Running

Streakrunning: jeden Tag laufen – das ist die einzige Regel!

Streakrunner laufen jeden Tag, 365-mal im Jahr. Erfahre hier, was es mit der Methode auf sich hat, wann sie sinnvoll ist und wann nicht. Auf den Streak. Fertig. Los.

Teilen

Wenn du regelmäßig joggen gehst, hast du es bestimmt schon beobachtet: Es gibt den Schönwetterläufer, den Sprinter, den Zeitlupenschleicher oder den ambitionierten Jungvater, der seinen Nachwuchs im Buggy vor sich herschiebt. Und dann gibt es noch den Streakrunner. Wer ist das denn?

Laufen als tägliche Routine

Hundebesitzer gehen täglich Gassi. Streakrunner machen eigentlich das Gleiche, nur ohne Hund. Die Regeln, aufgestellt von der United States Running Streak Association, sind leicht zu verinnerlichen: Wer jeden Tag mindestens eine Meile, also 1,6 Kilometer, läuft, darf sich dem Verband zugehörig fühlen. Die meisten Streakrunner machen aber deutlich mehr Strecke. Ihre täglich zurückgelegten Kilometer bewegen sich schnell im zweistelligen Bereich.

Aber: Auch nur einen Tag zu pausieren ist beim Streakrunning nicht erlaubt. Wer krank ist und nicht raus kann, darf auch in der Wohnung laufen. Wer dazu nicht in der Lage ist, muss seine Serie abbrechen – und wieder von vorne anfangen. Der Guru der Szene ist der Brite Ron Hill, der 52 Jahre lang mindestens eine Meile am Tag lief. 2017 beendete er seine Serie und hält damit den Weltrekord im Streakrunning.

Ist Streakrunning überhaupt sinnvoll?

Als passionierter Hobby-Läufer denkst du vielleicht: Das ist nur etwas für Menschen, die sich stoisch einem Fitnesskonzept unterwerfen wollen. Oder noch extremer: Das machen nur Süchtige, die vom Joggen nicht genug bekommen können.

Laufexperte und Coach Lorenz Wolf aus München sieht das entspannter: „Streakrunning ist in der Nebensaison, also im Winter, eine gute Möglichkeit, um abschnittsweise mal Abwechslung zu den klassischen Trainingsplänen zu bekommen. Du solltest aber nicht den Fehler machen, dass du dein wöchentliches Pensum einfach auf sieben Wochentage verteilst.“

Streakrunning ist nur dann sinnvoll, wenn du an die richtige Be- und Entlastung denkst. Wer jeden Tag trainiert, muss dementsprechend regenerieren, damit sich der Körper erholt. Eine Leistungssteigerung findet nämlich nur in den Ruhephasen statt – und nicht, wenn man jeden Tag bis zum Anschlag trainiert.

Lorenz Wolf, Laufexperte und Coach aus München

Streakrunning als langfristige Alternative?

Klar, jeder will fitter und leistungsfähiger werden sowie die eigene Ausdauer optimieren. Bei täglichem Lauftraining kann man aber schnell in eine Falle tappen, die sich eher gegenteilig auswirkt: Wer jeden Tag die gleiche Ministrecke läuft, droht zu stagnieren, weil der Körper zu schnell in Routine verfällt. Wer sich mit dem Pensum jedoch übernimmt, belastet Gelenke, Muskeln und Organismus zu heftig.

Lorenz Wolf lobt die goldene Mitte: „Streakrunning ist nur dann sinnvoll, wenn du an die richtige Be- und Entlastung denkst. Wer jeden Tag trainiert, muss dementsprechend regenerieren, damit sich der Körper erholt. Eine Leistungssteigerung findet nämlich nur in den Ruhephasen statt – und nicht, wenn man jeden Tag bis zum Anschlag trainiert.“ Unterschiedliche Reize und verschiedene Varianten sind optimal für ein langfristiges Training.

Streakrunner hat im Winter Seitenstiche.
Streakrunner sollten auf Warnsignale des Körpers hören! © iStock.com / Lordn

Laufen bis der Arzt kommt?

Die Risiken liegen auf der Hand, die Strafe folgt auf dem Fuße. Viele Streakrunner entwickeln gerade am Anfang zu viel Ehrgeiz, fahren das Pensum zu hoch und missachten Warnsignale des Körpers. Schmerzen werden übergangen. Aber: Du solltest stets feinfühlig bleiben und in dich hineinhorchen, meint auch Lorenz Wolf: „Wer Streakrunning ausprobieren will, sollte sich auf drei Wochen oder maximal 30 Tage beschränken. Einfach mal testen, wie der eigene Körper auf die neue Trainingsmethode reagiert.

Hol dir Motivation ans Handgelenk

Entfache deinen sportlichen Ehrgeiz und starte motiviert in deinen Streakrunning-Monat – mit Challenges, Badges und Badge-Challenges von Garmin. Besuche dazu Garmin Connect, wähle unter dem Menüpunkt Challenges eine Aufgabe, die zu deinem Ziel passt, und melde dich an!

Außerdem rät der Coach Lorenz Wolf: „Ganz wichtig: Du musst beim Streakrunning als Läufer ein noch feineres Gespür dafür entwickeln, was der Körper braucht. Zwickt es vielleicht schon in der Wade oder fühle ich mich allgemein nicht gut? Besser den Streak abbrechen, statt in eine Verletzung hineinzulaufen.“

Wie du Streakrunning in den persönlichen Trainingsplan einbaust

Nicht zu viel, nicht zu wenig – was für viele Lebensbereiche gilt, ist beim täglichen Laufen besonders wichtig: Die gesunde Balance ist notwendig, damit Streakrunning nicht nur Spaß macht, sondern auch ein sinnvolles Training für Körper und Geist ist. Hast du dich schon mal auf einen Marathon vorbereitet, weißt du, wie wichtig die Abwechslung ist. Ähnlich verhält es sich beim Streakrunning, erklärt Lorenz Wolf: „Man sollte verschiedene Methoden in das Training einbauen: Sprints, lockere Dauerläufe, Tempowechsel- oder Minutenläufe wie 500 Meter schnell und 500 Meter langsam oder Steigerungs-/Crescendoläufe“, sagt Lorenz Wolf.

Sind Streakrunner insgeheim Ultra Runner?

Um ein Missverständnis aus der Welt zu schaffen: Die meisten Streakrunner sind keine Extremläufer. Für viele gehört Bewegung zu ihrer Lebensanschauung und ist etwas Alltägliches. Das Laufen ist eine geliebte Routine, die zum Wohlbefinden beiträgt.

Möchtest du dich künftig mehr bewegen, hast aber keine Zeit für lange Laufeinheiten? Dann ist Streakrunning vielleicht eine Inspiration für dich, um überhaupt erst mal regelmäßig die Laufschuhe zu schnüren. Hast du Gefallen daran gefunden und bist motiviert, deine Strecke an einigen Tagen deutlich zu verlängern? Nur zu! Echte Streakrunner müssen sich nicht aufraffen – viel mehr wird das tägliche Joggen zu einem Automatismus, der selbstverständlich ist. Er lässt keinen Platz für Selbstzweifel oder Motivationsprobleme. Gesunde Bewegungseinheiten statt Ultra Run lautet also das Motto vieler Streakrunner – wobei natürlich keine Grenzen gesetzt sind.

Intelligentes Management mit körpereigenen Ressourcen zeichnet einen guten Athleten aus – nicht die Anzahl der Lauftage oder Kilometer im Trainingstagebuch. Einen Streak abzubrechen, bedeutet kein persönliches Scheitern, sondern kennzeichnet einen mündigen Athleten.

Lorenz Wolf, Laufexperte und Coach aus München

Die beste Begleitung für längere Streak-Strecken

Der perfekte Trainingsbegleiter für Läufer ist eine Multisport-Uhr, wie zum Beispiel ein Modell der fēnix-6-Serie von Garmin. Rein ins Sportoutfit und die Laufschuhe, Smartwatch angelegt und los! Die Uhr trackt nicht nur deine trainingsrelevanten Daten und deine zurückgelegte Strecke, sondern du trägst mit dem High-Tech-Wearable gleichzeitig deine Laufplaylist am Handgelenk.

Auf der fēnix 6 kannst du nämlich bis zu 2.000 Songs speichern und sie via Bluetoothkopfhörer kabellos hören. Die Steuerung läuft über das Uhrendisplay – dein Handy kannst du also getrost zu Hause lassen. Und da du als wahrer Streakrunner im Urlaub deine Serie fortführst, kannst du mit der Smartwatch sorglos auf fremdem Terrain draufloslaufen. Zurück findest du dank vorinstallierter topografischer Europa-Karten und der Track-Back-Funktion immer. Auf Wunsch schlägt dir die Uhr sogar Strecken vor, aus denen du dann je nach persönlichem Interesse und Leistungsanspruch wählen kannst.

Fenix 6 Serie von Garmin
Die fēnix 6 ist dein perfekter Begleiter für längere Streak-Strecken. © Garmin

Die Serie durchhalten – oder notfalls einfach neu beginnen

Bist du schon Hobby-Läufer? Dann hast du vielleicht gerade im Winter mit der richtigen Motivation zu kämpfen. Nach Feierabend noch eine Zehn-Kilometer-Runde inklusive Schneematsch und Minusgraden? Nein, danke? Die gute Nachricht: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um die Streakrunning-Methode in deinen Trainingsplan einzubauen. So bändigst du den Muffel in dir selbst.

Teste es doch mal drei Wochen aus. Ob du danach täglich weiterläufst, wird sich dann zeigen. Am wichtigsten ist die Erkenntnis, dass eine Serie jederzeit wieder gestartet werden kann, wenn du mal einen oder mehrere Tage pausierst.

Lorenz Wolf sagt: „Intelligentes Management mit körpereigenen Ressourcen zeichnet einen guten Athleten aus – nicht die Anzahl der Lauftage oder Kilometer im Trainingstagebuch. Eine Serie abzubrechen, bedeutet kein persönliches Scheitern, sondern kennzeichnet einen mündigen Athleten.“

Mehr Infos zu Lorenz Wolf: www.x-athleticum.de

Im Lauf-Podcast von FatBoysRun (Episode 204) geht es unter anderem um das Thema Streakrunning (ab Minute 16:00). Philipp Jordan erzählt von seinen Erfahrungen in den vergangenen zweieinhalb Wochen als „Täglichläufer“ und holt sich professionelle Einschätzung von Lauf-Coach Michael Ahrend.

www.fatboysrun.de

Fenix 6-Serie

Garmin Wearables
04.09.2019

Entdecke das Beste in dir: Fenix 6 • Fenix 6 PRO • Fenix 6 SAPPHIRE

Geht mit dir durch jedes Abenteuer:

  • zahlreiche Sport- und Outdoor-Apps für alle deine Aktivitäten
  • finde deinen Weg – mit GPS, Kompass, Höhenmesser, Streckennavigation, Trackback
  • mit einer Akkupower, die auch lange Touren mitmacht
  • entdecke smarte Features wie Garmin Pay zum bargeld- und kontaktlosen Bezahlen mit der Uhr
  • edles, robustes Design – und mit den Quickfit-Wechselarmbändern passt du deine Garmin schnell jeder Situation an – zum Sport, beim Meeting oder Dinner

zu Garmin.com
David Siems

David Siems wohnt in unmittelbarer Nähe der Hamburger Außenalster und hat damit die beste und schönste Laufstrecke der Stadt quasi vor der Haustür. Blöderweise hat er trotzdem regelmäßig mit Motivationsproblemen zu kämpfen. Früher lief er bei Marathon-Wettkämpfen gerne als Björn Borg oder Andre Agassi verkleidet (Schläger inklusive), um sich zu pushen. Heute reicht gute Musik auf den Ohren, etwa das „Revolver“-Album von den Beatles oder Leonard Cohen.

Mehr Infos
Jule Fuchs

Jule Fuchs, Jahrgang 1979, berichtete mehrere Jahre für diverse Nachrichtenmagazine in Online und Print. Jetzt schreibt die Redakteurin auf #BeatYesterday.org über Leidenschaft und Sport. Sie liebt reiten ohne Sattel und trainiert den Tanz zu Pferde. Mit ihrer Tochter Hanna ist sie täglich in Stall und Garten anzutreffen.

Mehr Infos
Weitere Themen