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Rom? Amsterdam? München? Beim Blind Booking erfährst du dein Reiseziel erst nach der Buchung. | © iStock.com/encrier

Blind Booking: 7 Fakten zum günstigen Urlaubs-Hack

Blind Booking ist Nervenkitzel pur: Du weißt nur, dass du günstig fliegst – wohin der Trip geht, erfährst du erst später. So funktioniert die Reise ins Blaue.

1. Der Grundgedanke des Blind Booking

Fluggesellschaften haben auf manchen Flügen kurz vor Abflug noch einige Plätze frei, andere Routen sind schon lange im Voraus ausgebucht. Um für eine möglichst gleichmäßige Auslastung zu sorgen, bieten einige Airlines Blind Booking an: Damit kannst du eine grobe Vorauswahl deiner Reiseziele treffen – wohin es allerdings genau geht, erfährst du erst nach der Buchung. Die Anbieter platzieren dich dann auf einen der Flüge, auf denen die Auslastung noch gering ist.

Da die meisten Urlauber natürlich vorher gerne wissen würden, wo es hingeht, bieten die Fluggesellschaften diese Plätze zu einem Festpreis an, der oft viel günstiger als der Originalpreis ist. Wenn du also sagst: „Hauptsache weg und nicht zu teuer“, dann könnte Blind Booking genau das Richtige für dich sein.

2. Blind Booking geht nur Last Minute

Zunächst einmal musst du relativ spontan buchen. Wenn du gern schon im Winter deinen Sommerurlaub festmachst, wirst du von den günstigen Preisen nicht profitieren können, da die Airlines ihre Auslastung zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht abschätzen können. Blind Booking ist also eher eine Last-Minute-Angelegenheit: Je nach Anbieter kannst du frühestens zwischen 42 Tagen bis drei Monaten vor Reiseantritt buchen.

3. So funktioniert Blind Booking

Zunächst musst du deinen Abflughafen wählen, meist ist es einer unter den größeren Drehkreuzen. Den gewünschten Airport bekommst du bei der Buchung dann aber auch garantiert. Danach kannst du dein Reiseziel eingrenzen, indem du dich für ein Urlaubsthema entscheidest: Also Strandurlaub, Städteurlaub oder Silvester.

Jetzt siehst du deine möglichen Reiseziele. Wenn dir das eine oder andere gar nicht behagt, kannst du diese Ziele gegen einen Aufpreis ausschließen – eine gewisse Anzahl an Destinationen muss aber immer bestehen bleiben. Dann wählst du noch deine exakten Reisedaten aus. Erst nach Abschluss der Buchung und Bezahlung wird dir dann dein Ziel genannt. So kannst du dich auf deine Reise immerhin noch vorbereiten.

Eine Reise ins Blaue - Blind Booking ist Nervenkitzel pur! | © iStock.com/anyaberkut

4. Welche Fluggesellschaft bietet Blind Booking an?

Derzeit gibt es zwei Anbieter beim Blind Booking aus Deutschland: Du kannst dich mit der Lufthansa-Tochter Eurowings überraschen lassen sowie mit der Lufthansa selbst. Eurowings bietet derzeit sieben verschiedene deutsche Flughäfen zur Abreise an und bis zu acht verschiedene Kategorien mit möglichen Zielen. Gibst du beispielsweise Hamburg als Startpunkt aus und wählst „Weihnachtsmärkte“ als Thema aus, schickt dich die Fluggesellschaft in eine von sieben verschiedenen nationalen und internationalen Städten mit schönen Weihnachtsmärkten. Der Flugpreis beträgt nur 66 Euro.

Wenn du bei deiner blind gebuchten Weihnachtsreise beispielsweise auf keinen Fall nach Köln fliegen willst, kannst du dieses Ziel ausschließen und zahlst dann insgesamt 71 Euro. Bei der Lufthansa musst du von Frankfurt oder München aus fliegen, ansonsten funktioniert das Prinzip unter dem Namen „Lufthansa Surprise“ ähnlich. Je nach Themengebiet zahlst du hier zwischen 69 und 99 Euro für deinen Flug.

5. Blind Booking für Hotels und Pauschalreisen

Das Blind-Booking-Konzept kannst du auch für Hotels und Pauschalreisen anwenden. Du buchst also ein Hotel einer bestimmten Kategorie in einer bestimmten Stadt – ohne zu wissen welches – und erfährst nach der Buchung die genaue Unterkunft. Oder du kombinierst Flug und Hotel – eine echte Glücksreise also, bei der du noch mehr Geld sparen kannst. Solche Pauschalreisen buchst du zum Beispiel bei den Anbietern blookery oder wowtrip.travel. Bei den Kreuzfahrtunternehmen Saga Cruises und AIDA kannst du sogar zu einem Blind-Booking-Abenteuer in See stechen.

6. Das gilt es beim Blind Booking zu beachten

Vor allem für Kurztrips hat Blind Booking einen entscheidenden Nachteil: Du erfährst bei den Airlines erst nach der Buchung, zu welchen Zeiten die Flüge gehen. Mit Pech fliegst du also spät abends hin und früh morgens wieder zurück. Zudem sind die Flüge nicht stornierbar und auch ein Rücktrittsrecht greift nicht – sonst würde ja jeder, der mit seinem zugewiesenen Ziel nicht zufrieden ist, von der Reise wieder zurücktreten. Gepäck ist in der Regel im Preis ebenfalls nicht enthalten; dieses müsstest du hinzubuchen.

7. Mit diesen Tipps kommst du deinem Wunschziel näher

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie du bei den Airlines deinem Wunschziel näherkommst, ohne dafür mehr bezahlen zu müssen. Dafür solltest du einen Blick auf den Flugplan werfen. Willst du unbedingt in eine bestimmte Stadt, die Fluggesellschaft fliegt das Ziel aber nur zweimal die Woche an, so solltest du deinen Reisezeitraum genauso wählen, dass du an diesen Tagen überhaupt hin und zurück kommen würdest. Werden andere Ziele an diesen Tagen gar nicht angeflogen, kannst du diese schon ausschließen – ohne dafür mehr bezahlen zu müssen.

Und auch ein Blick auf die Auslastung der Flüge kann helfen. Diese erfährst du, indem du eine „normale“ Flugbuchung für dein Wunschziel simulierst und dir den Sitzplatzbelegungsplan für Hin-und Rückflug anschaust. Sind die Flieger schon fast ausgebucht, ist eine Mitnahme auf dieser Strecke eher unwahrscheinlich.

Veröffent­lichungsdatum: 03.01.2018
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