Body & Soul

Körperfettanteil messen: 3 Methoden

Muskeln ja, Fett nein: Für dich und deinen Sport ist das Verhältnis von Fett zur Körpermasse wichtig? So kannst du deinen Körperfettanteil messen.

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„Fast jeder sechste Erwachsene in der EU gilt als adipös“, das steht im Bericht vom statistischen Amt der europäischen Union, eurostat. Junk Food, langes Sitzen und Bewegungsmangel lassen Bauch, Po und Hüften europaweit wachsen. Die Deutschen liegen laut Bericht zwar im Mittelfeld, aber immerhin noch über dem europäischen Durchschnitt. Das Ergebnis falscher Ernährung kannst du an fast jeder Straßenecke sehen, es handelt sich dabei um gefährliches Speicherfett. Selbst eine schlanke Coach-Potato weist manchmal einen erschreckend hohen Körperfettanteil auf. Wie kommt das?

Einige Fettdepots sind von außen nicht erkennbar, weil sie in inneren Körperhöhlen rund um die Organe versteckt sind. Auch der BMI (Body-Maß-Index), der Körpergewicht und Körpergröße in Relation setzt, sagt darüber nichts aus. Durch diese grobe Einteilung lässt sich lediglich beurteilen, ob eine Person unter-, normal- oder übergewichtig ist. Entscheidend ist die Zusammensetzung der Körpermasse: fettfreie Masse, bestehend aus Muskeln, Organen, Knochen, umgebendem Gewebe und Wasser. Fettgewebe hat bei gleichem Gewicht das vierfache Volumen von Muskelgewebe.

Fett ist nicht gleich Fett

Der menschliche Körper hat verschiedene Arten von Fett: Struktur- und Speicherfett. Die ungeliebten Fettpölsterchen an Bauch, Po und Hüften gehören zum Speicherfett und sind das Ergebnis von ungesunder Ernährung, Bewegungsmangel oder entsprechender Veranlagung. In Deutschland haben über 65 Prozent der Männer und etwa 55 Prozent der Frauen Übergewicht.

Das Strukturfett dagegen schützt die inneren Organe, fängt Schläge und Stöße ab, dient als Puffer zwischen den Gelenken und anderen Körperstrukturen. Es ist in seiner Funktion also sehr wichtig.

Zu viel Speicherfett macht krank

Je höher der Körperfettanteil, desto bedrohlicher ist es für die Gesundheit. Denn Adipositas bringt einige Folge- und Begleiterscheinungen mit sich. Bei Übergewichtigen steigen Puls und Atemfrequenz selbst bei leichter Bewegung rasch an. Sie leiden häufiger unter Schmerzen, Schlafapnoe und es kommt bei Operationen häufiger zu Komplikationen. Und als ob das noch nicht reicht, ist auch das Risiko für Unfruchtbarkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, orthopädische Erkrankungen und Krebs bei Übergewicht erhöht. 

Welche Methoden gibt es, um den Körperfettanteil zu messen?

Die Caliper Hautfalten-Messung

Der Caliper nimmt Speckröllchen in die Zange. Mit diesem Messschieber prüfst du die Hautfaltendicke an möglichst drei Stellen, beispielsweise an Bauch, Oberarm und Hüfte. Je dicker die Hautfalten, desto höher ist dein Körperfettanteil. Dazu die Haut am Bauch mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, mit dem Caliper-Messschieber fassen und den Wert ablesen. Wichtig: Jede Hautfalte solltest du regelmäßig an exakt derselben Stelle messen. Geräte kannst du ab fünf Euro im Internet bestellen. Meist liegt eine Wertetabelle für Männer und Frauen bei, anhand der du die gemessenen Ergebnisse leicht in den Körperfettanteil berechnen kannst.

Arzt misst den Körperfettanteil seiner Patientin mit einer Caliper-Zange
Der Caliper nimmt Speckröllchen in die Zange – je dicker die Hautfalten, desto höher ist dein Körperfettanteil.  © iStock.com / AndreyPopov

Mit speziellen Rechnern und Tabellen das Körperfett messen

Ohne jedes Messgerät ist es schwierig, dein Körperfett zu bestimmen. Bei der sogenannten US-Navy Methode ist neben dem Bauch-, Hüft- und Halsumfang auch die Körpergröße entscheidend. Aber über das Verhältnis von Fett und Muskulatur sagt das gar nichts aus.

Dass Frauen generell einen höheren Körperfettanteil haben als Männer, ist bekannt. Auch dass im Alter Muskeln ab- und Fett aufgebaut wird. Körperfett-Tabellen bieten daher nur einen groben Überblick über den idealen Körperfettanteil von Männern und Frauen.

Das Körperfett per Waage messen

Klingt etwas martialisch, ist aber absolut harmlos:

Körperfettwaagen messen mit der sogenannten Bioimpedanz-Methode (BIA) das Körperfett. Sie leiten minimale, nicht spürbare Strommengen durch den Körper. Da Fett einen niedrigeren Widerstand hat als anderes Gewebe, kann die Waage so nach einer Formel den gesamten Körperfettanteil messen.

Vor der ersten Messung gibst du Körpergewicht, Geschlecht und Alter ein – zum Beispiel mit der Index S2 Smart-Waage von Garmin. Sie misst nicht nur deinen Körperfettanteil, sondern auch den Anteil von Muskeln, Wasser und zeigt dir, wie schwer deine Knochen wirklich sind. Auf Wunsch speichert die Garmin Index S2 deine Daten in Garmin Connect, sodass du deinen Gewichtstrend immer im Blick hast.

Garmin Index S2 Waage
Die Garmin Index S2 Waage misst den Körperfettanteil über die Bioimpedanz-Methode. © Garmin

Die Zusammensetzung der Körpermasse zu bestimmen, ist nicht nur für Sporttreibende und Ernährungsbewusste wichtig. Auch wenn du abnehmen möchtest, profitierst du von dieser Messung. Trainierst du beispielsweise wie verrückt und nimmst kein Gewicht ab, kann die Körperfettwaage unnötigen Kummer ersparen, weil sie anzeigt, dass das an deinen neuen Muckis liegt. Mit der Körperfettwaage kannst du auch erkennen, ob du nach einer Diät tatsächlich Fett und nicht nur Wasser und Muskelmasse verloren hast. 

Was dich sonst noch vorwärts bringt

Garmin Index-Smart-Waage

20.11.2018

Smartes Fitness- und Gewichtsmanagement

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zu Garmin.com
Juliane Fietkau

Juliane Fietkau, Jahrgang 86, hat einen größeren grünen Daumen als der Hulk. Wie bei den Pflanzen weiß „Fiete” genau, was die Lesenden brauchen. Vor ihrer Zeit bei #BeatYesterday.org arbeitete die SEO-Redakteurin für große und kleine Agenturen. Fiete trinkt gerne Bier und arbeitet währenddessen an ihrer Holzkate in der mecklenburgischen Pampa. Ihre Smartwatch: die Venu 2s.

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