Bei frostigen Temperaturen kannst du zu Höchstformen auflaufen. Du musst nur die richtige Sportart für dich finden. Skilanglauf und Eislaufen sind echte Klassiker. Rodeln und Schneeballschlachten sind für viele Winterfreunde schöne Kindheitserinnerungen. Diese Saison wird es Zeit für neue Wintersportarten. Wir stellen dir 12 eisige Highlights vor.
Hundeschlittentour durch verschneite Landschaften
Hunde in perfekter Symbiose mit dem Menschen – wenn du das erleben möchtest, solltest du eine Hundeschlittentour ausprobieren. Unbeeindruckt von Schnee, Kälte oder Regen ziehen die Tiere den Schlitten durch romantische Schneelandschaften. Für solch ein Erlebnis musst du nicht zwangsläufig nach Skandinavien reisen. Das Abenteuer wartet vor der Tür. In Deutschland kannst du eine Hundeschlittenfahrt etwa im Thüringer Wald, in Franken oder sogar in Brandenburg machen. Liegt kein Schnee, ist das auch nicht weiter tragisch. Dann wird der Radwagen genutzt.
Skispringen im Simulator
Zu den beliebtesten Wintersportarten im Fernsehen gehört Skispringen. Zugegeben, bis du eine Schanze 100 Kilometer pro Stunde mit Skiern hinunterbrettern kannst, benötigst du Mut und viel Training. Die spannende, aber deutlich ungefährlichere Alternative: ein Skisprung-Simulator! Hier bist du mit Gurtzeug an einem Rollschlitten befestigt. Dieser ist den ganzen Sprung über mit einem Stahlseil verbunden. Gut gesichert kannst du so bis zu 150 Meter weit springen – Adrenalinkick inklusive. Einen solchen Simulator findest du beispielsweise im Thüringer Wald beim Rennsport-Outdoor-Center (Foto).

Speedflying: Mix aus Skifahren und Fliegen
Coole Sportarten in den Lüften gibt es zahlreiche. Eine besonders spannende bei Eis und Schnee heißt Speedflying. Das ist ein Mix aus Skifahren, Kitesurfen und Gleitschirmfliegen. Mit den Skiern unter den Füßen und dem Gleitschirm, der am Rumpf befestigt ist, rauschst du den Hang halb fliegend, halb fahrend hinab. Genau das Richtige für all jene, die temporeiche Wintersportarten bevorzugen. Mittlerweile bieten einige Skischulen in den Wintersportregionen der Alpen entsprechende Kurse an.

Beim Eisangeln die Seele baumeln lassen
Für die gemütlicheren Wintersportler ist Eisangeln eine gute Wahl. Besonders im hohen Norden Europas ist das ein beliebter Zeitvertreib. Dort gilt auch das sogenannte „Jedermannsrecht“ – einen Angelschein brauchst du fürs Eisfischen also nicht. Voraussetzung: Du angelst mit natürlichen Ködern.
Aber auch in Deutschland kannst du deiner Angelleidenschaft im Winter frönen. Allerdings nur an bestimmten Orten wie zum Beispiel auf der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern oder am Oberuckersee in der Uckermark. Wichtig: Das Eis sollte um die 15 Zentimeter dick sein – Sicherheit geht vor.

Schneeschuhwandern durch Winterparadiese
Wenn du gerne wanderst, dann schnapp dir ein paar Schneeschuhe und stapf damit durch beschauliche Wintermärchenwälder. Mit den Tretern, die meist aus Plastik sind, bist du für alle Gebiete gut ausgerüstet. Unter den Sohlen befinden sich nämlich Harschkrallen. Diese sorgen auch im alpinen Gelände für sicheren Halt. Schneeschuhwandern ist grundsätzlich überall möglich, wo ausreichend Schnee fällt. Wenn du in den Bergen hoch hinaus willst, solltest du vor deinem Trip aber den Lawinenlagebericht checken.

Wintersportarten für Abenteuerlustige: Eisklettern
Fürs Eisklettern solltest du schwindelfrei sein und am besten Nerven aus Stahl besitzen, denn es kann steil nach oben gehen. Zu deiner Ausrüstung gehört unter anderem ein Eispickel, der beim Aufstieg unerlässlich ist. Das Eisklettern zählt definitiv zu den anstrengenden Wintersportarten, aber der Blick auf die eisige Kulisse ist die Mühe alle Mal wert. Über die Gebiete, wo das Eisklettern erlaubt ist, informieren beispielsweise Bergsteigerschulen in alpinen Regionen.

Bobfahren – Achterbahnfahren auf dem Eis
Einmal wie die jamaikanische Bobmannschaft in „Cool Runnings“ den Eiskanal hinuntersausen? Das kannst du auch! Voraussetzung dafür ist natürlich eine Bobbahn. Eine solche findest du beispielsweise in Innsbruck, Berchtesgaden auf der Weltcup- und Weltmeisterstrecke oder in Lettland. Gemeinsam mit einem erfahrenen Bobfahrer stürzt du dann mit bis zu 130 Kilometer pro Stunde die Bobbahn hinunter (Foto).

Beim Schneegolfen entspannen
Für ruhige Winterliebhaber genau das Richtige: Schneegolf. Im Unterschied zum normalen Golf wird bei der Winterdisziplin auf Schnee- oder Eiswiesen gespielt. Damit du den Ball nach deinem fulminanten Schlag auch wiederfindest, ist er rot oder grün gefärbt. Eine permanente Anlage gibt es im schweizerischen Unterengadin, in der Nähe vom bekannten Schloss Tarasp.

Temporeiche Schneemobil-Tour
Die Alternative zum Skifahren: eine Schneemobil-Tour. Diese ist weitaus weniger anstrengend, aber mindestens genauso aufregend und temporeich. Entdecke unglaubliche Landschaften, während du auf deinem Mobil Vollgas gibst. Ganz ohne Motorengeräusche und Abgase kannst du das Winterwunderland auf dem Hundeschlitten erleben – ohne dabei auf das Tempo zu verzichten. Die Hunde ziehen den Schlitten nämlich mit bis zu 30-40 Kilometer pro Stunde. Solltest du trotzdem lieber auf das Schneemobil steigen, kannst du das zum Beispiel in Sachsen, Bayern und Österreich tun.

Heliskiing: Zwei Abenteuer miteinander verknüpft
In schwindelerregende Höhen begibst du dich beim Heliskiing. Du wirst mit einem Helikopter auf etwa 2.000 Meter Höhe befördert. Sobald du an deiner Destination gelandet bist, kannst du den ultimativen Tiefschnee-Kick erleben. Der Kick und vor allem das Naturerlebnis sind aber größer, wenn du den Gipfel aus eigener Muskelkraft und mit Fellen unter den Skiern erklimmst. Obendrauf freut das deinen ökologischen Skiabdruck. Wichtig ist aber bei beiden Varianten, dass du sicher auf den Skiern unterwegs bist. Für Anfänger ist das außergewöhnliche Sporterlebnis daher nicht geeignet. Heliskiing ist wegen strenger Auflagen nur in einigen Regionen erlaubt. Ein beliebtes Angebot besteht beispielsweise in Lech Zürs am Arlberg in Österreich.

Snowkiten: Speed und Schnee
Im Sommer kannst du es auf dem Wasser und im Winter auf weißem Pulverschnee machen – Kiten. Mit Skiern oder dem Snowboard unter den Füßen zieht dich ein Zugdrache über die weiße Pracht. Dabei kannst du ordentlich Speed aufnehmen. Der Geschwindigkeitsrekord liegt bei über 110 Kilometer pro Stunde. In Deutschland ist der Feldberg eine beliebte Snowkite-Destination. Als Anfänger kannst du einen Ein-Tages-Schnupperkurs machen – vielleicht eine neue Wintersportart für dich?

Airboarding: Luftkissen küsst Schnee
Kopf voran einen Hang runter brettern. Klingt verrückt? Ist es auch, aber genau das macht man beim Airboarding – mit Helm natürlich. Das Airboard ist ein Luftkissen mit zwei seitlichen Griffen. Mit dem Kopf zum Hang legst du dich darauf. Beine und Füße ragen über das Board, denn diese nutzt du zum Steuern und Bremsen des Geschosses. Und es ist wirklich ein Geschoss. Du kannst locker über 100 Kilometer pro Stunde schnell werden. Also lieber etwas langsamer starten und den Helm nicht vergessen.
