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Einige Fettdepots sind von außen nicht erkennbar, weil sie in inneren Körperhöhlen rund um die Organe versteckt sind. | © iStock.com/Franck-Boston

Körperfettanteil messen – um rechtzeitig etwas dagegen zu tun

Muskeln ja, Fett nein: Für deine Traumfigur ist das Verhältnis von Fett zur Gesamtkörpermasse wichtig? So kannst du deinen Körperfettanteil messen.

„Fast jeder sechste Erwachsene in der EU gilt als adipös“, das steht im Bericht vom statistischen Amt der europäischen Union, eurostat. Junk Food, langes Sitzen und Bewegungsmangel lassen Bauch, Po und Hüften europaweit wachsen. Die Deutschen liegen laut Bericht zwar im Mittelfeld, aber immerhin noch über dem europäischen Durchschnitt. Das pummelige Ergebnis falscher Ernährung kannst du an fast jeder Straßenecke sehen, es handelt sich dabei um gefährliches Speicherfett. Selbst eine schlanke Coach-Potato weist manchmal einen erschreckend hohen Körperfettanteil auf. Wie kommt das?

Einige Fettdepots sind von außen nicht erkennbar, weil sie in inneren Körperhöhlen rund um die Organe versteckt sind. Auch der BMI (Body-Maß-Index), der Körpergewicht und Körpergröße in Relation setzt, sagt darüber nichts aus. Durch diese grobe Einteilung lässt sich lediglich beurteilen, ob eine Person unter-, normal- oder übergewichtig ist. Entscheidend ist die Zusammensetzung der Körpermasse: fettfreie Masse, bestehend aus Muskeln, Organen, Knochen, umgebendem Gewebe und Wasser. Fettgewebe hat bei gleichem Gewicht das vierfache Volumen von Muskelgewebe.

Zu viel Körperfett macht krank. Je höher der Fettanteil, desto bedrohlicher ist es für die Gesundheit, denn gleichzeitig steigt das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten wie Dickdarmkrebs und Brustkrebs.

Welche Methoden gibt es, um den Körperfettanteil zu messen?

Der Caliper nimmt Speckröllchen in die Zange. Mit diesem Messschieber prüfst du die Hautfaltendicke an möglichst drei Stellen, beispielsweise an Bauch, Oberarm und Hüfte. Je dicker die Hautfalten, desto höher ist dein Körperfettanteil. Dazu die Haut am Bauch mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, mit dem Caliper-Messschieber fassen und den Wert ablesen. Wichtig: Jede Hautfalte solltest du regelmäßig an exakt derselben Stelle messen. Geräte kannst du ab fünf Euro im Internet bestellen. Meist liegt eine Wertetabelle für Männer und Frauen bei, anhand der du die Messergebnisse leicht in den Körperfettanteil umwandeln kannst.

Der Caliper nimmt Speckröllchen in die Zange - je dicker die Hautfalten, desto höher ist dein Körperfettanteil. | © iStock.com/AndreyPopov

Mit speziellen Rechnern und Tabellen das Körperfett messen

Ohne jedes Messgerät ist es schwierig, dein Körperfett zu bestimmen. Bei der sogenannten US-Navy Methode ist neben dem Bauch-, Hüft- und Halsumfang auch die Körpergröße entscheidend. Aber über das Verhältnis von Fett und Muskulatur sagt das gar nichts aus.

Dass Frauen generell einen höheren Körperfettanteil haben als Männer, ist bekannt. Auch dass im Alter Muskeln ab- und Fett aufgebaut wird. Körperfetttabellen bieten daher nur einen groben Überblick über den idealen Körperfettanteil von Männern und Frauen.

Das Körperfett per Waage messen

Index-Smart-Waage I © Garmin

Klingt etwas martialisch, ist aber absolut harmlos:

Körperfettwaagen leiten minimale, nicht spürbare Strommengen durch den Körper. Da Fett einen niedrigeren Widerstand hat als anderes Gewebe, kann die Waage so nach einer Formel den gesamten Körperfettanteil messen.

Vorher gibst du Körpergewicht, Geschlecht und Alter ein – zum Beispiel mit der Index-Smart-Waage von Garmin.

Die Zusammensetzung der Körpermasse zu bestimmen, ist nicht nur für Sportler und Ernährungsbewusste wichtig. Auch wenn du abnehmen möchtest, profitierst du von dieser Messung. Trainierst du beispielsweise wie verrückt und nimmst kein Gewicht ab, kann die Körperfettwaage unnötigen Kummer ersparen, weil sie anzeigt, dass das an deinen neuen Muckis liegt. Mit der Körperfettwaage kannst du auch erkennen, ob du nach einer Diät tatsächlich Fett und nicht nur Wasser und Muskelmasse verloren hast. Doch Vorsicht: Nasse Füße, Bodylotion, eine volle Blase oder ein voller Magen können das Messergebnis verfälschen!

Fett ist nicht gleich Fett

Der menschliche Körper hat verschiedene Arten von Fett: Struktur- und Speicherfett. Die ungeliebten Fettpölsterchen an Bauch, Po und Hüften gehören zum Speicherfett und sind das Ergebnis von ungesunder Ernährung, Bewegungsmangel oder entsprechender Veranlagung. In Deutschland haben über 65 Prozent der Männer und etwa 55 Prozent der Frauen Übergewicht.

Das Strukturfett dagegen schützt die inneren Organe, fängt Schläge und Stöße ab, dient als Puffer zwischen den Gelenken und anderen Körperstrukturen. Es ist in seiner Funktion also sehr wichtig.

Veröffent­lichungsdatum: 03.01.2019
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Garmin Index-Smart-Waage
20.11.2018

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