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Joggen mit Hund: So klappt das Training zu zweit

Du langweilst dich allein beim Joggen und musst sowieso mit dem Hund raus? Dann geh mit deinem Vierbeiner auf die Strecke. Eine gute Idee – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

1. Es kommt auf die Rasse an

Gemeinsames Laufen von Mensch und Hund ist nur sinnvoll, wenn das Tier der sportlichen Herausforderung auch gewachsen ist – und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. So wird die körperliche Ertüchtigung mit Frauchen oder Herrchen zum Beispiel für Dackel schnell zur Strapaze. Wegen ihrer kurzen Beine geraten sie meistens an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, denn Ausdauer für lange Strecken haben sie nur in seltenen Fällen. Außerdem droht beim Joggen mit kleinen Hunden den Tieren die sogenannte Patellaluxation, also eine plötzliche Verschiebung ihrer Kniescheibe. Bei einem Jack Russell Terrier sieht das schon anders aus. Dieser Rasse macht eine verschärfte Gangart nicht viel aus.

Heißt das also, je größer der Vierbeiner, desto besser ist er für das Joggen geeignet? Leider ist es nicht so einfach. Beispiel: Labradore und Golden Retriever sind zwar von stattlicher Statur, haben aber oft orthopädische Probleme. So sind sie anfällig für eine Hüft- und Ellbogendysplasie. Diese Einschränkung teilen sie mit Schäferhunden. Und nicht einmal Windhunde sind fürs lange Laufen gemacht, obwohl sie so athletisch gebaut und schnell sind. Sprints machen ihnen nichts aus, aber wenn´s länger dauert, geht ihnen die Puste aus.

Bessere Laufpartner sind Dalmatiner, Rhodesian Ridgebacks oder Deutsch Kurzhaar. Und natürlich die unverwüstlichen Huskeys. Im Zweifel fragst du deinen Tierarzt, ob sich dein Hund für das geplante dynamische Duo empfiehlt. Und unabhängig von der Rasse solltest du den gewünschten Laufpartner gründlich untersuchen lassen. Joggen mit Hund kommt nur für gesunde und fitte Vierbeiner infrage.

2. Nicht so schnell mit den jungen Hunden

Entscheidend ist auch, ab welchem Alter des Vierbeiners gemeinsames Laufen sinnvoll ist. Welpen, beziehungsweise junge Hunde (bis zum Alter von zwei Jahren), sind den Anforderungen in der Regel noch nicht gewachsen. Und ältere Semester sind es oft nicht mehr. Während der Nachwuchs erst langsam an die Belastung gewöhnt werden sollte, haben sich bei betagten Tieren schon mal Gebrechen im Bewegungsapparat eingestellt. Auch hier ist es jeweils ratsam, vor dem ersten Start einen Tierarzt zu konsultieren.

3. Vorsicht beim Füttern

Wer seinen Hund kurz vor dem Laufen fressen lässt, setzt ihn einer großen Gefahr aus. Denn die Tiere, insbesondere größere Exemplare, neigen dann zur sogenannten Magendrehung. Deshalb ist Füttern mindestens eine Stunde vor dem Joggen absolut tabu.

4. Die äußeren Bedingungen

Wenn du bei jedem Wetter läufst, dann kann das auch dein Hund. Es gibt aber eine wichtige Einschränkung: An heißen Tagen solltest du auf deinen tierischen Begleiter verzichten, weil ihm hohe Temperaturen stark zusetzen und er überhitzt. Alternativ kannst du mit ihm am Morgen oder Abend joggen, wenn es kühler ist.

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5. Der Hund gibt das Pensum vor

Unabhängig von der Rasse ist jeder Hund ein Individuum. Und je nach seiner körperlichen Konstitution zieht er ein bestimmtes, durchgängiges Lauftempo vor. Dem solltest du dich anpassen. Daraus folgt, dass Sprints, die sich mit langsamen Phasen abwechseln, nichts fürs Joggen mit Hund sind. Zeigt er Anzeichen von Erschöpfung – langsameres Laufen, starkes Hecheln, wirkt „hundemüde“, humpelt –, braucht er unbedingt eine Pause. Spätestens dann wird klar, dass das Laufen mit Hund eher den Charakter eines zügigen Spaziergangs oder leichten Trainings hat. Willst du also richtig Strecke und Tempo machen, lässt du ihn besser im Körbchen.

6. Laufen mit Hundeleine

Beim gemeinsamen Joggen sollte der Hund grundsätzlich angeleint sein. Gerade in Wäldern oder Parks könnte sich nämlich urplötzlich der Jagdtrieb melden und das Tier durchgehen. Selbst Vierbeiner, die sonst aufs Wort gehorchen, lassen sich dann nicht mehr bändigen. Am besten hältst du deinen Begleiter mit einem Brustgeschirr im Zaum. Das befestigst du an einem Bauchgurt, sodass du die Hände frei hast.

Idealerweise lässt du deinem Hund ausreichend Bewegungsfreiheit und gewährst ihm dafür genug Leine. Wenn sie überwiegend durchhängt, hast du die richtige Länge gefunden. Bedenke: Dein kleiner Sportsfreund schnüffelt gern hier und da und muss auch mal sein Geschäft erledigen. Diese Momente musst du ihm gewähren und entsprechend langsamer laufen oder auch stoppen.

7. Das richtige Verhalten bei Begegnungen mit Mensch oder Hund

Kommt es unterwegs zu Begegnungen mit anderen Menschen oder Hunden, solltest du diesen vorsichtshalber in gebührendem Abstand ausweichen. So vermeidest du potenziell heikle Situationen. Minimiere das Risiko, indem du Strecken mit wenig Verkehr wählst.

Veröffent­lichungsdatum: 08.11.2016
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