erg
Suche
© iStock.com/bopav

Fasten und Sport, geht das?

Fasten und Sport, geht das? Du willst fasten und Sport treiben, bist dir aber unschlüssig, ob das zusammengeht? Ja, das funktioniert – sofern du dabei einige Punkte beachtest.

Mit Fasten und Sport den Körper beim Entgiften unterstützen

Fasten bedeutet nicht, dass du automatisch auch deine sportlichen Aktivitäten an den Nagel hängen musst. Im Gegenteil, Bewegung ist während der Kur sogar wichtig. Warum? Weil du nicht nur Kohlenhydrate und Fette abbaust, sondern auch Eiweiße. Durch den Eiweißabbau in den Muskeln wird dein Körper entsprechend geschwächt. Mit Sport kannst du dem drohenden Muskelabbau entgegenwirken.

Ein weiterer Vorteil, der sich aus der Kombination Fasten und Sport ergibt: Während du läufst, Rad fährst oder dich anderweitig bewegst, leisten Haut und Lunge deinem Körper gute Dienste, indem sie Giftstoffe verstärkt abbauen. Auf diese Weise reinigst du deinen Körper ganzheitlich: Zum einen durch die veränderte Ernährung und zum anderen durch die sportliche Betätigung.

Fasten und Sport: Nur wenn es dem Körper nicht schadet

Wie viel Bewegung gut ist, richtet sich ganz nach deinem Befinden. So kannst du dich an manchen Tagen fitter und leistungsfähiger fühlen als an anderen. Außerdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Fastenarten. Wer beispielsweise komplett auf feste Nahrung verzichtet, wird entsprechend weniger Energie aufbringen können, als eine Person, die ihre Ernährung lediglich eine Zeit lang auf basische Kost umstellt. Wichtig ist, dass du dich und deine Fähigkeiten nicht überschätzt. Während der Fastenzeit ist Bewegung zwar gesund, du solltest jedoch keinen Extremsport betreiben. Besser geeignet ist Ausdauersport, wie der Diplom-Ökotrophologe und Ausbildungsleiter an der Deutschen Fastenakademie, Andrea-Ciro Chiappa, erklärt:

„Im Breitensportbereich gilt es, Ausdauer- und Schnellkraftsportarten zu unterscheiden. Laufen, Schwimmen oder Radfahren lassen sich mit dem Fasten sehr gut kombinieren, Fußballer, Handballer oder Kampfsportler müssen jedoch mit Leistungseinbußen rechnen.“

Je nach Stand deiner Fitness kannst du auch andere Sportarten ausprobieren. Möchtest du es beispielsweise eher ruhig angehen, ist Nordic Walking eine praktische Alternative. Du belastest deinen Körper geringer als beim Joggen, beanspruchst dafür aber mehr Muskelpartien. Auch das Training im Fitnessstudio ist während der Fastenzeit weiterhin möglich. Allerdings solltest du davon absehen, in dieser Zeit neue Rekorde aufzustellen. Das ist auch gar nicht notwendig, denn deine Muskulatur benötigt nur geringe Reize, damit der Stoffwechsel aktiviert und der Muskelabbau verhindert wird.

© iStock.com/blyjak

Aktivitäten geschickt in den Fastenplan integrieren

Nichts ist frustrierender als zu hochgesteckte Ziele, die nicht erreicht werden. Um das zu vermeiden, solltest du deine Sportvorhaben geschickt an deinen Fastenplan anpassen. Dafür musst du deine Fähigkeiten realistisch einschätzen. Wenn du etwa schon länger keinen Sport mehr getrieben hast, wirst du deinem Körper zu Beginn nicht so viel abverlangen können. In diesem Fall solltest du am besten bereits vor dem Fasten mit Bewegungsübungen beginnen, um in einen guten Rhythmus zu kommen. Weiterhin fehlt manchmal schlichtweg die Zeit für sportliche Betätigungen wie stundenlange Fastenwanderungen. Tipp: Plane besser weniger Zeit ein, die du wirklich nutzt, anstatt zu viel, die du gar nicht erübrigen kannst.

Sportfasten: Das zehntägige Leistungsprogramm

Sportfasten ist eine spezielle Methode, die der niederländische Arzt Remco Verkaik entwickelt hat. Hierbei sollen Abnehmwillige ihren Stoffwechsel komplett von Zucker- auf Fettverbrennung umstellen können, heißt es. Der „Metabolic Switch“ wird mithilfe eines strikten Ernährungsplans erreicht: An drei von zehn Tagen dürfen Teilnehmer gar nichts essen und an den übrigen Tagen nur bestimmte Kost. Damit der Körper in dieser Zeit nicht total abbaut, werden diesem während der Kur zusätzliche Nährstoffe zugeführt. Sport wird hingegen jeden Tag praktiziert – eine halbe Stunde täglich. Nur so soll der Körper richtig auf Trab kommen.

Experten sehen das Sportfasten nach Verkaik jedoch kritisch. Frank Kieslich-Frühn, Sportmediziner aus Burscheid, sagt im „Kölner Stadtanzeiger“, dass sich die Kur definitiv nur für Menschen eigne, die körperlich dazu in der Lage sind. Wer hingegen stark übergewichtig sei, solle sich eine Vorlaufzeit gönnen, bevor er mit dem zehntägigen Hardcore-Programm starte.

Besser geeignet sei ein langfristiges Sportprogramm. Dann müsste auch nicht unbedingt täglich Sport praktiziert werden. „Zweimal die Woche eine Stunde Ausdauersport ist besser als viermal die Woche eine halbe, denn erst nach einer halben Stunde kommt der Stoffwechsel so richtig in Schwung“, so Professor Josef Beuth von der Uniklinik Köln. Wer es dann noch schafft, nach dem Sport für eine Stunde der kalorienhaltige Kost zu entsagen, könne die Fettverbrennung besonders effektiv anregen. Bewegung ist in jedem Fall immer der richtige Weg, wenn man gesund abnehmen und einen aktiven und gesunden Lebensstil verfolgen möchte.

© iStock.com/ergeyryzhov
Veröffent­lichungsdatum: 28.02.2017
Bewerte diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...
Garmin vívoactive 3
15.02.2018

Idealer Begleiter bei fast jeder Sportart

  • ob Yoga, Cardio oder SUP – die Smartwatch hält mit deinem aktiven Lifestyle Schritt
  • Snowboarden , Crosstraining oder Schwimmen – diese Uhr macht alles mit, ist angenehm zu tragen, praktisch zu bedienen und gut abzulesen.
  • Laufen, Radfahren oder Golfen – bei Outdoor-Aktivitäten zeichnet das integrierte GPS die Distanz, die Geschwindigkeit, die Position und mehr auf.
  • Langlauf, Rudern, Laufbandtraining – wie du deine Fitness verbesserst, liegt ganz bei dir.

zu Garmin.com
Mehr laden
loader