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Jede Reise beginnt mit einem Ziel. I © iStock.com/Fly_dragonfly

Tipps & Tricks für die Reisevorbereitung

Visum, Bargeld, Impfungen – die To-dos vor einer Reise sind zahlreich. Hier erfährst du, was für deine Vorbereitung unbedingt auf die Checkliste sollte.

Reise-Recherche: Wo soll es hingehen?

Bevor du mit der konkreten Reiseplanung beginnst, musst du dich natürlich erst mal entscheiden, wie deine Reise aussehen soll und die grundsätzlichen Fragen klären:

  • Welche Art von Reise möchtest du machen? Städtereise oder Trekking-Abenteuer? Backpacking-Trip oder Strandurlaub?
  • Soll es eine Fernreise werden oder lieber was in der Nähe?
  • Zu welcher Zeit möchtest du verreisen?
  • Wie viel Budget hast du zur Verfügung?

Hast du diese Fragen für dich beantwortet, kannst du dich auf die Suche nach einem Reiseziel machen, das zu deinen Wünschen, deinem Budget und der jeweiligen Reisezeit passt. Ich nutze hierfür vor allem Google und Reiseblogs, aber auch Plattformen wie Pinterest oder Instagram. Zudem gibt es im Buchhandel Reiseführer, die nicht ein spezielles Ziel behandeln, sondern viele verschiedene Reiseziele vorstellen. Alternativ recherchiere ich manchmal auch einfach, wohin es zur jeweiligen Reisezeit günstige Flüge gibt. Auf manchen Vergleichsseiten wie zum Beispiel skyscanner.de kannst du dafür das Feld für den Zielflughafen freilassen und dir so eine Preisübersicht für viele verschiedene Ziele gleichzeitig anzeigen lassen.

Gesundheit auf Reisen: Impfungen & Krankenversicherung

Hast du dich für ein Reiseziel entschieden, solltest du so schnell wie möglich in Erfahrung bringen, ob dafür spezielle Impfungen notwendig sind, denn diese müssen je nach Impfschema teilweise mehrere Wochen oder Monate im Voraus durchgeführt werden. Hierfür wendest du dich am besten an deinen Hausarzt und/oder an das Tropeninstitut. Dort findest du nicht nur viele wichtige Informationen online, sondern kannst dich gegen eine geringe Gebühr auch persönlich beraten lassen. Gleichzeitig solltest du dich bei deiner Krankenkasse informieren, welche Impfungen übernommen werden.

Zusätzlich musst du unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen, besonders wenn du außerhalb der EU reist. Aber auch innerhalb der EU ist dies sinnvoll, denn aufgrund unterschiedlicher Gesundheitssysteme kann es bei Abrechnung über die europäische Krankenversicherungskarte zu Problemen und Zusatzkosten kommen. Auch ein Krankenrücktransport aus dem Ausland ist darüber zum Beispiel nicht abgedeckt. Klassische Auslandskrankenversicherungen sind relativ günstig, decken aber nur eine begrenzte Reisezeit von einigen Wochen ab. Bei längeren Auslandsaufenthalten ist eine spezielle und etwas teurere Langzeitversicherung notwendig.

Eintrittskarten: Reisedokumente & Visa

Aktuell (2018) können Inhaber eines deutschen Passes in ganze 162 Länder visumfrei einreisen – das sind so viele wie mit fast keinem anderen Reisepass! Visumfrei bedeutet allerdings nicht immer, dass du im Vorhinein nicht trotzdem bürokratische Maßnahmen ergreifen musst. So ist zum Beispiel bei Reisen in die USA oder nach Australien das Ausfüllen eines Online-Antrags notwendig.

Für Reiseländer, die nicht unter die Visumfreiheit fallen, muss das Visum in der Regel bei der jeweiligen Botschaft beantragt werden, was mit entsprechenden Wartezeiten und Kosten verbunden sein kann. Alle Infos zu den aktuellen Visabestimmungen für deutsche Staatsangehörige findest du auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

Daneben schreiben manche Länder eine gewisse Mindestgültigkeit des Reisepasses vor (zum Beispiel mindestens sechs Monate ab Einreise). Zudem muss teilweise mindestens noch eine ganze Seite im Reisepass frei sein. Du solltest also unbedingt rechtzeitig einen Blick in deinen Pass werfen und bei Bedarf einen neuen beantragen. Die reguläre Bearbeitungszeit für einen neuen Reisepass beträgt 4–6 Wochen, ein Express-Reisepass ist bei Bedarf gegen eine erhöhte Gebühr innerhalb von 72 Stunden erhältlich. Zudem gibt es noch die Möglichkeit, einen vorläufigen Pass zu erhalten, der sofort ausgestellt wird, wenn selbst die 72 Stunden nicht ausreichend sind. Dieser wird allerdings nicht überall akzeptiert. Neben Reisepass und Visum solltest du außerdem folgende Dokumente bedenken:

  • (Internationaler) Führerschein
  • Impfausweis
  • Krankenversicherungskarte bzw. englischsprachige Bestätigung über den Abschluss einer für das Reiseland gültigen Auslandskrankenversicherung und die darin enthaltenen Leistungen
  • Flugtickets, Buchungsbestätigung für Mietwagen etc.

Alle wichtigen Dokumente solltest du für den Verlustfall zudem fotografieren bzw. einscannen und dir idealerweise online hinterlegen, zum Beispiel als Anhang in einer E-Mail an dich selbst oder auf einem Cloudspeicher. So hast du im Fall eines Verlustes immer und überall Zugriff darauf.

Informiere dich rechtzeitig über die Einreisebedingungen. I © iStock.com/angeloNZ

Anreise, schlafen, Fortbewegung: Buchung von Flügen, Unterkünften & Co.

Du solltest dich erst ans Buchen machen, wenn du abgeklärt hast, dass dir für essenzielle Dinge wie erforderliche Visa und Impfungen noch genug Zeit bleibt.

Für die Flugbuchung lohnt sich definitiv ein Preisvergleich über Plattformen wie Skyscanner. Probiere dabei nach Möglichkeit unterschiedliche Kombinationen aus An- und Abreisetag aus und variiere auch die Flughäfen. In vielen Ländern oder sogar Städten gibt es oft mehrere internationale Flughäfen und auch innerhalb von Deutschland kann es günstiger sein, mit der Bahn zu einem anderen Flughafen zu reisen. Beim Preisvergleich solltest du außerdem darauf achten, dass immer mehr Airlines auf ein breiteres Tarifsystem setzen und im günstigsten Tarif das Gepäck extra berechnen.

Planst du einen Roadtrip, buche den Mietwagen am besten schon von Deutschland aus bei einem deutschen Anbieter, denn dann fällt die Buchung unter hiesiges Recht und du hast bei Problemen einen deutschsprachigen Kundenservice. Bei Mietautos lohnt sich natürlich ebenfalls ein Preisvergleich, ich nutze dafür am liebsten billiger-mietwagen.de. Allerdings habe ich auch schon auf Webseiten der Autovermieter günstigere Tarife gefunden als dort. Dein Auto solltest du im Idealfall mit einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung beziehungsweise mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung buchen. Außerdem sollte eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens einer Million Euro im Angebot enthalten sein, damit es im Schadensfall keine bösen Überraschungen gibt. Auch Scheiben, Reifen und Unterboden müssen oft extra versichert werden – je nach Gelände, in dem du mit dem Wagen unterwegs sein möchtest, sind diese Zusätze durchaus sinnvoll.

Inwieweit du Dinge wie Aktivitäten und Unterkünfte im Voraus buchen möchtest oder solltest, hängt sehr von deinem individuellen Reisestil und der Reisezeit (Haupt- oder Nebensaison) ab. Zumindest aber die Unterkunft für die ersten Tage nach deiner Ankunft solltest du im Voraus buchen, um dir unnötigen Stress zu ersparen.

Reisegepäck: in der Hand, auf Rollen oder huckepack

Rucksack? Reisetasche? Oder doch lieber Rollkoffer? Ich persönlich reise fast ausschließlich mit einem Duffle Bag mit Rollen, also sozusagen einer Mischung aus Koffer und Reisetasche. Der ist flexibler und leichter als ein Koffer und lässt sich trotzdem einfach von A nach B transportieren. Gleichzeitig lässt er sich platzsparend öffnen, was besonders auf Roadtrips praktisch ist. Wenn du viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein und öfter den Ort wechseln willst, bist du mit einem klassischen Backpacking-Rucksack aber immer noch am besten bedient: Damit hast du auch auf den holprigsten Schotterstraßen keine Probleme und bleibst ganz flexibel. Hierbei solltest du aber zu einem Modell greifen, dass sich vorne komplett mit Reißverschluss öffnen lässt, und nicht nur oben. Dadurch musst du nicht immer alles aus dem Rucksack aus- und wieder einräumen.

Ansonsten gilt fürs Packen vor allem eins: je weniger, desto besser. Das erspart unnötigen Stress beim Verstauen und beim Transport. Und letztendlich zieht man doch sowieso immer die gleichen drei T-Shirts an, die man bei Bedarf auch unterwegs immer irgendwo waschen kann, sei es in einem Waschsalon oder im Waschbecken des Hotelzimmers. Bei Reisen in wärmere Gefilde kann sogar Handgepäck ausreichend sein, sodass du die Zusatzgebühren für das Aufgabegepäck sparst.

Weniger Gepäck lässt dich entspannter reisen. I © iStock.com/Sasha_Suzi

Geld – ohne Moos ist auch beim Reisen nix los

Bargeldloses Zahlen mit Kreditkarte oder sogar per Smartphone-App ist in vielen Ländern deutlich weiter verbreitet als in Deutschland, Visa und Mastercard werden fast überall akzeptiert. Wenn du eine Multisport-Uhr von Garmin besitzt, kannst du sogar kontaktlos mit der Uhr bezahlen. Dennoch solltest du unbedingt immer etwas Bargeld dabeihaben, sei es für Trinkgeld oder für Notfälle. Die jeweilige Währung bestellst du am besten entweder schon vor Reiseantritt bei deiner Hausbank oder hebst es vor Ort nach Ankunft an einem Geldautomaten ab. Euro erst im Reiseland einzuwechseln ist hingegen meistens mit höheren Gebühren verbunden. Aber auch das Umtauschen bei der Bank kostet Gebühren, genauso wie das Abheben mit vielen Kreditkarten. Manche Kreditkartenanbieter, insbesondere Online-Banken, bieten allerdings teilweise auch weltweit kostenloses Geldabheben und Bezahlen an. Da sich die Tarife aber jederzeit ändern können, solltest du auf jeden Fall nach aktuellen Informationen dazu recherchieren. Unter Umständen kann es durchaus lohnenswert sein, in eine teurere Kreditkarte zu investieren, denn diese hat oft viele praktische Zusatzfunktionen wie zum Beispiel eine Mietwagen-Vollkasko- oder Reiserücktrittsversicherung.

Zur Sicherheit ist es außerdem ratsam, mindestens zwei Kreditkarten dabei zu haben, denn diese Karten können leicht beschädigt werden oder zum Beispiel von einem (fehlerhaften) Automaten eingezogen werden.

Lokale SIM-Karte – kostengünstiges mobiles Netz vor Ort

Innerhalb der EU werden mittlerweile keine zusätzlichen Roaming-Gebühren für die Nutzung der eigenen SIM-Karte mehr fällig. Allerdings kann es sich je nach Nutzung und Tarif trotzdem lohnen, eine lokale Prepaid-SIM-Karte zu besorgen, denn in vielen Ländern sind die Tarife deutlich günstiger als in Deutschland. In anderen Tarifzonen außerhalb der EU werden die Roaming-Gebühren sehr schnell sehr teuer. Gute Anlaufstellen sind in der Regel Geschäfte direkt im Flughafen, Kioske oder natürlich Filialen der Telefonanbieter. Am besten informierst du dich aber schon vorher, welcher Anbieter günstig und in Sachen Netzabdeckung für deine Reiseroute empfehlenswert ist.

Geld und Strom sind auch auf Reisen wichtig. I © iStock.com/freddiesfabdesign

Strom – passende Adapter sorgen für Anschluss

Für viele Reiseländer ist ein Steckdosenadapter notwendig. Zusätzlich ist eine Verteilersteckdose mit Steckdosen und/oder USB-Anschlüssen nützlich, da du so mehrere Geräte wie Kamera, E-Book-Reader und Smartphone gleichzeitig an einer Steckdose aufladen kannst. Solche Verteilersteckdosen gibt es auch in relativ schmaler und handlicher Form. Zusätzlich habe ich immer eine Powerbank dabei, da ich beim Reisen mein Handy als Navigationsgerät, Flugticket, MP3-Player und vieles mehr nutze und somit meinen Akku unkompliziert unterwegs aufladen kann.

Die Checkliste für deine Reisvorbereitung im Überblick:

  • Reiseziel recherchieren und aussuchen
  • Planung nötiger Impfungen
  • Abschluss einer Auslandskrankenversicherung
  • Einreisebedingungen des Ziellandes klären und ggf. Visum beantragen
  • Reisepass checken und ggf. neuen beantragen
  • Günstigsten Flug buchen
  • Unterkunft für die ersten 1-3 Nächte buchen
  • Mietwagen bei Bedarf über deutschen Anbieter buchen
  • Hauptsaison: Besondere Aktivitäten im Voraus buchen
  • praktisches Reisegepäckstück wählen
  • Transaktionsgebühren checken und Bezahlmöglichkeiten planen: 2 Kreditkarten, etwas Bargeld in der Landeswährung
  • passender Steckdosenadapter und ggf. Verteilersteckdose und Powerbank
  • günstigen lokalen Telefonanbieter recherchieren
  • wichtige Reisedokumente: Reisepass, Visum, (Internationaler) Führerschein, Impfausweis, Krankenversicherungskarte bzw. englischsprachige Bestätigung über den Abschluss einer für das Reiseland gültigen Auslandskrankenversicherung und die darin enthaltenen Leistungen, Flugtickets, Buchungsbestätigung für Mietwagen etc.
  • Kopien davon (und der Kreditkarten) anfertigen und dir selbst die Scans mailen
  • Vor Ort: SIM-Karte eines lokalen Anbieters kaufen

Über #BeatYesterday-Autorin Kathrin Heckmann


Kathrin ist erst so richtig glücklich, wenn sie mit Wanderschuhen an den Füßen in irgendeiner menschenleeren Landschaft steht, das Meer vor ihrem Zelt rauschen hört oder den Sonnenuntergang von einem Berggipfel aus betrachtet. Für solche Erlebnisse wandert die 30-jährige Münchnerin dann auch schon mal 1.000 Kilometer durch Westaustralien oder reist bis nach Alaska. Aber auch die heimischen Alpen haben es ihr angetan! Hauptsache draußen eben – ganz getreu dem Motto ihres Outdoor-Reiseblogs Fräulein Draußen, auf dem sie seit 2013 von ihren Abenteuern berichtet.

Veröffent­lichungsdatum: 15.02.2019
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Garmin vívoactive 3
15.02.2018

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