Alle Jahre wieder stehst du vor der Entscheidung: Maximalausstattung mit Gewichts-Overkill oder leichte Variante mit „Mut zur Lücke“ und dem Risiko, dass dir das Wichtigste im Notfall fehlt. Klar, du kannst ausschließlich mit Kreditkarte unterwegs sein, im Hotel schlafen, im Restaurant essen und bei einer Panne ein Taxi nehmen. Oder du nimmst bei einer Tour durch Italien deine eigene Espressokanne mit. Was man hat, das hat man. Aber was willst du?
Egal, ob du an der Donau radelst oder auf dem Karakorum Highway fährst: Hier meine Top Ten der Dinge, die du in jedem Fall mitnehmen solltest.

Nie wieder falsch abbiegen, nie mehr die Tagesetappe falsch kalkulieren. Immer auf dem richtigen Weg, die eigene Leistung unter Kontrolle und das Höhenprofil im Blick. Ein Fahrradcomputer aus der Edge-Serie von Garmin ist ein Muss auf jeder Tour. Zuverlässig, praktisch und einfach dein sicherer Begleiter. Egal, ob im Outback oder im Großstadtdschungel.
2. Zweiteiliges Multitool
Finger weg vom Werkzeugknochen aus Kindertagen! Meistens sind die Teile aus billigstem chinesischen Gußeisen. Wenn die brechen – und das tun sie gerne – sind sie scharf wie Rasierklingen. Auch wenn ein gutes Multitool ein paar Euro mehr kostet, die Investition lohnt sich.
Wichtig dabei: ein zweiteiliges Werkzeug.
Schrauben kontern mit nur einem Werkzeug? Das geht nicht. Bei einem guten zweiteiligen Tool ist der Inbus an der einen Hälfte und der Sechskantschlüssel an der anderen.
Mein Tipp: An einem guten Werkzeug kann gerne auch einiges dran sein, mit dem du nicht zurecht kommst. Auf der Tour findest Du eher einen Radler, der mit deinem Werkzeug umgehen kann, als einen Radler, der das entsprechende Werkzeug bei hat.

3. Ersatzschlauch
Ja, Flickzeug solltest du auch bei haben. Aber sind wir ehrlich. Was kostet ein Ersatzschlauch und was kostet ein Päckchen Flickzeug? Hast du wirklich Lust, irgendwo auf der Straße bei Hitze und Staub erst mühselig die undichte Stelle zu suchen? In der Zeit hast du den Schlauch dreimal gewechselt. Und im nächsten Fahrradladen kannst du dir Ersatz für den Ersatz besorgen.
4. Kabelbinder
Loser Gepäckträger, gebrochene Schraube am Licht oder wackelnde Navi-Halterung: Kabelbinder lösen bzw. befestigen fast jedes Problem. Sie wiegen so gut wie nichts und sind kleine Wunderhelfer in der Not.
Aber Achtung: Wer mit Rad und Flugzeug reist, sollte Kabelbinder nicht im Handgepäck haben. Das gibt Ärger.
5. Öl aus der Dose
Lästiges Quietschen aus dem Tretlager, ein Bowdenzug, der nicht so richtig will, oder eine Schraube, die festsitzt. Auf die Schnelle hilft die Sprühflasche. Klar ist sie kein Ersatz für richtiges Fett und einen neuen Bremszug. Aber für die Notreparatur ist das Öl aus der Dose unerlässlich. Auch hier gilt: Nicht ins Handgepäck im Flugzeug.

6. Handschuhe
Wer schon mal fernab eines Wasserhahns einen Reifen gewechselt oder gar die Kette gespannt hat, kennt das Problem. Innerhalb von Sekunden sind die Hände schwarz, fettig und ölig. Da hilft dann auch kein Papiertaschentuch. Besser sind dünne, leichte Arbeitshandschuhe, wie es sie in jedem Baumarkt gibt. Auch die wiegen fast nichts und passen problemlos in die Werkzeugtasche.
7. Wäscheklammern
Vier Stück reichen. Ob du die Wäsche an der Zeltleine trocknen willst oder die nassen Socken noch während der Fahrt am Bremszug hängen sollen. Wäscheklammern kannst du für alles mögliche brauchen.
8. Plastik-Zippbeutel
Jedes Zelt sieht zehn Minuten nach dem Aufbau von innen so aus wie die Wohnung nach einem Kindergeburtstag. Der Grund ist einfach: In den Fahrradtaschen hast du alles drin. Und natürlich sind zum Beispiel die frischen Socken, die du gerade suchst, unter Kabel, Ersatz-Akkus, Waschbeutel, Radlershirt und Co.
Meine Lösung: Durchsichtige Plastikbeutel mit Verschluss schaffen Ordnung und Übersicht. In eine Tüte kommt die Technik, in die nächste kommen die Powerriegel, in die nächste die frische Unterwäsche – und die Socken.
9. Notgroschen verstecken
Die Brieftasche ist schnell mal geklaut. Kreditkarte weg, EC-Karte weg und das Bargeld sowieso. Ohne einen Cent auf der Piste hast du ein Problem. Und zwar ein richtiges. Gut, wenn du vorher in der Sattelstütze, im Lenkerrohr oder in einer leeren Zahnpastatube einen 100-Euro-Schein deponiert hast. Und eine Kopie vom Ausweis im Lenker kann im Notfall auch nützlich sein.
Noch besser: Lass dein Bargeld ganz zu Hause. Mit Garmin Pay wird deine Fitnessuhr im Handumdrehen zum digitalen Portemonnaie. Lies hier mehr über Garmin Pay.
10. Solarpowerbank
Auf Tour kommt der Strom nicht aus der Steckdose. Auch wenn es inzwischen bequeme Systeme gibt, um Navi oder Smartphone über den Nabendynamo zu laden – ein bisschen Zusatzstrom kann nie schaden. Und bevor du dir den ganzen Gepäckträger mit einem sündhaft teuren Solarpanel verbaust, tut es auch eine Powerbank mit Solarzellen. Die kann den ganzen Tag auf der Sonnenseite des Rades baumeln und laden. Und wenn es trotzdem nicht reicht, wird sie abends doch einfach in die Steckdose gesteckt.
Interessanter Artikel und sehr gut geschrieben. Vielen Dank.
Nur wo ist 11. Luftpumpe?
Sollte wirklich mal das Multitool samt Ersatzschlauch zum Einsatz kommen… wie kommt wieder Luft da rein?
Lieber Frank,
danke für Dein Feedback. Da liegst Du natürlich richtig. Eine Luftpumpe sollte mit. Das war für uns selbstverständlich. Uns ging es in diesem Fall wirklich um die Sachen und Tipps, die man vielleicht nicht so auf der Liste hat. Dein Hinweis sensibilisiert uns für diese Dinge.
Hab lieben Dank!
Jule aus der Redaktion
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Interessanter Artikel und sehr gut geschrieben. Vielen Dank.
Nur wo ist 11. Luftpumpe?
Sollte wirklich mal das Multitool samt Ersatzschlauch zum Einsatz kommen… wie kommt wieder Luft da rein?
Lieber Frank,
danke für Dein Feedback. Da liegst Du natürlich richtig. Eine Luftpumpe sollte mit. Das war für uns selbstverständlich. Uns ging es in diesem Fall wirklich um die Sachen und Tipps, die man vielleicht nicht so auf der Liste hat. Dein Hinweis sensibilisiert uns für diese Dinge.
Hab lieben Dank!
Jule aus der Redaktion