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Veggie-Food ist auf dem Vormarsch! | © iStock.com/kiko_jimenez

Schwarze Sapote, Probiotika und weitere Food-Trends 2019

Eine gesunde Frucht, die wie Schokopudding schmeckt, Veggie-Food auf dem Vormarsch und Lust auf gesunden Genuss: Hier kommen die Ernährungstrends des Jahres!

Gesund essen mit Leidenschaft: Healthy Hedonism

Gesundes Essen schmeckt nicht? Das stimmt nicht (mehr)! Seit einiger Zeit eröffnen vor allem in Großstädten zunehmend Imbisse und Restaurants, in denen in coolem Ambiente frische und gesunde Superbowls, Salate, Smoothies & Co. serviert werden. Erste Lieferdienste versorgen dich unkompliziert mit richtig guten Salaten statt mit fettiger Pizza, in den Burger-Restaurants stehen zunehmend auch Low-Carb-Varianten auf der Karte und im Supermarkt findest du immer mehr neue gesunde Produkte. Auch pflanzliche Milch- und Fleischalternativen sind dort inzwischen völlig normal. Kurzum: Gesundes Essen ist nicht mehr nur rein funktional – sondern lecker, vielfältig, stylish und im Alltag angekommen. „Healthy Hedonism“ nennt Trendforscherin Hanni Rützler das in ihrem Food-Report 2019. Und beschreibt damit einen der wichtigsten Food-Trends des Jahres – einen gesunden Ernährungsstil, der nicht auf Verboten und Verzicht beruht, sondern viel Raum für Genuss bietet und damit absolut alltagstauglich ist.

Food-Trend: Imbisse und Restaurants, die frische und gesunde Superbowls, Salate, Smoothies & Co. servieren. | © iStock.com/Kesu01

Fleischverzicht: „Plant Based Food” ist angesagt!

Auch eine pflanzenbasierte Ernährung gewinnt dieses Jahr laut Rützler weiter an Bedeutung. Und zwar in all ihren Facetten – flexitarisch, vegetarisch, vegan. Immer mehr Menschen versuchen, ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Insbesondere aus ethisch-moralischen Gründen (Stichwort Massentierhaltung und CO2-Ausstoß). „Plant Based Food“ heißt der Trend, der keine Ideologie oder strikte Diätform ist, sondern bei dem Gemüse und Getreide einfach von den Neben- zu den Hauptdarstellern der Gerichte werden. 2019 wird es für dich noch leichter, dich pflanzenbasiert zu ernähren: Neue vegetarische Kochbücher kommen auf den Markt, viele Start-ups tüfteln an weiteren Fleischersatzprodukten und auch in der Gastronomie und in den Kantinen wird eine vielfältige Auswahl an fleischlosen Gerichten immer selbstverständlicher.

Flexitarisch, vegetarisch, vegan: Pflanzenbasierte Ernährung gewinnt weiter an Bedeutung – in allen Facetten. | © iStock.com/stockyimages

Weiter angesagt: Proteine aus Insekten

Alternative Proteinquellen sind 2019 weiter im Kommen. Neben pflanzlichen Eiweißlieferanten wie Algen, Pilzen und Hülsenfrüchten sind das vor allem auch Insekten. Diese enthalten viel Eiweiß und andere wichtige Nährstoffe, sind aber deutlich nachhaltiger als Nutztiere, die zur Gewinnung von Fleisch und Eiern gehalten werden. Insekten brauchen weniger Futter und Wasser und haben im Vergleich zu etwa Schweinen und Rindern einen weitaus geringeren Ausstoß von Treibhausgasen. Mehr als 1.400 essbare Insektenarten, aus denen etwa Mehl, Proteinriegel oder Burger-Patties hergestellt werden, gibt es. Laut dem Ernährungsreport 2019 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft  (BMEL-Ernährungsreport 2019) können sich immerhin 31 Prozent der Deutschen vorstellen, Lebensmittel zu kaufen, die aus Insekten hergestellt sind. Männer sind dem Thema gegenüber mit 40 Prozent übrigens deutlich aufgeschlossener als Frauen (22 Prozent).

Alternative Proteinquelle: Insekten – über 1.400 Arten sind essbar! | © iStock.com/merc67

Das neue Superfood: schwarze Sapote

Kein Jahr ohne neues Superfood. 2019 wird die schwarze Sapote als heißer Kandidat für den Hype gehandelt. Die kalorienarme Frucht, die in Mittel- und Südamerika wächst, soll wie Schokoladenpudding schmecken, aber viel gesünder sein. Sie liefert unter anderem reichlich Vitamin C und verschiedene Mineralstoffe. Das dunkle Fruchtfleisch kann direkt aus der Schale gelöffelt oder in Smoothies und Desserts verarbeitet werden. Kleiner Haken: Die schwarze Sapote gibt es bei uns bislang nur selten im Supermarkt, bei speziellen Obst- und Gemüsehändlern wirst du eher fündig.

Kein Jahr ohne neues Superfood: 2019 steht die schwarze Sapote hoch im Kurs. | © iStock.com/ThitareeSarmkasat

Darmgesund essen: Probiotika

Spätestens seit dem Erfolg des Buches „Darm mit Charme“ wissen wir: Darmbakterien haben einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Gewicht. Und über die richtige Ernährung können wir die „guten“ Darmbakterien fördern. 2019 dreht sich deshalb alles um probiotische Lebensmittel. Also solche, die lebende Kulturen wie Milchsäurebakterien enthalten. Sie fördern, gerade im Zusammenspiel mit einer kohlenhydratreduzierten und ballaststoffreichen Ernährung, die schlank- und gesundmachenden Darmbakterien. Zu den besten probiotischen Lebensmitteln gehören fermentierte Produkte wie frisches Sauerkraut, Kefir und Kimchi sowie Naturjoghurt und Buttermilch.

Fermentierte Produkte wie Kimchi gehören zu den besten probiotischen Lebensmitteln. | © iStock.com/SilviaJansen

Einfach nachhaltig: essbare Strohhalme

Plastikmüll ist ein globales Problem. Wer versucht, den eigenen Plastikkonsum zu reduzieren, tut etwas Gutes für die Umwelt. Letztes Jahr bekam das Thema schon verstärkt Aufmerksamkeit, zum Beispiel durch verpackungsfreie Supermärkte oder den Verzicht vieler Geschäfte auf Plastiktüten. 2019 geht es weiter – unter anderem mit neuen, smarten Produktinnovationen. Wie die essbaren Strohhalme von Wisefood, die aus Getreide und Apfeltrester, einem Abfallprodukt aus der Apfelsaftproduktion, hergestellt werden. Sie halten bis zu eine Stunde im Glas, danach isst du sie einfach auf. Alternativ gibt es auch Strohhalme aus Glas und Edelstahl, die du immer wieder verwenden kannst.

Essbarer Strohhalm von Wisefood – hergestellt aus Getreide und Apfeltrester, einem Abfallprodukt aus der Apfelsaftproduktion. | © Wisefood

Nicole Benke
© Martin Szymanski

Über #BeatYesterday-Autorin Nicole Benke


Nicole Benke liebt gutes Essen – am liebsten selbst gekocht aus frischen Produkten der Saison. Von Crash-Diäten hält die Food-Journalistin gar nichts. Sie findet: Eine gesunde Ernährung soll Spaß machen, darf nicht verkrampft sein und muss auch mal Raum für Genuss bieten. Denn strikte Verbote machen nur schlechte Laune. Und wer kann die schon gebrauchen?

Veröffent­lichungsdatum: 31.01.2019
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