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Wir alle tragen die Verantwortung dafür, was mit unserer Umwelt passiert. | © iStock.com/BrianAJackson

Nachhaltiger leben: die besten Alltagstricks

Wir alle tragen Verantwortung für unseren Planeten. Und können jeden Tag helfen, ihn zu schützen. Mit diesen Tricks lebst du sofort etwas nachhaltiger.

„Nachhaltig zu leben ist hip, nicht hippie!“, habe ich kürzlich gelesen. Stimmt! Statt die Bemühungen anderer müde zu belächeln, sollte jeder und jede von uns sich darüber klar sein, dass wir alle die Verantwortung dafür tragen, was mit unserer Umwelt passiert.

Wir alle hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck

Denn jeder von uns hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck. Wie groß der ist, hängt zum Beispiel von deinem Ess- und Konsumverhalten ab. Davon, wie du dich fortbewegst oder wie du heizt. Auf www.fussabdruck.de kannst du testen, wie es um deinen ökologischen Fußabdruck steht. Du erhältst eine Auswertung für die Bereiche Essen, Wohnen, Konsum und Mobilität, Vergleichswerte aus Deutschland und der Welt sowie konkrete Tipps, wie du deine Werte bei Bedarf optimieren kannst.

Jeder kann seinen Alltag etwas nachhaltiger gestalten

Um unseren Planeten nicht noch mehr zu belasten, musst du dein Leben nicht von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellen. Bereits durch kleine Änderungen in deinem Alltag kannst auch du etwas bewirken. Denn für viele alltägliche Dinge gibt es nachhaltigere Alternativen.

Setze verstärkt auf Obst und Gemüse, das gerade Saison hat und möglichst aus der Region kommt. | © iStock.com/william87

Was du tun kannst, um Plastikmüll zu reduzieren

Plastikmüll wird immer mehr zum globalen Problem. Laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) landen mehr als 10 Millionen Tonnen Plastik jährlich als Müll in den Ozeanen und richten dort erhebliche Schäden an. Für den Abbau einer Plastiktüte braucht es 10–20 Jahre, für den einer PET-Plastikflasche 450 Jahre. Es gilt also, Plastikmüll möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

    • Verzichte auf Plastiktüten. Nutze zum Einkaufen Stoffbeutel aus nachhaltigen Naturfasern und transportiere auch Obst und Gemüse nicht extra verpackt in kleinen Plastiktüten. Oft gibt es im Supermarkt Alternativen aus Papier (auch die kannst du mehrmals verwenden) oder du nutzt kleine Stoffbeutel. Tipp: Im normalen Supermarkt ist Bio-Gemüse und -Obst oft zusätzlich in Plastik verpackt, im Bio-Markt oder auf dem Wochenmarkt bekommst du es unverpackt.

 

    • Versuche möglichst nichts in Einwegverpackungen zu kaufen und kaufe nichts, was unnötig doppelt und dreifach verpackt ist, wie das oft bei Süßigkeiten der Fall ist. Kaufe Fleisch und Käse an der Frischetheke statt aus dem Kühlregal und Milch und Joghurt aus Glasgefäßen. Tipp: In immer mehr Städten eröffnen auch verpackungsfreie Supermärkte.

 

    • Kaufe dir einen Mehrwegbecher für deinen Coffee to go und eine wiederauffüllbare Trinkflasche für unterwegs, in die du dein Wasser füllst.

 

    • Kaufe Wasser für zu Hause aus Glasflaschen oder trinke (gefiltertes) Leitungswasser statt PET-Flaschen zu kaufen.

 

    • Ersetze Frischhaltefolie und Alufolie durch verschließbare, wiederverwendbare Gefäße oder spezielle, wiederverwendbare Wachstücher.

 

    • Kaufe Seife am Stück statt im Plastikspender.

 

    • Verwende Zahnbürsten mit Bambus- statt Plastikgriff.

 

  • Bevorzuge zertifizierte Naturkosmetik. Denn in vielen herkömmlichen Kosmetikprodukten steckt Mikroplastik. Das ist nicht nur ungesund für deinen Körper, sondern belastet auch unsere Gewässer, da die Kleinstteile über den Abfluss dorthin gelangen. Mikroplastik erkennst du zum Beispiel an Begriffen wie „Polyethylen“ (PE), „Polypropylen“ (PP), „Polyamid“ (PA) oder „Polyethylenterephthalat“ (PET). Mehr zum Thema findest du hier.
Mehr als 10 Millionen Tonnen Plastik landen jährlich als Müll in den Ozeanen. | © iStock.com/Lina Moiseienko
Allgemein

Im Schnitt 82 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder von uns pro Jahr in den Müll. Das muss nicht sein. Tue etwas gegen die Verschwendung und kaufe nicht mehr, als du wirklich (ver-)brauchst. Am besten geht das, wenn du strikt nach Plan (also mit einem Einkaufszettel) und ohne Heißhunger einkaufen gehst. Viele Lebensmittel sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar.

Wie du etwas klimafreundlicher lebst

Der Ausstoß von Treibhausgasen, vor allem Kohlendioxid (CO2), in die Atmosphäre treibt den Klimawandel voran. Auch hier kannst du einiges tun, um deinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern.

 

    • Wenn du Fleisch isst: Reduziere deinen Konsum und werde zum Flexitarier. Denn weniger Fleisch bedeutet weniger Treibhausgase. Kaufe zudem dem Tierwohl zuliebe niemals Billigfleisch.

 

 

    • Bevorzuge unverarbeitete Lebensmittel und koche möglichst oft selbst frisch, statt Fertiggerichte zu essen. Je mehr ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto mehr Energie und Ressourcen wurden für Herstellung, Transport und Verpackung verbraucht.

 

    • Wechsle zu einem Ökostromanbieter, der auf erneuerbare Energien setzt und versuche generell, Strom zu sparen. Es muss nicht immer in jedem Raum der Wohnung Licht brennen. Stelle Geräte, die du nicht nutzt, möglichst komplett aus –  auch im Stand-by-Modus verbrauchen sie noch Strom. Auch beim Waschen kannst du Strom sparen: Die meiste Kleidung wird auch bei 30–40 Grad sauber, bei 40 Grad sparst du im Vergleich zu einem 60-Grad-Waschgang die Hälfte der Energie ein, bei 30 Grad sogar noch mehr.

 

    • Gehe sparsam mit Wasser um. Lasse es nicht unnötig laufen (z.B. beim Händewaschen), dusche, statt Vollbäder zu nehmen (baden verbraucht dreimal soviel Wasser und Energie wie duschen). Wenn du einen Garten hast, stelle eine Regentonne auf und bewässere deine Pflanzen mit Regenwasser.

 

    • Heize deine Wohnung clever und nicht übermäßig. Eine nur um ein Grad niedrigere Raumtemperatur bringt eine Energieersparnis von etwa sechs Prozent. Stelle keine Möbel direkt vor deine Heizkörper und lüfte mehrmals am Tag kurz aber intensiv: Also für 5–10 Minuten die Heizung herunterdrehen, die Fenster komplett öffnen und Durchzug machen.

 

    • Achte auch beim Kleiderkauf auf Nachhaltigkeit und setze auf hochwertige Ware, die zu fairen Bedingungen aus nachhaltigen Materialien hergestellt wurde. Wenn Kleider kaputt sind, bringe sie zum Schneider, statt sie direkt zu entsorgen.

 

    • Achte bei Dingen wie Elektrogeräten und Möbeln auf Qualität und Langlebigkeit, bei Elektrogeräten zusätzlich auf eine gute Energieeffizienzklasse. Spezielle Energielabel geben dir beim Einkauf Orientierung.

 

  • Upcycle and recycle: Viele Dinge kannst du weiterverwenden, statt sie wegzuwerfen. Aus Flaschen werden Kerzenständer, aus alten Holzkisten neue Möbel. Wenn etwas doch weg muss, recycle es korrekt und wirf zum Beispiel keine Batterien oder Elektrogeräte in den Hausmüll.

Sharing is Caring!

Ziemlich cool: Teilen statt allein besitzen, leihen statt kaufen – Sharing liegt im Trend. Auch das ist eine Form der Nachhaltigkeit.

 

    • Lass dein Auto öfters mal stehen und fahre mit dem Rad oder gehe zu Fuß. Noch besser: Statt ein eigenes Auto zu besitzen kannst du Carsharing-Angebote nutzen oder dir mit Freunden oder Nachbarn ein Auto teilen oder Fahrgemeinschaften gründen.

 

    • Verlängere den Lebenszyklus von Dingen, indem du sie Second Hand kaufst oder verkaufst. Investiere generell lieber in edle, langlebige Teile statt in trendige Konsumware, die zu Billiglöhnen produziert wurde – und die entweder schnell kaputt geht oder dir bald nicht mehr gefällt.

 

  • Auch in der Großstadt kannst du dein eigenes Gemüse anbauen. Werde mit anderen gemeinsam zum Gärtner: In vielen Städten gibt es bereits spezielle Urban Gardening-Projekte.
Links / Linksammlung

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, nachhaltiger zu leben. Wenn du mehr wissen willst, schau zum Beispiel mal auf den Seiten vom Umweltbundesamt und auf www.siegelklarheit.de vorbei.

Nicole Benke
© Martin Szymanski

Über #BeatYesterday-Autorin Nicole Benke


Nicole Benke (37) liebt gutes Essen – am liebsten selbst gekocht aus frischen Produkten der Saison. Von Crash-Diäten hält die Food-Journalistin gar nichts. Sie findet: Eine gesunde Ernährung soll Spaß machen, darf nicht verkrampft sein und muss auch mal Raum für Genuss bieten. Denn strikte Verbote machen nur schlechte Laune. Und wer kann die schon gebrauchen?

Veröffent­lichungsdatum: 07.06.2018
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