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Birgt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko: Bauchumfang über 80 cm bei Frauen, über 94 cm bei Männern! | © iStock.com/Justaman

Problemzone Bierbauch: warum Bauchfett so gefährlich ist

Das Gesundheitsrisiko von Bauchfett wird oft unterschätzt. Dabei fördert Viszeralfett viele Krankheiten. Warum es so gefährlich ist – und wie du es loswirst.

„Holsten-Muskel“ nennen einige Herren hier in Norddeutschland ihn nicht ohne Stolz. „Ein richtiger Mann, der hat nun mal so eine Statur!“ heißt es dann auch gern. „Da steckt viel Arbeit drin!“ Mag sein, aber gesund ist so ein Bierbauch trotzdem nicht. Im Gegenteil: Übergewicht ist Auslöser für viele Krankheiten – und Bauchfett gilt in diesem Zusammenhang als besonders gefährlich.

Ab einem bestimmten Bauchumfang erhöht sich aus medizinischer Sicht das Risiko für verschiedene Krankheiten. Bei Werten von über 80 cm bei Frauen und mehr als 94 cm bei Männern gehen Experten von einem erhöhten Gesundheitsrisiko aus. So misst du deinen Bauchumfang: Lege ein Maßband in Höhe des Bauchnabels an, atme entspannt aus und miss dann den Umfang.

Warum gerade Bauchfett so gefährlich ist

In Sachen Körperfett unterscheidet man das subkutane und das viszerale Fett. Subkutanes Fettgewebe heißt auch Unterhautfettgewebe – von außen ist es sichtbar und fühlbar, etwa an Po oder Oberschenkeln. Es ist ein passives Gewebe und ein Energiespeicher für schlechte Zeiten. Nicht schön, aber nicht so schlimm wie das Viszeralfett. Dieses sitzt tief in der Bauchhöhle und umschließt die Organe im Bauchraum. Es ist nicht von außen spürbar, manchmal noch von Unterhautfettgewebe bedeckt. Der Bauch ist oft fest und nach vorne gewölbt. Manchmal ist er auch noch von einer Schicht Unterhautfettgewebe bedeckt. Das innere Bauchfett ist ein besonders stoffwechselaktives Gewebe und setzt zahlreiche Stoffe frei. Darunter Botenstoffe, die Entzündungen fördern, Fettsäuren und Hormone, die den Insulinspiegel beeinflussen. Es gilt: je mehr Bauchfett, desto mehr Botenstoffe, desto höher das Risiko für diverse Krankheiten.

Eine frische und ausgewogene Ernährung lässt das Bauchfett schmelzen. | © iStock.com/DragonImages

Bauchfett: Männer sind häufiger betroffen als Frauen

Das viszerale Fett rund um die Bauchorgane erhöht nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfälle und Herzinfarkte, aber auch Diabetes Typ 2 und unter Umständen sogar bestimmte Krebsarten. Bauchfett kann chronische Entzündungen fördern und gilt deshalb als gefährlicher als Fettpolster an Po oder Hüfte. Männer leiden häufiger darunter, denn offenbar fördert Testosteron die Bildung eines Apfel-Körpertypen mit viel Fett am Bauch. Östrogen hingegen begünstigt eher den Birnentyp – deshalb nehmen viele Frauen bis zu den Wechseljahren eher an Hüften, Po und Oberschenkeln als am Bauch zu.

Vielleicht hast du auch schon von braunem Fett und weißem Fett gehört. Weißes Fett ist das typische Körperfett, das viele loswerden wollen. Braunes Fett hingegen verbraucht Energie, um Wärme freizusetzen und hilft so sogar beim Abnehmen. Es sitzt rund um die Wirbelsäule sowie im Brust- und Nackenbereich und oberhalb der Schlüsselbeine und wird etwa durch Kälte (z.B. kalte Duschen) aktiviert. Das braune Fett hat mit dem Bauchfett erstmal nichts direkt zu tun. Ein aktives braunes Fettgewebe kann aber insgesamt das Abnehmen beschleunigen.

Ernährung, Bewegung, Schlaf: So wirst du den Bierbauch wieder los

Die zwei Hauptgründe für zu viel Bauchfett sind, du ahnst es, mangelnde Bewegung und eine falsche Ernährung. Darin versteckt sich aber auch gleich die gute Nachricht: An beiden Stellschrauben kannst du direkt und ziemlich leicht drehen und schnell Abnehmerfolge feiern. Denn Bauchfett baut sich verhältnismäßig schnell ab. Mit diesen Tricks geht es ihm an den Kragen:

  • Ernähre dich ausgewogen, frisch und gesund und verzichte insbesondere auf Zucker. Denn Zucker fördert die Einlagerung von Fett. Setze stattdessen auf sättigende Ballaststoffe, Eiweiß, wenige komplexe Kohlenhydrate und gute Fette, z.B. aus Fisch, Avocado und Pflanzenölen. Beschränke dich auf drei Hauptmahlzeiten und verzichte auf Zwischensnacks, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Trinke ausreichend, am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Säfte und Alkohol machen dick.
  • Bewege dich mehrmals pro Woche. Perfekt ist zum Beispiel ein HIIT-Training. Übrigens: Effektiver als Crunshes sind in Sachen Sixpack Übungen wie Squats, die auch große Muskeln wie die Oberschenkelmuskeln trainieren. So baust du dir effektive Fettverbrenner auf – da wird irgendwann auch der Sixpack sichtbar.
  • Gehe jeden Tag mindestens 10.000 Schritte. Ein Schrittzähler führt dir deine Erfolge vor Augen und motiviert.
  • Reduziere Alltagsstress. Denn auch Dauerstress schadet der Figur. Dazu gehört auch, regelmäßig 7–8 Stunden pro Nacht zu schlafen.

© Martin Szymanski

Über #BeatYesterday-Autorin Nicole Benke


Nicole Benke (37) liebt gutes Essen – am liebsten selbst gekocht aus frischen Produkten der Saison. Von Crash-Diäten hält die Food-Journalistin gar nichts. Sie findet: Eine gesunde Ernährung soll Spaß machen, darf nicht verkrampft sein und muss auch mal Raum für Genuss bieten. Denn strikte Verbote machen nur schlechte Laune. Und wer kann die schon gebrauchen?

Veröffent­lichungsdatum: 12.02.2018
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