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„Form follows function“ war gestern: Nachhaltige Mode kann auch gut aussehen. | © Foto: Vaude/Attenberger

Fair Fashion: 6 nachhaltige Sportswear-Labels

„Form follows function“ war gestern: Immer mehr Labels zeigen, wie gut Nachhaltigkeit aussehen kann. Hier kommen sechs coole Marken für Fitness-Fans.

Für Biker: Triple2

„LOVE NATURE, ACT ECOLOGICAL, LIVE GREEN!“ lautet das Motto von triple2. Die Macher hinter dem Label sind echte Outdoorfans und vor allem leidenschaftliche Biker. Einer ihrer Lieblingstrails und Namensgeber der Marke ist der „222“ am Gardasee. triple2 setzt voll auf nachwachsende Rohstoffe und recycelte Materialien. Und verwendet für seine Funktionskleidung (darunter eine Windjacke, die nur 100 Gramm wiegt und eine Regenjacke mit gerade einmal 170 Gramm und 20.000 mm Wassersäule) zum Beispiel ein Nylongarn aus alten Fischernetzen und Textilabfällen, Bio-Baumwolle oder Hanffasern. Auch ökologisch abbaubare Textilausrüstungen und Imprägnierungen kommen zum Einsatz. Handgefertigt werden die Produkte im Norden Kroatiens.

Trikots ca. 80 EUR, Shorts ab ca. 90 EUR, Wind- und Regenjacken ab ca. 170 EUR: www.triple2.de

Die Macher hinter triple2 sind echte Outdoorfans und vor allem leidenschaftliche Biker. | © triple2

Für Wasserratten: MYMARINI

Ethical Swimwear aus Hamburg: Die begeisterte Surferin Mareen Burk war lange auf der Suche nach dem perfekten Bikini, der nicht nur gut aussieht und beim Sport funktioniert (also Halt gibt und nicht verrutscht) – sondern auch nachhaltig produziert ist. So richtig wurde sie nicht fündig und gründete kurzerhand ihr eigenes Label. Mit MYMARINI beweist sie nun, wie gut Style, Funktion und Nachhaltigkeit zusammengehen. Die Wende-Bikinis und Badeanzüge mit leichtem Shaping-Effekt sind so hochwertig verarbeitet und schlicht im Design, dass sie lange halten – und du sie auch in ein paar Jahren noch magst. Das Garn und die Labels werden in Deutschland, die Stoffe (Öko-Tex Standard 100, waschbar und mit einem UV-Schutz UPF 50+ ausgestattet, zum Teil aus recycelten Econoyl-Stoffen produziert) ressourcenschonend in Italien hergestellt. Die Designs entstehen in Hamburg, gefertigt wird die Swimwear unter fairen Bedingungen in Kroatien.

Bikinioberteile ab 50 EUR, Bikinihosen ab 70 EUR, Badeanzüge ab 160 EUR: www.mymarini.com

MYMARINI beweist, wie gut Style, Funktion und Nachhaltigkeit zusammengehen. | © Karo Krassel

Für Schneefans: Pyua

Ab auf die Piste: Das Kieler Label Pyua produziert ökologisch und sozial nachhaltige Funktionskleidung, die du mit gutem Gewissen tragen kannst – und die auch noch verdammt lässig aussieht. Größte Leidenschaft der Pyua-Macher ist der Wintersport. Im Sortiment findest du deshalb alles, was du für die Piste an Kleidung brauchst. Durch die Verwendung von Recycling-Polyester verbraucht die Pyua-Produktion 83 Prozent weniger Energie als konventionelle Herstellungsarten. Jedes Kleidungsstück ist komplett recycelbar, auch der eigens entwickelte Funktionsstoff Climaloop, der frei von Fluorcarbon und Polytetrafluorethylen (Teflon) ist. Dafür gab es schon mehrere Innovations- und Umweltpreise. Produziert wird unter fairen Bedingungen in Europa, oberstes Gebot ist die Einhaltung der Sozialstandards. Gebrauchsfähige Entwicklungsmuster der Kleidungsstücke spendet Pyua an die lokale Obdachlosenhilfe Hempels e.V..

Skihosen ab ca. 300 EUR, Jacken ab ca. 130 EUR: www.pyua.de

Im Sortiment von Pyua findest du alles, was du für die Piste an Kleidung brauchst. | © Pyua

Für Yogis: Maati Maati

Während einer Yogastunde auf einer nach Chemikalien stinkenden Gummimatte kam Leonie Lepenos die Idee für ihr Label MAATÏ MAATÏ. Die Yogablöcke und -matten bestehen zu 100 Prozent aus natürlichem, nachhaltigen Kork aus Portugal. Hygienisch und selbstreinigend. Das Besondere: Zehn Prozent ihrer Einnahmen spendet Leonie an verschiedene soziale Projekte. Mit dem Kauf einer Matte oder eines Blocks unterstützt du ein Naturschutzprojekt für den Erhalt der portugiesischen Flora und Fauna, mit dem Kauf einer Yoga-Bag oder eines Meditationstuches zum Beispiel ein griechisches Delphin- und Meeresprojekt oder die Aktion „Augen auf Ghana“. Einfach Gutes tun – auch das ist Nachhaltigkeit. Tipp: Die passenden Yoga-Pants aus recycelten Plastikflaschen gibt es zum Beispiel von Mandala.

Taschen 60 EUR, Matten 130 EUR, Block 35 EUR: www.maati-maati.de

Die Yogablöcke und -matten von MAATÏ MAATÏ bestehen zu 100 Prozent aus natürlichem, nachhaltigen Kork. | © Sven Neimcke

Für Läufer: Kossmann Laufdesign

2009 gründete der ehemalige Leistungssportler André Kossmann sein Label Kossmann Laufdesign. Das Ziel des begeisterten Läufers: die beste Laufkleidung auf dem Markt anzubieten. Dafür arbeitet André Kossmann ausschließlich mit Partnern aus Deutschland und Europa zusammen. Die Stoffe kommen aus Italien und Österreich, Zubehör wie Reißverschlüsse aus Deutschland. Produziert wird unter fairen Bedingungen in drei Nähereien in Deutschland und Ungarn. André Kossmann prüft alle Stoffe und Materialien selbst und testet jedes Teil ausgiebig, bevor es in die Produktion geht. Im Vordergrund stehen neben dem Thema Nachhaltigkeit auch die Langlebigkeit der Materialien und ein schlichtes, zeitloses Design. Klasse, statt Masse, lautet das Motto. Die Kollektionen sind klein, dafür begleiten dich die Stücke wirklich lang.

Laufshirts ab ca. 50 EUR, Laufhosen ab ca. 70 EUR, Laufjacken ab ca. 130 EUR: www.kossmannlaufdesign.weebly.com

Firmengründer und Ex-Leistungssportler André Kossmann testet jedes Teil ausgiebig, bevor es in die Produktion geht. | © Kossmann

Für Outdoorfans: VAUDE

Auch große Label setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit. Bestes Beispiel: die Green Shape Core Collection von VAUDE. Bei den 19 Multiuse-Produkten verwendet der Outdoor-Spezialist fast ausschließlich textile Materialien, die biobasiert, recycelt oder reine Naturstoffe sind. Für die Kleidung, Schuhe und Rucksäcke kommen zudem innovative und nachwachsende Rohstoffe wie Reste von Kuhmilch, Holz oder Rizinusöl zum Einsatz. Und da in Sachen Nachhaltigkeit nicht nur Umweltaspekte, sondern auch soziale Faktoren wichtig sind, achtet VAUDE entlang der kompletten Lieferkette neben umweltschonenden Herstellungsprozessen auch auf faire Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten. Praktisch: Alle Produkte sind so konzipiert, dass du sie für mehrere Anlässe nutzen und je nach Witterung vielseitig kombinieren kannst.

Wanderjacken und -hosen ab ca. 100 EUR, Rucksack ab ca. 80 EUR, Schlafsack ab ca. 95 EUR: www.vaude.de

Alle Produkte sind so konzipiert, dass du sie für mehrere Anlässe nutzen und vielseitig kombinieren kannst. | © Foto: Vaude/Attenberger
Allgemein

Gut zu wissen:

An der Optik erkennst du nachhaltige Mode leider nicht. Mitunter wird getrickst – frage also im Zweifel immer kritisch nach und setze auf Marken, die transparent über ihre Materialien und Produktionsbedingungen informieren. Auch einige Siegel und Zertifikate stehen für Nachhaltigkeit bei Kleidung, zum Beispiel die GOTS-Zertifizierung für Naturfasern, Bluesign, das die Verwendung von Chemikalien kontrolliert, die IVN-Zertifizierung für Leder oder die Fair Wear Foundation. Mehr Infos dazu gibt es auf siegelklarheit.de. Noch mehr nachhaltige Sportlabels findest du zum Beispiel auf greenersport.com oder auch auf avocadostore.de.

Nicole Benke
© Martin Szymanski

Über #BeatYesterday-Autorin Nicole Benke


Nicole Benke (37) liebt gutes Essen – am liebsten selbst gekocht aus frischen Produkten der Saison. Von Crash-Diäten hält die Food-Journalistin gar nichts. Sie findet: Eine gesunde Ernährung soll Spaß machen, darf nicht verkrampft sein und muss auch mal Raum für Genuss bieten. Denn strikte Verbote machen nur schlechte Laune. Und wer kann die schon gebrauchen?

Veröffent­lichungsdatum: 31.05.2018
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