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Laufen mit dem Partner kann aus extrinsischer Motivation intrinsische Motivation werden lassen. | © iStock.com/criene

Intrinsische Motivation fördern: So bleibt dein Leben im Flow

Egal ob zum Sport oder zur Arbeit – es ist nicht immer einfach, sich zu motivieren. Durch intrinsische Motivation fällt es dir leichter, am Ball zu bleiben.

Kennst du das, dass dir einige Dinge ganz leicht von der Hand gehen, während du für andere Sachen Stunden, Tage oder sogar Monate brauchst, um dich zu motivieren? Vielleicht verschlingst du in deiner Freizeit ein Buch nach dem anderen oder hast kein Problem damit, dich viermal in der Woche zum Sport aufzuraffen. Vor deiner Steuererklärung dagegen drückst du dich schon seit Wochen. Woran das liegt? Womöglich daran, dass du für diese Tätigkeiten unterschiedlich motiviert bist. Denn es gibt verschiedene Motivationsarten. Zwei davon sind die intrinsische und die extrinsische Motivation. Was es damit auf sich hat, erfährst du hier.

Intrinsische Motivation kommt von innen, extrinsische Motivation von außen

In den oben genannten Beispielen zu Lesen und Sport ist es jeweils die intrinsische Motivation, die dich antreibt. Bei der Steuererklärung ist es eher die extrinsische Motivation, die dafür sorgt, dass du dich nach Wochen des Aufschiebens doch unwillig an den Schreibtisch setzt, um sie zu erledigen. Um den Unterschied zwischen diesen beiden Motivationsarten besser zu verstehen, bedarf es zuerst einer Definition von intrinsischer und extrinsischer Motivation.

Intrinsische Motivation:
Sie entsteht aus eigenem (inneren) Antrieb, weil du dich für eine Sache begeisterst. Das gilt zum Beispiel für Hobbys. Schließlich belohnt dich niemand dafür, wenn du in deiner Freizeit zeichnest, in der Fußballmannschaft spielst oder Bücher liest. Du machst es einfach, weil du Spaß daran hast – weil du es willst. Die intrinsische Motivation kommt also aus dir selbst heraus.

Extrinsische Motivation:
Hier treiben dich äußere Faktoren an. Dazu gehören Belohnungen in Form von materiellen Anreizen wie Geld oder Anerkennung von Außenstehenden. Auch die Furcht vor negativen Auswirkungen, etwa einer Geldstrafe, kann extrinsische Motivation sein. Außerdem gehören erlernte oder verinnerlichte Bedürfnisse dazu: Du gehst regelmäßig zur Arbeit, weil es dir Sicherheit und Alltagsstruktur gibt, doch den Wunsch danach hast du vielleicht erst durch äußere Einflüsse selbst für dich adaptiert. Ähnlich beim Erledigen der Steuererklärung: Auch hier ist es eine Form der extrinsischen Motivation, die dich dazu bringt, sie endlich zu machen – schließlich „gehört es sich so“. Der materielle Anreiz, eine mögliche Rückzahlung, kommt ebenfalls von außen.

Nur die wenigsten dürfen sich wahrscheinlich so glücklich schätzen, ihr Hobby zum Beruf machen zu können. | © iStock.com/monkeybusinessimages

Extrinsische und intrinsische Motivation im Konflikt

Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass beide Motivationsarten in einen Konflikt geraten und die extrinsische Motivation die intrinsische ablöst. Oft sieht man das bei Schulkindern, die in ihrer Freizeit gerne gemalt, gelesen oder geschrieben haben – weil es zwangslos war. In der Schule jedoch müssen sie in Kunst und Deutsch nach Vorgaben arbeiten – und ihnen vergeht der Spaß an der Sache. In solchen Fällen hat die extrinsische Motivation die Oberhand gewonnen und die intrinsische Motivation zerstört – und damit auch die Leidenschaft an einer Sache. In extremen Fällen können Angst, Stress und innere Entfremdung an ihre Stelle treten.

Kompromisse machen

Dazu muss es allerdings nicht kommen. Ein guter Kompromiss besteht darin, eine Mischung aus intrinsischen und extrinsischen Anreizen zu schaffen, die dich antreibt. Denn wenn du (extrinsisch) allein für das Ausführen einer Tätigkeit – ohne Bezug zu einem Leistungskriterium – belohnt wirst, hat das drastische Auswirkungen auf deine intrinsische Motivation. Sie könnte sogar völlig zunichte gemacht werden.

In der Regel werden Menschen aber durch beide Motivationsarten angetrieben. Manchmal braucht es sogar erst Impulse von außen, also extrinsische Motivation, um die intrinsische zu triggern. Zum Beispiel, wenn du deine Leidenschaft für das Tanzen entdeckst, obwohl du dich zuerst nur deinem Partner zuliebe beim Kurs angemeldet hast. Du solltest jedoch darauf achten, dass im Idealfall die intrinsische Motivation immer überwiegt und du nicht komplett von extrinsischen Anreizen geleitet wirst.

Die Arbeit nach draußen verlagern. Manchmal helfen Kompromisse. | © iStock.com/Poike

Das Ziel: Das Flowerlebnis

Wenn du dir diese beiden Motivationsarten nun anschaust – welche wäre dir auf Dauer lieber? Vermutlich die intrinsische Motivation! Denn sie bringt dich der Selbstverwirklichung näher. Im besten Fall gehst du dank intrinsischer Motivation voll und ganz in einer Sache auf – alles scheint wie im Flow abzulaufen. Das heißt, du bist so konzentriert, dass du sogar Raum und Zeit vergisst.

Kommt die Motivation allerdings nur von außen (ist also rein extrinsisch), kannst du dir bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse zwar durch viel Lernen und Üben antrainieren, du wirst aber nie wirklich darin aufgehen. Ein Beispiel: Du nimmst einen Job nur an oder erlernst ihn, weil es Freunde, Partner oder Familie von dir erwarten – doch deine Berufung liegt eigentlich in einem ganz anderen Bereich. Wenn dir dieser Job nicht liegt und du kein persönliches Interesse daran hast, wirst du zum einen auf Dauer wahrscheinlich nicht glücklich damit werden, und zum anderen auch nicht das Potenzial entfalten, das du vielleicht in einem anderen Beruf hättest. Du siehst: So erstrebenswert es ist, den Flow zu erleben, so schwierig ist es auch, ihn zu erreichen. Denn nur die wenigsten dürfen sich wahrscheinlich so glücklich schätzen, ihr Hobby zum Beruf machen zu können.

Intrinsische Motivation fördern: Wie bleibe ich langfristig motiviert?

Ist die Motivation intrinsisch, hast du bessere Chancen, auf Dauer Spaß an einer Sache oder Tätigkeit zu haben. Aber wie fördert und entwickelt man intrinsische Motivation? Die größte Herausforderung besteht vermutlich darin, sich selbst besser kennenzulernen. Es braucht Zeit und die intensive Auseinandersetzung mit dir selbst, um herauszufinden, was dir besonders gut liegt und was nicht – unabhängig von allen äußeren Einflüssen. Denn von diesen solltest du dich bei der Selbstreflexion freimachen. Es geht hier schließlich um dich und dein Wohlbefinden! Du musst lernen, Dinge zu tun, weil du sie tun willst – dann klappt es auch mit der dauerhaften Motivation.

Und dann geht es noch darum, für die unliebsamen Dinge im Leben einen gewissen Grad an intrinsischer Motivation zu entwickeln. Nehmen wir hier noch einmal das Beispiel Steuererklärung. Die Belohnung dafür – die mögliche Rückzahlung – kommt zwar von außen. Aber überleg dir doch einmal, was du mit dem Geld machen würdest. Du könntest es in eine Reise investieren, dir neue Sportschuhe kaufen oder es in eines deiner anderen Hobbys stecken. Und schon hast du wieder einen intrinsischen Anreiz für eine Tätigkeit, die dir eigentlich gar nicht gefällt.

Veröffent­lichungsdatum: 07.03.2018
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