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5 Gründe, warum du jetzt mit dem Joggen anfangen solltest

Wenn du mit dem Joggen anfängst, stärkst du nicht nur Muskeln und Ausdauer, du wirst durch das Laufen auch geistig fitter und tust etwas für deine Stimmung.

1. Joggen stärkt das Herz-Kreislauf-System

Deine Gesundheit freut sich, wenn du deine guten Vorsätze umsetzt: Denn regelmäßiges Joggen trainiert dein Herz-Kreislauf-System. Du benötigst mehr Sauerstoff, wenn du läufst, deshalb steigen Herzschlag und Atemfrequenz an. Das Herz ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Körper während des Laufens mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, und pumpt daher mehr Blut durch deinen Körper. Wird es dauerhaft durch Joggen gefördert, nimmt deine Leistungsfähigkeit zu und der Sauerstoffaustausch in deiner Lunge wird effektiver. Schon nach wenigen Einheiten merkst du bereits, dass dein Ruhepuls geringer ist als er es im untrainierten Zustand war. Somit vermindert das Joggen auch das Risiko, an Herz- und Kreislauf-Leiden zu erkranken. Deine Cholesterinwerte sinken und auch der Arterienverkalkung wird durch das Joggen vorgebeugt. Regelmäßiges, entspanntes Laufen senkt das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, um bis zu 40 Prozent. Wissenschaftler aus Kopenhagen untersuchten die Auswirkungen von Lauftraining auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit im Jahr 2015. Ihnen zufolge ist ein Pensum von ein bis zweieinhalb Stunden Jogging pro Woche optimal, am besten verteilt auf nicht mehr als drei Laufeinheiten und in moderatem Tempo.

2. Der ganze Körper profitiert vom Laufen

Auch der Rest deines Körpers wird es dir danken, wenn du deine guten Vorsätze in die Tat umsetzt und joggen gehst. Durch regelmäßiges Laufen verlierst du an Gewicht und reduzierst dadurch die Belastung deiner Gelenke. Außerdem wirkt eine starke Beinmuskulatur unterstützend, um Knieproblemen vorzubeugen. Deine Haut wird straffer und du bekommst seltener Kopfschmerzen oder Migräne, weil durch die Bewegung schmerzlindernde Stoffe ausgeschüttet werden. Joggen stärkt zudem die Muskulatur im unteren Rumpfbereich und schützt damit vor Rückenschmerzen. Sogar Osteoporose kann vorgebeugt oder gelindert werden, erklärt der Chirurg Prof. Oedekoven auf der Homepage des Klinikums Straubing.

3. Jeder kann mit dem Joggen anfangen

Wer gehen kann, der kann auch joggen. „Das schaffe ich nicht“ ist als Ausrede inakzeptabel. Denn wer eine bestimmte Strecke zu Fuß bewältigen kann, schafft das in kürzester Zeit auch im Laufschritt. Joggen für Anfänger darf zu Beginn gerne noch ganz langsam passieren, vielleicht mit einigen Gehpausen zwischendurch, vielleicht auch erst einmal im Nordic-Walking-Style unter der Zuhilfenahme von Stöcken. Doch der Trainingseffekt ist groß, die Fortschritte sind schnell erkennbar. Das Wichtigste ist die Motivation, einfach anzufangen. Der Start ins Joggen wird dir sogar ganz leicht gemacht, denn im Gegenzug zu anderen beliebten Ausdauersportarten wie Radfahren oder Schwimmen benötigst du weder teures Equipment noch spezielles Gelände – einfach rein in die Laufschuhe, raus aus der Haustür und los. Auch bei leichten Minusgraden schadet Joggen der Lunge nicht. „Kälte ist kein Grund, Sport im Freien sein zu lassen“ erklärt Sportmediziner Martin Halle in der „FAZ“. Ordentlich aufgewärmt und mit der richtigen Funktionskleidung, Mütze und Handschuhen ausgestattet, kann dich Kälte nicht aufhalten. Ebenfalls nicht zu verachten: Wintertraining reduziert den Fettspeicher beachtlich, da durch die Kälte die Stoffwechselrate auch während der Erholung ansteigt.

4. Joggen bringt den Glückskick

Joggen kann sogar eine Art Rauschzustand auslösen. Bereits nach wenigen Kilometern bemerken manche Sportler dieses „Läuferhoch“. Lange Zeit galten vor allem Endorphine als Auslöser für den Glückskick, doch die aktuelle Forschung bezweifelt das. Denn der auch als Glückshormon bezeichnete Stoff befindet sich beim Joggen zwar vermehrt im Blut, kann aber offenbar nicht ins Gehirn gelangen und demnach auch keinen Rauschzustand auslösen. Wie der „Spiegel“ berichtet, sind wohl eher Endocannabinoide für die Glücksgefühle beim Lauftraining verantwortlich. Das sind körpereigene Substanzen, die den Menschen in einen rauschhaften Zustand versetzen können. Und bei sportlicher Aktivität sollen diese vermehrt ausgeschüttet werden. Laut dem Sportmediziner Fernando Dimeo kommen zudem Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin für die gute Stimmung in Frage. Im Endeffekt wird es dir egal sein, was den Glückskick auslöst: Das Wichtigste ist, dass sich deine Stimmung durch das Joggen spürbar verbessert.

5. Joggen ist gut für den Kopf

Joggen erhöht die Konzentrationsfähigkeit, weil das Gehirn besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Studien weisen zudem darauf hin, dass auch kreative Prozesse einfacher ablaufen, wenn du dich regelmäßig bewegst. „Körperliches Training fördert die kognitiven Funktionsabläufe bei jungen wie bei alten Menschen“, erklärt Dan Landers, Professor für Bewegungslehre an der Arizona State University (USA) bei „runnersworld.de“. Laufen hilft darüber hinaus, das Stresshormon Cortisol abzubauen. „Eine Stunde in der Woche laufen, das wirkt so gut wie 100 Milligramm Betablocker jeden Tag“, erklärt Thomas Tölle, Neurologe und Psychologe der Technischen Universität München. Nicht zuletzt schlafen Läufer besser und tiefer als Sportmuffel. Wer also dauerhaft geistig gesund und leistungsfähig bleiben will, sollte auf keinen Fall aufs Laufen verzichten.

Veröffent­lichungsdatum: 14.02.2017
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