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Auf eigene Faust um die Welt: Wir haben wichtige Tipps für deine erste Solo-Reise. | © Kathrin Heckmann

Allein Reisen leicht gemacht: Tipps für Einsteiger

Du möchtest auf eigene Faust die Welt erkunden, hast aber noch Bedenken? Hier findest du die wichtigsten Tipps für deine erste Solo-Reise.

Langweilig, gefährlich, anstrengend … vor meiner ersten Reise ganz allein (2 Wochen mit dem Mietwagen durch Schottland) hatte ich genau solche Bedenken – und noch viele mehr! Mittlerweile reise ich oft und gerne mit mir selbst, denn diese Art des Reisens hat ihren ganz besonderen Reiz: Ich nehme alles viel intensiver wahr, gehe offener auf andere Menschen zu und am Ende bleibt das gute Gefühl, all die Herausforderungen ganz allein gemeistert zu haben. Folgende Tipps haben mir bei meinen ersten Reisen sehr geholfen, und viele davon tun es auch heute noch.

Tipp 1: Fange klein an

Es muss nicht gleich der zweimonatige Backpacking-Trip ans Ende der Welt sein! Wenn du noch nie allein verreist bist, kann auch schon ein Städtetrip oder die Wanderung im eigenen Land Abenteuer genug sein und gleichzeitig auch eine gute Vorbereitung auf größere Reisen. Hierbei kannst du dich ganz langsam daran gewöhnen, die Herausforderungen des Reisealltags zu meistern und mit dir selbst allein zu sein. Ganz ohne dich zusätzlich auf eine fremde Kultur oder Sprache konzentrieren zu müssen.

Tipp 2: Such dir ein passendes Reiseziel aus

Du solltest unbedingt darauf achten, dass dein Reiseziel zu dir und deinen Wünschen passt. Du bist gern in der Natur unterwegs? Dann ist ein Städtetrip wahrscheinlich eher nicht das Richtige. Du bist eher introvertiert? Dann solltest du einen typischen Backpacking-Trip vielleicht lieber meiden.

Die USA und Kanada sind perfekt für Rundreisen mit dem Auto geeignet. | © Kathrin Heckmann

Es gibt viele Reiseziele, die für einen ersten Solo-Trip ins Ausland gut geeignet sind. Besonders empfehlenswert sind europäische Länder, denn hier ticken die Uhren nicht allzu anders und du hast das gute Gefühl, jederzeit relativ unkompliziert wieder nach Hause zu können. Falls du weiter weg möchtest, solltest du dir ein Land aussuchen, das touristisch gut erschlossen ist und Reisenden eine gewisse Infrastruktur in Form von Fortbewegungsmitteln, Unterkünften, Aktivitäten usw. bietet, um dir den Start so einfach und angenehm wie möglich zu machen.

Geeignete Reiseziele für deine erste Solo-Reise:

  • Für Naturliebhaber: Die skandinavischen Länder bieten eine eindrucksvolle Landschaft und sind sehr sicher. Die Menschen vor Ort sind hilfsbereit, freundlich und überall wird perfektes Englisch gesprochen.
  • Für Roadtripper: Die USA und Kanada sind perfekt für Rundreisen mit dem Auto geeignet und auch als Alleinreisender wirst du dich hier sehr wohl fühlen.
  • Für Backpacker: Das Backpacking-Land schlechthin ist wohl Australien. Vor allem an der Ostküste wirst du garantiert auf viele andere Solo-Reisende treffen – und abschnittsweise Weggefährten finden.
  • Für Sparfüchse: Südostasien mit Reisezielen wie Thailand oder Bali ist bei Alleinreisenden ebenfalls sehr beliebt und zudem verhältnismäßig günstig.
  • Für Abenteurer: Patagonien, also der äußerste Süden Chiles und Argentiniens, verfügt über ein erstaunlich gutes Fernbusnetz, welches die wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbindet und ist für Südamerika-Anfänger perfekt.

Tipp 3: Bereite dich auf deine Reise vor

Je mehr du über dein Reiseziel, dessen Kultur, Geschichte, Geografie und die Gepflogenheiten weißt, desto wohler und sicherer wirst du dich vor Ort fühlen. Und ein paar Grundkenntnisse in der jeweiligen Landessprache sind ebenfalls Gold wert! Denn auch wenn Englisch mittlerweile weit verbreitet ist, gibt es immer noch viele Gegenden, in denen die Einheimischen wenig bis gar kein Englisch sprechen.

Mit Händen und Füßen wirst du zwar immer irgendwie durchkommen, aber ein paar wichtige Vokabeln – sei es zum Beispiel, um nach dem Weg zu fragen oder auch nur, um einen Kaffee zu bestellen – vereinfachen die Kommunikation deutlich und geben dir einfach ein gutes Gefühl.

Tipp 4: Reise mit leichtem Gepäck

Wenn du nicht gerade einen Urlaub im All-Inclusive-Hotel verbringst, solltest du versuchen, so wenig Gepäck wie möglich mit dir zu tragen. So bleibst du immer flexibel und musst dich in Stresssituationen nicht unnötig mit dem Tragen schwerer Taschen und Koffer belasten.

Vor allem in wärmeren Gegenden und wenn du keine längeren Wandertouren oder ähnliche Abenteuer planst, reicht oft sogar ein Handgepäckstück aus. Probier es aus und du wirst erstaunt sein, wie wenig du doch eigentlich brauchst!

Bilderbuchreifer Sonnuntergang an der Küste von Oregon, USA. | © Kathrin Heckmann

Tipp 5: Buche deine ersten Unterkünfte vor

Auch wenn du deinen Reiseverlauf spontan gestalten und dich im Vorhinein nicht zu sehr festlegen möchtest (eine Art zu reisen, die ich dir nur empfehlen kann), solltest du zumindest die ersten Tage deiner Reise vorbuchen und planen. So kannst du erst mal ganz in Ruhe ankommen und musst dich nicht direkt nach der Ankunft um Dinge wie Unterkünfte und Fortbewegungsmittel kümmern.

Darüber hinaus ist es trotz aller Spontanität sinnvoll, zumindest einen groben Reiseplan in der Hinterhand zu haben, selbst wenn dann vor Ort vielleicht alles ganz anders kommt als gedacht. So hast du immer einen Plan B, auf den du notfalls zurückgreifen kannst.

Tipp 6: Besorge dir eine lokale Sim-Karte

Entweder schon von zuhause aus oder vor Ort, zum Beispiel am Flughafen, kannst du dir in den meisten Ländern ohne Probleme eine lokale Prepaid-Simkarte für dein Handy besorgen. Damit kannst du ohne horrende Telefonkosten deine Reise vor Ort leichter organisieren und auch Familie und Freunde in der Heimat an deinen Erlebnissen teilhaben lassen. Das bewirkt auch bei Heimweh oder dem Gefühl von Einsamkeit oft wahre Wunder.

Und falls du in abgelegenen Regionen ohne Handyempfang unterwegs bist oder zum Beispiel eine längere Trekkingtour planst: Mit dem inReach Mini von Garmin kannst du von überall auf der Welt aus Nachrichten versenden und empfangen!

Australien ist wohl das Backpacking-Land schlechthin. | © Kathrin Heckmann

Tipp 7: Setz dich nicht unter Druck

Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt – und das gilt auch fürs Reisen! So toll es ist, fremde Länder zu entdecken, so anstrengend und herausfordernd kann es auch sein. Auf Reisen gibt es immer gute und weniger gute Tage, sei es, weil das Wetter schlecht ist, das Gepäck verloren ging, die Unterkunft sich als Reinfall entpuppt oder einfach nur, weil du eben einen schlechten Tag hast.

In solchen Momenten ist es völlig okay, traurig oder schlecht gelaunt zu sein und Heimweh zu verspüren. Setz dich nicht unter Druck, sei nachgiebig mit dir selbst und versuche dann einfach, das beste aus der Situation zu machen. Spätestens am nächsten Tag sieht die Welt oft schon wieder ganz anders aus und dein Reisefieber ist wieder da.

Tipp 8: Vernetze dich mit anderen Solo-Reisenden

In einschlägigen Foren oder Facebook-Gruppen kannst du schon vor deiner Reise viele Gleichgesinnte virtuell kennenlernen, Fragen stellen und Erfahrungen austauschen. Und vielleicht findest du hier ja sogar jemanden, der zur gleichen Zeit wie du im Reiseland deiner Wahl unterwegs ist?

Darüber hinaus sind Hostels die mitunter beste Möglichkeit, um vor Ort andere Reisende kennenzulernen. Falls du dir kein Zimmer teilen möchtest, gibt es dort übrigens oft auch Einzelzimmer. Und überhaupt haben viele Hostels heutzutage nur noch wenig mit einer heruntergekommenen Massenunterkunft gemeinsam.

Es ist aber auch völlig okay, wenn du lieber mit dir allein bleiben und abends ein Buch lesen möchtest, anstatt mit anderen durch Bars zu ziehen. Du bist bestimmt nicht der Einzige.

Geschlafen wird im Zelt: Kathrin auf Trekkingtour durch Patagonien. | © Kathrin Heckmann

Tipp 9: Sei stolz auf dich

Egal wie deine Reise verläuft: Mach dir zwischendurch bewusst, dass du gerade unglaublich tolle und wertvolle Erfahrungen sammelst, von denen du nur profitieren kannst. Du hattest einen Wunsch, hast ihn in die Tat umgesetzt und machst das Beste daraus. Und du machst da etwas, das sich viele andere trotz heutiger Möglichkeiten niemals trauen würden. Das allein schon ist Grund genug, stolz auf dich und deine Reise zu sein!

Über #BeatYesterday-Autorin Kathrin Heckmann


Kathrin ist erst so richtig glücklich, wenn sie mit Wanderschuhen an den Füßen in irgendeiner menschenleeren Landschaft steht, das Meer vor ihrem Zelt rauschen hört oder den Sonnenuntergang von einem Berggipfel aus betrachtet. Für solche Erlebnisse wandert die 30-jährige Münchnerin dann auch schon mal 1.000 Kilometer durch Westaustralien oder reist bis nach Alaska. Aber auch die heimischen Alpen haben es ihr angetan! Hauptsache draußen eben – ganz getreu dem Motto ihres Outdoor-Reiseblogs Fräulein Draußen, auf dem sie seit 2013 von ihren Abenteuern berichtet.

Veröffent­lichungsdatum: 14.12.2018
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