskulatur, den Körper zu stabilisieren. Rückenschwimmen beugt übrigens auch einer Hohlkreuzhaltung vor, wie sie häufig bei reinen Brustschwimmern zu beobachten ist.

© iStock.com/microgen

4. Hoher Kalorienverbrauch beim Delfinschwimmen

Wenn du mal versucht hast, dich im Delfinstil durchs Wasser zu pflügen, weißt du, was du danach getan hast. Dieser Schwimmstil, der auch Schmetterling genannt wird, ist der anspruchsvollste und auch kraftraubendste. Der Kalorienverbrauch beim Schwimmen in Bezug zur absolvierten Strecke ist damit am höchsten. Du solltest dir die richtige Technik aber auf jeden Fall von einem Experten beibringen lassen, um Haltungsschäden zu vermeiden. Die Arme und Schultern werden beim Delfinschwimmen derartig belastet, dass du froh sein kannst, wenn du eine Bahn durchhältst. Zudem kommt der Rumpfmuskulatur beim Delfin eine große Bedeutung zu.

© iStock.com/ChesiireCat
Veröffent­lichungsdatum: 23.08.2017
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