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„Wir machen schon lange so wilde Sachen“

Bergabenteuer extrem: Philipp Wehnelt und seine vier Kumpels erlebten für eine Woche ihre ganz eigene #BeatYesterday-Challenge. Einmal Zugspitze und zurück!

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Es klingt beim ersten Hinhören wie das übereifrige Abenteuer einer Gruppe von Männern in der Midlife-Crisis. Fünf Typen, alle um die 50, mit dem unbändigen Willen, ihr persönliches Extremabenteuer zu erleben. Raus aus München, rein in die Natur. Endlich die Kraft der Berge spüren, den Regen auf der Haut und den Schmerz in den Muskeln. Der Unterschied: Philipp Wehnelt und seine „Jungs“ kennen sich nicht nur bereits seit fast 30 Jahren, sondern haben schon unzählige Abenteuer in der freien Wildbahn erlebt, um dem Alltag und der Arbeit am Schreibtisch zu entfliehen. Zig Marathonläufe oder das Trondheim-Oslo-Radrennen. Skifahren, Klettern und Bergwanderungen gehören, je nach Jahreszeit, eh zum normalen Sportprogramm. Im Interview mit #BeatYesterday sagt er: „Oh ja, wir machen schon lange so wilde Sachen. Wir sind alle emotional sehr stark mit den Bergen verbunden und haben regelmäßig den Drang, gemeinsam dorthin aufzubrechen und etwas Außergewöhnliches zu tun. Vielleicht ist es einfach nur der heimliche Wunsch, aus unserem gewohnten und sicheren Umfeld auszubrechen. So ein typisches Männerding halt!“ Mitte Juli 2018 wurde es für den IT-Experten und seine Freunde Zeit für einen neuen, ganz besonderen Kick: Rauf auf den höchsten Berg Deutschlands in einer ganz persönlichen Zugspitz-Challenge.

Ihre Abenteuer-Tour – ein einziges Auf und Ab

Für die selbst kreierte Tour de Force stand folgende Reiseroute auf dem Plan: Mit dem Rennrad vom Münchner Marienplatz nach Garmisch (Tag 1), über das Höllental auf die Zugspitze (Tag 2), Wanderung zum Jubiläumsgrad und mit dem Tandem-Gleitschirm vom Osterfelderkopf zurück nach Garmisch (Tag 3), anschließend mit dem Mountainbike nach Lenggries (Tag 4), danach mit dem Rafting-Boot bis Schäftlarn (Tag 5) und schließlich laufend zurück zum Marienplatz (Tag 6). Als Begleiter waren zwei Freunde dabei, die im Auto an die erreichbaren Routen-Knotenpunkte kamen, um das Team mit notwendigem Equipment zu versorgen. Gesamtstrecke: 276 Kilometer und über 1.700 Höhenmeter.

Zum Start gleich die volle Ernüchterung

Das maßgeschneiderte Abenteuer stand eigentlich unter keinem guten Stern: „Mein Kumpel Tom hatte sich kurz zuvor beim Go-Kart-Fahren noch eine Rippenprellung zugezogen. Was für eine Hiobsbotschaft. Für ihn war damit leider nur die Radtour bis zum Höllental möglich“, sagt Philipp. Und es sollte zunächst nicht besser werden. Am Ende des ersten Tages in den Bergen übernachteten die bayerischen Abenteurer in einer Biwakschachtel. Zwölf Stunden waren sie bereits gewandert, hatten zu wenig Wasser dabei und schauten erschöpft ins Tal, wo sich ein Gewitter zusammenbraute. Ein schlechtes Zeichen zur falschen Zeit? „Das war gefühlsmäßig unser erster Tiefpunkt“, sagt Philipp, „aber trotzdem schweißt das die Gruppe zusammen. Es ist ja nicht so, dass alle gleichzeitig frustriert sind, sondern das kommt abwechselnd. Und wenn du dann merkst, wie man sich gegenseitig wieder motiviert und die Tiefpunkte überwindet, dann ist das einfach großartig.“ Für ihn auch sein persönlicher #BeatYesterday-Moment? „Auf jeden Fall. Egal, ob du einen Marathon läufst, ein Radrennen bewältigst oder einen Berg besteigst: Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt irgendwann der Augenblick, in dem du anfängst zu zweifeln oder du Schmerzen hast. Dass du dich dann im Team oder mit der Anfeuerung von Zuschauern aus diesem Tief befreien kannst, sorgt bei mir jedes Mal wieder für absolute Gänsehaut und den nötigen Adrenalinkick“, sagt Philipp.

Egal, ob du einen Marathon läufst, ein Radrennen bewältigst oder einen Berg besteigst: Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt irgendwann der Augenblick, in dem du anfängst zu zweifeln oder du Schmerzen hast.

Philipp Wehnelt

Über den Wolken muss das Abenteuer wohl grenzenlos sein

Trotz aller Motivationskünste – ein Spaziergang war es für Philipp, Markus, Volker und Alexander fortan aber trotzdem nicht. Das Wetter wurde zwar zunächst wieder besser, zeigte sich dann aber von seiner wechselhaften Seite. Und was die Flaute für den Segler, ist der Regen für Wanderer und Bergsteiger: Ein extrem ungebetener Gast, der für schlechte Laune sorgt. Angekommen auf dem Jubiläumsgrat, musste der anvisierte Gleitschirmflug verschoben werden. Zu starker Wind und Regen machten einen Start unmöglich. „Das Wetter in den Bergen schlägt leider stets sehr schnell um und kann zur Gefahr werden. Wir mussten also unseren Eifer etwas bremsen – und warten“, so Philipp. Erst Stunden später klarte der Himmel wieder auf und das Quartett konnte mit dem Gleitschirm zurück ins Tal fliegen.

Mit dabei: Coole und praktische Produkte von Garmin

Klar, dass Philipp und seine Begleiter nicht blauäugig ins Abenteuer aufbrachen. Mit im Gepäck hatten sie verschiedene Garmin-Geräte, etwa eine vívosport, zwei Fenix-3-Uhren, zwei Fenix-5-Uhren, einen Edge-Explore-Fahrrad-Computer und das GPS-Gerät eTrex 30 für die richtige Route in den Bergen. „Wir haben uns bereits in den Wochen vor unserer Challenge über die Garmin-Connect-Plattform miteinander verbunden und geguckt, wie die anderen gerade trainieren. Das hat jeden Einzelnen noch einmal zusätzlich gepusht und die Vorfreude erhöht“, sagt Philipp.

Kein Abenteuer ohne Pannen – aber die Männer wussten sich zu helfen

Abgesehen von Wetter-Kapriolen blieb jedes Malheur unterwegs überschaubar: Zwei Radpannen hatten sie auf ihrer Mountainbike-Strecke, bei der sie jeweils den Schlauch wechseln mussten. „Auf der Strecke habe ich auch ganz neue Erfahrungen gemacht“, erinnert sich Philipp, der nach eigenen Aussagen eigentlich kein sonderlich guter Mountainbikefahrer ist. „Ich bin zum ersten Mal ein 27,5 Zoll-Rad mit einer ganz anderen Übersetzung gefahren. Das war wie ein Erweckungsmoment für mich. Plötzlich ging alles ganz leicht, vor allem das bergauf fahren.“

Im Ziel der Träume? Noch lange nicht – auf zu neuen Ufern!

Nach einer 38 Kilometer langen Rafting-Strecke im Schlauchboot, ging es am letzten Tag in die finale Etappe: Als Sahnehäubchen liefen sie 24 Kilometer zurück zum Marienplatz – eine Strecke, länger als ein Halbmarathon! „Als wir im Ziel ankamen, waren wir adrenalisiert. Es herrschte pure Euphorie bei uns“, sagt Philipp. Erschöpft und glücklich fielen sich die vermeintlichen Midlife-Crisis-Männer in die Arme und schrien ihre Freude in den Münchener Sommerhimmel. Und das nächste Abenteuer? Soll schon bald kommen: „Wir wollen so etwas auf jeden Fall noch einmal machen, dann wollen wir das aber größer aufziehen und mit einer Charity-Aktion verbinden.“ Im kommenden Jahr soll es schon einmal eine dreitägige Sprint-Challenge geben. Keine Frage, für Philipp und seine Jungs gibt es noch viel zu tun.

Als wir im Ziel ankamen, waren wir adrenalisiert. Es herrschte pure Euphorie bei uns.

Philipp Wehnelt

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