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Barfußschuhe sollen das Gehen und Laufen ohne Schuhe nachempfinden und so ein natürliches Gehgefühl vermitteln. | © iStock.com/puhimec

Barfußschuhe – für einen besseren Auftritt

Barfußschuhe fördern den natürlichen Gang. Von den Minimalschuhen ohne Dämpfung sollen vor allem Läufer profitieren, da sie anders auftreten müssen.

Sie sollen das Gehen und Laufen ohne Schuhe nachempfinden und so ein natürliches Gehgefühl vermitteln. Die dünnen Barfußschuhe, auch Minimalschuhe genannt, sehen entweder wie Handschuhe für die Füße aus, dann handelt es sich um sogenannte Zehenschuhe (Fivefingers). Oder sie gleichen optisch Sneakern und Freizeitschuhen – es gibt aber auch spezielle Barfußschuhe für Läufer.

Ohne Schuhe zu laufen, das liegt in unserer Natur. Wie das Barfußgehen richtig funktioniert, haben sich viele durch das Tragen von zu bequemen Schuhe abgewöhnt – sie können es sich aber wieder aneignen! Mehr zum Thema „Natural Running“ kannst du im Artikel Barfußlaufen lernen nachlesen.

Zu Hause barfuß zu laufen, damit haben die wenigsten ein Problem. Anders sieht es aus, wenn man die Wohnung verlassen will. Barfuß zum Bäcker? Die Füße werden schmutzig, der Boden ist kalt, alle schauen seltsam. Hier kommen die Minimalschuhe ins Spiel: Sie schützen vor spitzen Steinen, Glasscherben und Dreck, bieten jedoch trotzdem die Vorteile des Barfußlaufens.

Um ein Missverständnis zu beseitigen: Barfußschuhe musst du nicht zwingend barfuß tragen. Lediglich in den Zehenschuhen ist kein Platz für Socken – in Lauf-Minimalschuhen kannst du sie tragen.

Was die Minimalschuhe auszeichnet

Barfußschuhe haben eine extrem dünne Sohle, sind sehr leicht und flexibel. Sie bieten den Füßen mehr Freiraum als normale Schuhe. Gedämpft sind sie nicht, was zur Folge hat, dass du anders auftreten musst als üblich: Es gilt, auf dem Fußballen zu landen, nicht auf der Ferse. Mit Barfußschuhen machst du zudem kleinere, schnellere und federnde Schritte. Deine Körpermitte befindet sich nicht hinter, sondern über deinen Füßen. Das ist anfangs ungewohnt und ein wenig Übungssache.

Barfußschuhe bieten den Füßen mehr Freiraum als normale Schuhe. | © iStock.com/Ulianna

Barfußschuhe: die Vorteile

Minimalschuhe geben den Füßen keinen zusätzlichen Halt, das Gehen ähnelt dem natürlichen Barfußgang. Vor allem Läufer können von Barfuß-Laufschuhen profitieren: Sie müssen verstärkt mit dem Vorderfuß auftreten. Das Sprunggelenk muss mehr arbeiten, das Kniegelenk wird weniger belastet. Die Füße bekommen eine bessere Rückmeldung über den Untergrund, und die vielen kleinen Fußmuskeln müssen automatisch stärker ausgleichen. Dadurch verbessert sich das Gleichgewichtsgefühl.

Hier findest du Tipps, mit denen du deinen Laufstil allgemein verbessern kannst.

Barfußschuhe: die Nachteile

Barfußschuhe können dein sonstiges Schuhwerk nicht von jetzt auf gleich ersetzen – das Gehen und Laufen mit den Spezialschuhen ohne Dämpfung musst du erst lernen, nimm dir Zeit dafür. Ein langsamer Umstieg ist ratsam, die Muskulatur ist anfangs meist noch nicht ausgeprägt genug und muss sich an den Umstieg anpassen. Und zwar Schritt für Schritt, sonst drohen Überlastungen.

Deine 10-Kilometer-Laufrunde kannst du nicht sofort mit einem Minimalschuh absolvieren. Steigere dich langsam, die Eingewöhnungsphase kann durchaus ein halbes Jahr dauern.

Barfußschuhe haben den Nachteil, dass sie nicht für jeden Fuß geeignet sind. Wer eine Fußfehlstellung hat oder Rückenprobleme, sollte vorsichtig sein. Mache im Zweifel eine professionelle Laufanalyse und frage einen Sportmediziner, ob die Schuhe zu dir passen.

Betrachte Minimalschuhe mehr als Trainingsgerät, um deinen Laufstil zu verbessern beziehungsweise natürlicher zu gestalten. Dauerhaft sind die dünnen Treter kein Ersatz für einen guten, an Fußform und Laufstil angepassten Laufschuh!  Insbesondere beim Trailrunning erweist sich die fehlende Dämpfung als Nachteil – spitze Steine und Wurzeln können schmerzen, wenn du mit der dünnen Sohle, also quasi barfuß, darauf trittst.

Barfußschuhe gibt’s auch aus Naturstoffen und recycelten Materialien

Der Nike Free war 2004 der erste sportliche Barfußschuh auf dem Markt. Der Sneaker hatte viele Fans, weil er extrem leicht und flexibel war und stylish aussah. Adidas und Co. entwickelten im Anschluss auch eigene Modelle. Darüber hinaus gibt es inzwischen diverse Hersteller, die sich auf Barfußschuhe für Sport, Freizeit und sogar Business spezialisiert haben. Einige von ihnen nutzen vorwiegend natürliche, teilweise vegane und nachhaltige Materialien. Die Sohlen bestehen gewöhnlich aus recycelten Autoreifen oder Kunststoffen, die Schuhe haben Bestandteile aus Biobaumwolle, Bambus, Hanf, Leder, Leinen, Kautschuk oder Kork. Die Preise: 80 bis 200 Euro. Zu den bekanntesten Brands gehören:

Veröffent­lichungsdatum: 10.01.2019
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