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Tourenpartner auf vier Pfoten: Die besten Tipps für Wanderungen mit Hund. | © iStock.com/Pinderphoto

Wandern mit Hund: So stürmst du mit deinem Hund die Gipfel

Für Hundeliebhaber gibt es kaum etwas Schöneres, als mit dem Vierbeiner gemeinsam Outdoor-Abenteuer zu erleben. Was du beim Wandern mit Hund beachten solltest.

Der Hund: Der beste Wanderfreund des Menschen

Einsame Pfade, beeindruckende Geröllfelder und atemberaubende Aussichten – diese und andere Erlebnisse am Berg sind so schön, dass du sie am liebsten teilen möchtest. Doch wer behauptet, dass man dazu einen menschlichen Wanderkameraden braucht? Mit einem Begleiter auf vier Pfoten macht so ein Abenteuer mindestens genauso viel Spaß.

Doch bevor du mit deinem Liebling zu einer Tour aufbrichst, heißt es, einiges zu beachten. Schließlich bringt ein Tier andere Veranlagungen und Bedürfnisse als ein Mensch mit und hat seinen eigenen Kopf. Doch mit guter Kondition und der richtigen Vorbereitung ist selbst eine Alpenüberquerung für Hund und Herrchen kein Problem.

Mit guter Kondition und richtiger Vorbereitung ist auch Trekking mit Hund kein Problem. | © iStock.com/dulezidar

Welche Rasse eignet sich zum Wandern mit Hund?

Es gibt Hunderassen, die eher zum Bergwandern geeignet sind als andere. Die Unterschiede zeigen sich in Ausdauer, Größe und körperlicher Konstitution. Kleine Hunde oder solche mit eingeschränkter Kondition, wie zum Beispiel der Mops oder der Chihuahua haben nicht viel Spaß an langen Wanderungen. Größere Rassen, wie Hütehunde und einige Jagdhunde, sind hingegen von ihrer Konstitution, Intelligenz und Veranlagung für ausdauernde Arbeiten wie gemacht.

10 geeignete Hunderassen für Outdoor-Aktivitäten

  • Australian Shepherd
  • Sibirischer Husky
  • Border Collie
  • Rhodesian Ridgeback
  • Labrador Retriever
  • Deutscher Schäferhund
  • Berner Sennenhund
  • Neufundländer
  • Viszla
  • Malinois

Neben der Rasse ist auch das Alter des Hundes entscheidend dafür, ob er sich beim Wandern wohlfühlt. Bei jungen Hunden kann eine hohe körperliche Belastung zu Problemen mit den Gelenken führen. Alte Hunde haben häufig Hüft- oder Rückenprobleme. Welpen und Hunde im Seniorenalter sind deswegen als Wanderbegleiter nicht geeignet.

So bereitest du dich und deinen Hund auf eine Wanderung vor

Um zu testen, wie viel Freude deine Fellnase an Bewegung hat, kannst du mit ihm am Wochenende ausgedehnte Spaziergänge machen oder ihn mal auf deine Joggingrunde mitnehmen. Lass deinen Hund dabei auch Hindernisse wie Felsstufen oder Flussläufe überwinden. Es ist von Vorteil, wenn dein Hund auf Kommandos hört, damit ihr euch auch in unwegsamem Gelände am Berg nicht aus den Augen verliert.

Planst du eine Tour, solltest du darauf achten, dass Streckenlänge und Wegbeschaffenheit für Kondition und Erfahrung deines Hundes ausgelegt sind. Touren mit Klettersteigpassagen oder Hängebrücken eignen sich nicht, einige Hunde mögen auch keine Gitterrostbrücken. Steile und steinige Wege sind für die meisten Hunde jedoch kein Problem – mit vier Beinen hat dir dein Begleiter sogar oft einiges voraus. Im Idealfall liegt die Strecke nicht in der prallen Sonne, aber entlang eines Flusses, an dem sich dein Hund erfrischen kann.

In einem leichten Hunderucksack kann dein Begleiter sein Futter selbst tragen. | © iStock.com/FiN85

Wo du die perfekte Wanderung für Hunde findest

Wenn du das erste Mal mit deinem Hund in die Berge gehen willst, reicht es meist nicht, in einen Wanderführer für Menschen zu schauen. Der gibt zwar Hinweise auf die Schwierigkeit und Wegbeschaffenheit der Tour, verrät dir aber wenig über die Ansprüche, die ein Hund an eine Bergtour hat. In speziellen Wanderführern für Hunde findest du hundefreundliche Touren: an der Strecke liegen beispielsweise Bademöglichkeiten oder Hütten, in denen auch der Vierbeiner ein Dach überm Kopf findet. Mittlerweile gibt es zahlreiche Wanderführer mit hilfreichen Tipps für die verschiedensten Bergregionen, zum Beispiel für Wanderungen mit Hund in der Schweiz, im Allgäu, in der Eifel oder in Oberbayern.

Alternativ kannst du eine Tour auch erst einmal alleine gehen, bevor du sie mit deinem tierischen Begleiter nochmals in Angriff nimmst. Wenn du auf einer Hütte übernachten willst, frag zuvor nach, ob Hunde erlaubt sind. Infos gibt es beispielsweise unter dav-huettensuche.de oder sac-cas.ch.

Im Idealfall liegen beim Wandern mit Hund entlang der Strecke Seen oder Flüsse. | © iStock.com/manushot

So verpflegst du deinen Hund unterwegs

Voller Bauch trainiert nicht gern. Das gilt auch für Hunde. Deswegen ist es nicht ratsam, wenn du deinen Hund direkt vor der Wanderung fütterst. Gönn ihm mindestens eine Stunde zur Verdauung bevor ihr startet. Unterwegs eignet sich Trockenfutter besser als Nassfutter, verstaue es zur Sicherheit in einem wasserfesten Beutel. Füttere deinen Hund in seinem bekannten Rhythmus mit der gleichen Menge Futter wie sonst.

Beinahe wichtiger als das Futter ist für deinen Begleiter ausreichend Flüssigkeit. Wegen der hohen Anstrengung sind regelmäßige Trinkpausen wichtig.

Checkliste: Die richtige Ausrüstung für die Tour mit Hund

Wer mit Hund in den Bergen unterwegs ist, braucht eine spezielle Ausrüstung. Dieses Equipment solltest du mitnehmen:

  • Leine und Ersatzleine (ideal sind eine Flexi- oder Schleppleine)
  • Halsband oder Geschirr
  • Hunderucksack (darin findet zum Beispiel Futter Platz)
  • Erste-Hilfe-Set (inklusive Zeckenzange, Pinzette und Desinfektionsmittel)
  • Pfotenschuhe
  • Klapp- oder faltbare Futterschüssel
  • Hundetrinkflasche
  • Wetter- und Kälteschutz für den Hund (bei plötzlichem Wetterumschwung)
  • Kotbeutel
  • Blinklicht (falls ihr in die Dunkelheit geratet)
  • Reisebett oder Hundedecke (bei Übernachtung)

Was tun bei einer Begegnung mit Kühen?

Es gibt Wanderwege, die Kuhweiden queren. Besonders im Frühjahr solltest du an diesen Stellen aufmerksam sein, da die Mutterkühe in dieser Zeit ihre Kälber zur Welt bringen und sich deswegen durch Mensch und Hund bedroht fühlen können.

Doch keine Sorge, Kühe sind nicht per se eine Gefahr. Du solltest aber trotzdem umsichtig sein. Wenn möglich, umwanderst du deswegen Kuhweiden. Falls der Wanderweg keinen Umweg zulässt, führst du deinen Vierbeiner an der kurzen Leine in ruhigem Schritt über die Weide. Wenn es tatsächlich trotzdem zu einem Angriff kommen sollte, leinst du deinen Hund ab, damit ihr beide schnell flüchten könnt.

© Julian Fichtl

Über #BeatYesterday-Autorin Melanie Khoshmashrab


Wenn Sport- und Lifestylejournalistin Melanie nicht gerade am Schreibtisch schöne Sätze formuliert, ist sie in der Natur und treibt ihren Puls in die Höhe – am liebsten in Laufschuhen im Gelände, während des Gipfelsturms am Berg oder auf dem Rennrad. Sie ist fest davon überzeugt: Wenn du dich und dein Innerstes entdecken willst, musst du nach draußen gehen.

Veröffent­lichungsdatum: 29.01.2019
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