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Vor der ersten große Tour im Frühling ist es wichtig, das Fahrrad zu checken. | © iStock/kati1313

Fahrrad-Pflege: So machst du dein Bike fit für den Frühling

Im Frühling möchtest du dich aufs Rad schwingen. Doch das hat im Winter sein Dasein im Keller gefristet. Lies hier, was zur Frühjahrs-Fahrrad-Pflege gehört.

Die Fahrradsaison ist eröffnet

Bevor du dein Bike aus dem Winterschlaf erweckst und dich wieder auf den Sattel schwingst, solltest du dir Zeit für eine ordentliche Fahrrad-Wartung und -Pflege nehmen. Schließlich lagern viele Radfahrer ihr Zweirad während der kalten Jahreszeit in Keller oder Garage und benutzen es kaum oder gar nicht. In dieser Zeit sammelt sich nicht nur Staub an. Auch die Reifen verlieren an Luftdruck, Schrauben können sich lockern oder die Kette rosten. Mit einem gründlichen Frühjahrscheck bringst du dein Rad wieder auf Trab und bist bereit für eine pannenfreie erste Tour.

Frühjahrsputz: Fahrrad reinigen

Selbst wenn du dein Fahrrad vor der Winterlagerung geputzt hast, ist es gut möglich, dass sich während der letzten Monate Staub, Spinnweben und anderer Dreck darauf angesammelt haben. Als Erstes bekommt dein Bike deshalb einen Rundumputz. Dafür benötigst du:

  • Lappen oder Wischtücher
  • Haushaltsschwamm
  • Zahnbürste
  • Spülmittel, biologisch abbaubaren Allzweckreiniger, Autoshampoo oder speziellen Fahrradreiniger
  • Eimer mit warmem Wasser

Gib etwas Spüli, Reiniger oder Autoshampoo in den Wassereimer, tauche den Lappen hinein und wische dein Fahrrad feucht damit ab. Hartnäckigen Schmutz kannst du einweichen und mit dem Haushaltsschwamm abschrubben. Stellen, die nicht gut erreichbar sind, bearbeitest du mit der Zahnbürste.

Ein besonderes Augenmerk solltest du auf die Kette deines Fahrrads legen: Schmutz und altes Fett entfernst du gründlich mit einem Schwamm. Anschließend trocknest du sie sorgfältig mit einem Tuch ab. Auch den Rest deines Fahrrads machst du so trocken.

Regelmäßiges Einfetten der Kette verlängert ihre Lebenserwartung. | iStock/ZimaNady_klgd

Für mehr Geschmeidigkeit: Kette & Co. einfetten

Danach trägst du dünn und gleichmäßig spezielles Kettenöl auf die Kette auf. Das ist wichtig, damit sie geschmeidig bleibt und nicht rostet. Auch andere bewegliche Teile und Gelenke, etwa das Schaltwerk, die Pedale, falls vorhanden Federgabel und -bein sowie die Sattelstütze können ein paar Spritzer Öl vertragen. Hierfür am besten ein Wartungs- oder Universalöl verwenden.

Für mehr Sicherheit: Schrauben nachziehen

Dieser Punkt wird häufig vergessen. Doch gerade der Schrauben-Check an der Lenkstange ist extrem wichtig, denn ein zu lockerer Lenker kann im schlimmsten Fall Unfälle verursachen. Überprüfe deshalb, ob die Schrauben dort, an Sattel, Kettenblatt und Kurbel festsitzen. Gegebenenfalls drehst du sie mit einem passenden Schraubenzieher nach.

Nach dem Winter die Schrauben nachzuziehen ist wichtig für eine sichere Fahrt. | ©iStock/golfbress

Frühjahrscheck: Bremsen, Schaltwerk und Beleuchtung überprüfen

Zur Fahrrad-Pflege gehört ebenfalls eine gründliche Überprüfung von Bremsen, Schaltwerk und Beleuchtung.

  • Bremsen:  Optimal funktionierende Bremsen lassen sich frei bewegen und entwickeln genügend Bremskraft. Ausgefranste Bremszüge sollten vom Fachmann ausgetauscht werden. Überprüfe auch den Zustand der Bremsbeläge: Sind diese abgefahren, müssen sie durch neue ersetzt werden. Die Bremsklötze besitzen häufig eine Markierung, an der du erkennen kannst, ob sie stark abgenutzt sind.
  • Gangschaltung:  Insbesondere Kettengangschaltungen sind leicht verstellt und gar nicht so einfach zu justieren. Überprüfe die Schaltung auf Verschleiß und die richtige Einstellung. Ein Fachmann kann dir bei der Feinjustierung helfen.
  • Beleuchtung:  Teste, ob Vorder- und Rücklicht einwandfrei funktionieren und optimal ausgerichtet sind. Falls dem nicht so ist, überprüfe die Verkabelung auf Bruchstellen oder Wackelkontakte. Kontrolliere auch, ob die Glühbirne defekt ist. Falls du den Fehler nicht selbst findest, wende dich an ein Fachgeschäft.

Bevor es losgeht: Reifen kontrollieren

Vergiss die Reifen nicht, wenn du dein Fahrrad pflegst und wartest. Schließlich werden sie bei der Fahrt stets am stärksten beansprucht. Sieh dir den Schlauch und die Speichen von Hinter- und Vorderrad genau an. Ist das Reifenmaterial porös? Sind womöglich sogar Risse und Schnitte zu erkennen? Sind die Reifen zu abgenutzt, ist es an der Zeit, den Schlauch auszutauschen. Und wie sieht es mit den Speichen aus? Sind sie intakt oder verbeult? Sind Dellen, Achten oder gar Risse zu erkennen, sollten die beschädigten Speichen durch neue ersetzt werden. Dasselbe gilt für lockere Speichen.

Zu guter Letzt: Luftdruck der Reifen messen

Zuletzt überprüfst du den Luftdruck der Reifen und pumpst diese gegebenenfalls auf. Am besten eignet sich eine Standpumpe mit Manometer dafür, weil diese beim Aufpumpen direkt den Luftdruck in bar anzeigt. In der Regel ist auf den Reifen deines Fahrrads der optimale Luftdruck angegeben. Die dünnen Reifen eines Rennrads benötigen einen höheren Luftdruck (mindestens 6,0 bar) als die dicken Räder eines Mountainbikes (etwa 2,0 bis 3,0 bar). Auch dein Körpergewicht spielt eine Rolle: Jemand, der 50 Kilogramm wiegt, benötigt etwas weniger Reifendruck als jemand, der 80 Kilogramm auf die Waage bringt. Wenn du auch mit diesem Punkt durch bist, hast du dein Bike wieder auf (Rad-)Touren gebracht und die Fahrt kann beginnen.

Veröffent­lichungsdatum: 26.04.2018
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19.04.2018

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