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Schienbeinschmerzen beim Laufen: So beugst du vor

Das Schienbeinkantensyndrom verursacht höllische Schmerzen. Lies hier, was du gegen Schienbeinschmerzen beim Laufen tun kannst und wie du vorbeugst.

Muskelzerrung oder Schlimmeres?

Wenn du oft und ambitioniert läufst, sind Schmerzen rund um das Schienbein keine Seltenheit. Diese müssen nicht dramatisch sein, es kann sich zum Beispiel einfach nur um eine leichte Muskelzerrung handeln. Derartige Schmerzen sollten nach einer kurzen Laufpause wieder verschwinden. Bleiben sie jedoch bestehen und verschlimmern sich sogar, bis du bei jedem Laufschritt einen stechenden Schmerz verspürst, kann es sich um das Schienbeinkantensyndrom handeln, auch Shin Splints genannt. Ursache der Schmerzen ist dann in der Regel eine entzündete Knochenhaut.

Das sind die Anzeichen für ein Schienbeinkantensyndrom

Zumeist entsteht zunächst ein Druckgefühl an den Innenseiten der Schienbeine. Dort, wo der Muskel an der Knochenhaut der Schienbeinkante ansetzt. Nach fortdauernder Belastung ist oft schon ein deutlicher Druckschmerz zu spüren. Der Schmerz weitet sich dann soweit aus, dass er nach Beginn eines Laufes sofort auftritt und nach dem Ende der Belastung wieder abklingt. Später hält der Schmerz auch bis weit nach Laufende an – schließlich kann es so weit kommen, dass kein Training mehr möglich ist.

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Die Ursache für Schienbeinschmerzen beim Laufen

Das Muskel- und Skelettsystem des Beines muss beim Laufen heftige Stöße absorbieren. Überlastet du dieses System durch zu intensives Training, kann das zu einer Entzündung am Ansatz der Muskelsehne am Knochen führen. Doch Überlastung ist nicht der einzige Grund, der Schienbeinschmerzen beim Joggen nach sich ziehen kann. Die Anatomie des menschlichen Körpers ist unterschiedlich – je nachdem, wie du beim Laufen auftrittst, wie dein Fuß gebaut ist und deine Muskeln beschaffen sind, können Verletzungen am Schienbein entstehen.

So behandelst du Schienbeinschmerzen

Auch wenn du das vielleicht nicht hören willst: Mit einer Spritzkur oder Ähnlichem ist es in den meisten Fällen nicht getan. Fast jeder Arzt wird dir wohl zu einer Sportpause raten, die in der Regel mehrere Wochen andauert, wenn das Schienbein schmerzt. Das ist besonders bitter, wenn du dir für die nächste Zeit sportlich viel vorgenommen hast und es mit dem Training vielleicht gerade deshalb ein wenig übertrieben hattest – und nun wieder zum Nichtstun verdammt bist.

Aber hier ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste: Denn heilt die Verletzung nicht aus, kann sie chronisch werden. Während der Schonzeit sind Kalt-warm-Bäder und Salbenverbände eine Möglichkeit, die Genesung zu unterstützen. Ärzte empfehlen manchmal auch eine physiotherapeutische Behandlung, bei der die sogenannten Triggerpunkte behandelt werden. Viele Läufer haben auch mit Stoßwellen-, Elektrotherapien oder Ultraschallbehandlungen gute Erfahrungen gemacht.

So beugst du Schienbeinschmerzen vor

Du kannst zum Glück selbst diverse Maßnahmen treffen, damit es gar nicht erst zum Trainingsausfall-GAU durch Schienbeinprobleme kommt. Ein ganz wichtiges Kriterium, damit die Schienbeinschmerzen beim Laufen nicht wiederkommen, ist die Wahl der passenden Laufschuhe. Dabei kommt es nicht nur auf gute Verarbeitung und gutes Material an, sondern vor allem auf deinen Laufstil sowie deinen Pronationsgrad. Dieser beschreibt, wie weit du deine Füße eindrehst. Beides kannst du bei einer Laufanalyse in Laufläden oder beim Arzt herausfinden. Oft sind auch Einlagen sinnvoll, die helfen, eine Fehlstellung auszugleichen, wenn das Fußgewölbe zu flach ist.

Darüber hinaus solltest du deine Muskulatur rund um das Sprunggelenk mit Kraft- und Koordinationsübungen stärken. Auch Stabilitätsübungen für den Hüft- und Rückenbereich gehören dazu. Ausreichendes Dehnen vor einem Lauf dient ebenfalls als Vorbeugemaßnahme.

Veröffent­lichungsdatum: 19.08.2017
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