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Achillessehne schmerzt beim Laufen: Was tun?

Falsches Schuhwerk, fehlendes Aufwärmen, Überbelastung – wenn die Achillessehne schmerzt, kommen verschiedene Ursachen infrage. Was du tun kannst.

Achillessehne – die kräftigste Sehne im Körper

Die Achillessehne leistet Unglaubliches in unserem Körper: Sie ist dafür zuständig, dass die Kraft der Wadenmuskulatur auf unsere Füße übertragen wird. Mit jedem Schritt, den wir gehen, federt sie ein Vielfaches unseres Körpergewichts ab. Beim Laufen muss die Achillessehne sogar eine Kraft von etwa dem achtfachen Körpergewicht abdämpfen – und das über weite Strecken! Vermutlich deshalb ist sie die stärkste Sehne des menschlichen Körpers.

Warum schmerzt die Achillessehne? Die Ursachen

Auch wenn sie vieles aushält, ist die Achillessehne natürlich nicht unverwundbar. Das bekam bereits Achilles, der sagenumwobene Held der griechischen Mythologie, zu spüren. Aber auch wir Normalsterblichen können von verwundbaren Achillessehnen ein Liedchen singen. Insbesondere Läufer schmerzt sie immer wieder einmal. Warum eigentlich? Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  • Überbelastung (etwa durch zu viel Sport und/oder fehlende Regenerationsphasen)
  • Fehlbelastung (die Beine und/oder Füße werden einseitig beansprucht, was Schmerzen an der Achillessehne verursachen kann)
  • Falsche Laufschuhe (beispielsweise instabil oder zu steif. Aber auch zu stark gedämpfte Treter können die Achillessehne langfristig reizen)
  • Laufen auf unstetem Untergrund
  • Viele Hügelläufe, die die Wadenmuskeln sehr beanspruchen
  • Falsche Lauftechnik (etwa einseitiges Vorfußlaufen)

Untrainierte, die sich von 0 auf 100 in ihre alte Form torpedieren wollen, sind von der Laufverletzung besonders häufig betroffen. Die ungewohnte Belastung ist eine maximale Herausforderung für die Achillessehne.

Übrigens: Männer haben fünfmal häufiger Probleme damit als Frauen. Und letztere sind meist aus anderen Gründen betroffen: Beispielsweise dann, wenn sie von Schuhen mit Absätzen auf Joggingschuhe umsteigen.

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Symptome einer gereizten, entzündeten oder gerissenen Achillessehne

Was passiert eigentlich, wenn die Achillessehne schmerzt? Bei einer Reizung lagern sich Entzündungseiweiße sowie Flüssigkeit ein, wodurch die Sehne anschwillt. Nun kann sie nicht mehr richtig gleiten, was Schmerzen verursacht und die Beweglichkeit mindert. Die Achillessehne ist entzündet. Passiert das häufiger, kann es sogar zu einem Achillessehnenriss kommen. Die Anzeichen dafür sind ein hörbarer Knall, gefolgt von abrupten, höllischen Schmerzen und einer Schwellung der Wadenrückseite. Wenn dir das einmal passiert – hoffentlich nie –, benötigst du sofort ärztliche Behandlung.

Wenn die Achillessehne entzündet oder gereizt ist, sind die Symptome nicht ganz so fatal, aber ebenso leidlich: Typisch sind dumpfe, stechende oder diffuse Schmerzen, die auftreten, wenn der Achillessehnenbereich belastet wird. Häufig wird das Unwohlsein in Fersennähe wahrgenommen. Außerdem macht sich das Elend häufig morgens nach dem Aufstehen bemerkbar. Wird die Achillessehnenentzündung chronisch, kann man sogar Knoten ertasten, die durch vernarbtes Gewebe entstehen.

Achillessehnenentzündung oder nicht? Die Diagnose

Mittels eines Ultraschalls kann der Arzt diagnostizieren, ob sich in der Sehne Flüssigkeit eingelagert hat. Anhand weiterer körperlicher Untersuchungen kann außerdem überprüft werden, ob womöglich fehlerhafte Bewegungen für das Leid verantwortlich sind. Dafür wird das Ablaufmuster der Schuhsohle genau in Augenschein genommen.

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Wenn die Achillessehne schmerzt: Schonprogramm einlegen

Mit Schmerzen im Bereich der Achillessehne kennst du dich aus? Dann ist es an der Zeit, was dagegen zu tun. Du kannst aus einer Bandbreite verschiedener Therapiemöglichkeiten schöpfen. Jetzt gilt es nur herauszufinden, was dir persönlich hilft. Wichtig: Ein Arztbesuch ist unumgänglich, um die genauen Ursachen zu ermitteln und zu bekämpfen – insbesondere, wenn eine Fehlstellung für deine Qualen verantwortlich ist.

Solange die Symptome präsent sind, solltest du etwa ein bis zwei Wochen einen Gang zurückschalten. Lege am besten eine Laufpause ein und weiche auf gelenkschonendere Sportarten aus, zum Beispiel Schwimmen oder Radfahren. Fußball, Tennis oder ein anderer Ausdauersport sind dagegen erst einmal tabu.

Bei akuten Schmerzen versuche es außerdem mit folgenden Anwendungen:

  • Kühle dein Bein, etwa mit Gelkissen. Eiswürfelmassagen sollen ebenso hilfreich sein, um die Durchblutung anzuregen.
  • Lagere das betroffene Bein hoch.
  • Wende entzündungshemmende Salben an, die du vorsichtig mit einer mittelharten Zahnbürste einmassierst.
  • Versuche es mit gepolsterten Sohlen und Fersenerhöhungen. Damit nimmst du den Zug von der Sehne und entlastest sie.

Deine Schmerzen sind chronisch? In diesem Fall kannst du es auch mit Wärmeanwendungen probieren. Sie fördern die Durchblutung der Achillessehnen. Weiterhin können Ultraschallbehandlungen Linderung verschaffen.

Hin und wieder verschreiben Sportmediziner auch spezielle Enzympräparate. Da die Achillessehnen aber nur schwach durchblutet sind, greifen derartige Maßnahmen meist nur sehr langsam.

Achillessehne tapen und Durchblutung fördern

Gut durchblutete Achillessehnen verschaffen Linderung. Das haben wir bis hier hin festgestellt. Neben Kälte- und Wärmebehandlungen fördern auch Tapes die Blutzirkulation. Überlasse das Taping anfangs am besten einem Mediziner. Er wird dir zeigen, worauf du dabei achten musst.

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Achillessehnenentzündung vorbeugen: Tipps

Laufe im Park oder im Garten einfach mal barfuß auf dem Rasen. Das Grün unter deinen nackten Fußsohlen bekommt deinen Fußmuskeln ausgezeichnet – insbesondere, wenn du häufiger auf nackten Sohlen läufst. Außerdem solltest du dein Ausdauertraining mit Kraftübungen kombinieren, um deine Waden und Füße zu stärken. Dehnungsübungen sind ebenfalls hilfreich, um Probleme im Bereich der Achillessehnen zu verhindern. Dass du nie einfach drauf losrennen solltest, versteht sich von selbst. Wärme stets deine Muskeln auf, bevor du deine Runden drehst.

Veröffent­lichungsdatum: 21.09.2017
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