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Mountainbike
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Mountainbike pflegen: So wird dein Bike wie neu

Wenn du im Gelände richtig Spaß mit deinem Rad hattest, ist danach eine Reinigung fällig. Wie du vorgehst, wenn du dein Mountainbike pflegen möchtest, erfährst du hier.

Dreck setzt der Technik zu

Gerade das Frühjahr eignet sich perfekt für einen Trip mit dem Mountainbike. Die Temperaturen sind angenehm, der Untergrund ist weder staubtrocken noch gefroren. Beste Voraussetzungen für einen Ausflug ins Gelände. Die Trails sind durch die feuchte Witterung oft noch matschig – das macht Spaß, doch dieser Dreck setzt sich am Bike fest. Daher ist es wichtig, dein Rad nach jeder Tour wieder auf Vordermann zu bringen. Du musst dein Mountainbike pflegen, sonst ist es möglich, dass es nicht mehr einwandfrei funktioniert, da der getrocknete Matsch der Technik zusetzt. Einige Stellen am MTB sind besonders gefährdet. Und eine Fahrradreparatur willst du sicherlich vermeiden.

Einweichen und abbürsten

Ist der Dreck auf dem Bike doch schon trocken und löst sich nicht vernünftig, kannst du dein Rad vorher mit einem Reiniger einweichen. Da du dein Gefährt in der Regel draußen putzt, denk daran, ein biologisch abbaubares Putzmittel zu verwenden. Es gibt im Fachhandel auch spezielle Fahrradreiniger, die sicherstellen sollten, dass Anbauteile nicht durch aggressive Zusätze angegriffen werden. Bleibt an schwer zugänglichen Stellen trotzdem noch Dreck sitzen, gibt es für Fahrräder spezielle Reinigungsbürsten, die den Prozess erleichtern. Generell tun es natürlich auch normale Bürsten mit langen Borsten. Diese solltest du aber regelmäßig in Wasser tunken, damit sich keine Steinchen in den Borsten festsetzen und Kratzer auf dem Lack verursachen können. Ist das Rad wieder sauber, kannst du es nach Bedarf noch wachsen, um es zusätzlich zu schützen.

Fahrradkette
© iStock.com/gielmichal

Kette reinigen und ölen

Nach der Grundreinigung kommt die Fahrradkette an die Reihe, wenn du dein Mountainbike pflegen willst. Diese solltest du mit einem feuchten Lappen noch einmal nachwischen. Lasse die Kette im Anschluss trocknen, ehe du Fahrradöl auf die Glieder gibst. Alternativ eignen sich auch Kettenschmiermittel, mit denen du die Kette beschichtest. Diese bieten besonders guten Korrosionsschutz. Nach einer Viertelstunde Einwirkzeit kannst du den Lappen erneut verwenden, um die Kette einmal durchzuziehen und Ölrückstände zu beseitigen. Um die Zahnkränze zu reinigen, verwendest du am besten eine spezielle Ritzelbürste, die du beim Drehen der Kurbel einfach in die Zwischenräume drückst. Prinzipiell musst du die Kette nicht nach jeder Tour mit Kettenöl nachfetten, doch wenn du zu lange wartest, rosten die Glieder und die Schaltung funktioniert nicht mehr reibungslos.

Bremsscheiben kontrollieren

Ein Pflichtschritt beim Pflegen des Mountainbikes ist das Kontrollieren der Bremsen. Schließlich bist du auf kaum eine Funktion im Gelände so sehr angewiesen. Wichtigster Punkt: Die Bremsbeläge dürfen sich nicht mit Öl vollsaugen, sonst verrichten sie ihren Dienst nicht mehr sicher. Das passiert beim Kettenfetten leider immer wieder mal. Um dieses Problem zu beseitigen, gibt es speziellen Bremsenreiniger, doch Wasser mit Spüli tut es auch. Im Anschluss solltest du noch testen, ob sich zu viel Luft ins Bremssystem des MTB verirrt hat. Wenn sich der Bremshebel bis an den Lenker ziehen lässt, ist das vermutlich der Fall und die Bremse muss entlüftet werden. Dies ist ein recht komplizierter Vorgang, den du vom Fachmann vornehmen lassen solltest. Ansonsten schaue dir die Wartungshinweise deines Herstellers im Internet an.

Fahrradbremse
© iStock.com/gielmichal

Fahrwerk und Federung warten

Damit die nächste Tour wie geschmiert läuft, sollte auch das Fahrwerk deines Mountainbikes gut geschmiert sein. Und zwar unterhalb der Staubdichtungen, damit die Rohre geschmeidig gleiten können. Daher solltest du die Dichtungen mit einem Tuch reinigen, um zu verhindern, dass Dreck ins Gabelinnere gelangt. Anschließend etwas Gabelöl auf das Rohr der Federgabel sowie des Dämpfers auftragen. Dann federst du die Elemente durch starken Druck mehrere Male ein, sodass sich das Öl gut verteilt. Zum Abschluss nur noch das überschüssige Öl mit dem Tuch abwischen.

Drei Tipps für noch mehr Fahrspaß

Hast du die Pflicht erledigt, kannst du dich an die Kür wagen. Um beim nächsten Ausflug noch mehr Fahrfreude auf dem MTB zu haben, reichen ein paar einfache Kniffe. Wenn du schon vorher weißt, dass die eine oder andere Matschpassage auf deiner Tour vorkommt, kannst du die Felgen und die Räder seitlich mit Silikonöl einsprühen und aufpolieren. So bleibt weniger Dreck am Rad hängen und du musst weniger Gewicht mit herumschleppen.Weiterhin empfiehlt es sich, bei nasser Witterung den Reifendruck zu verringern. Das gibt mehr Grip und du kommst besser vorwärts. An kühlen Tagen solltest du außerdem die Zugstufe des Fahrwerks einige Klicks leichter drehen, denn je kälter das verwendete Öl ist, desto schlechter sind die Schmiereigenschaften und das Fahrwerk wird träger.

Veröffent­lichungsdatum: 31.03.2017
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