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Auf den Abfahrten rund um St. Moritz hast du Seen und ein phänomenales Bergpanorama im Blick. | © Engadin St. Moritz Tourismus AG/ Christof Sonderegger

Ab ins Engadin! Alles über den sportlichen Hot-Spot

Schön in den Schnee – die Schweizer Region hat für jeden Athleten etwas zu bieten. Und das nicht nur zur Winterszeit, nein, auch im Sommer, wenn es nicht schneit.

Im Engadin kannst du dich als Wintersportler wahnsinnig gut austoben. Und damit ist nicht nur Skifahren und Snowboarden gemeint. Aber natürlich auch. Der Schweizer Austragungsort eines der größten Skimarathons treibt die Faszination von Bewegung in den Bergen auf die Spitze. Zu den unzähligen Highlights der Region zählen beispielsweise 10 Kilometer lange Abfahrten und die Möglichkeit, auf Schlittschuhen spazieren zu laufen.

Im Engadin geht es hoch her

In der Snowpipe im Skigebiet Corvatsch kommst du groß raus. | © swiss-image.ch/Photo Andrea Badrutt

Es ist das höchste bewohnte Tal in Europa. Unterteilt wird die 80 Kilometer lange Schweizer Region in das Ober- und Unterengadin. Die Grenze bildet der Bach Ova da Punt Ota. Im Winter ist dieses Hochtal im Kanton Graubünden als besonders schneesicher bekannt. Vor Ort hat deine Kamera einiges zu tun: das Alpenpanorama mit 173 Gletschern im Oberengadin, zahlreichen Seen sowie Arven- und Lärchenwäldern – es wimmelt nur so von Postkartenmotiven. Vergiss deine Handschuhe nicht! Da schon der Talbereich auf 1.400 bis 1.800 Metern liegt, gilt das Gebiet im Winter als eines der kältesten der Alpen.

Ein ganz besonderes Skigebiet – Swiss Made

Die längste beleuchtete Abfahrt der Schweiz schillert nahe St. Moritz. | © swiss-image.ch/Photo Robert Boesch

Hier tobt die Abwechslung. Allein im Oberengadin findest du 4 verschiedene Skigebiete. Mit dem Skipass Engadin St. Moritz kannst du sie alle auf einmal rocken. Da wäre das Gebiet Corvatsch. 120 Pistenkilometer machen alte Skihasen und Neulinge happy. 18 schwarze und 13 blaue plus 89 rote Pistenkilometer färben das Angebot bunt. Und das sogar nach Einbruch der Dunkelheit, und zwar auf der längsten beleuchteten Abfahrt der Schweiz mit 4,2 Kilometern Fahrfeeling. Dreh- und Startpunkt ist die Stadt St. Moritz. Von dort aus gelangst du ebenfalls ins Corviglia-Gebiet, das für anspruchsvolles Fahren bekannt ist. Dennoch fallen auf die 155 Pistenkilometer 42 blaue. Du musst als Anfänger also nicht den ganzen Tag auf der Hütte, im Restaurant oder in einer Après-Ski-Bar sitzen. Aber du kannst, denn davon gibt es im Engadin knapp 260 (!). Bist du mit deiner Familie unterwegs, checkst du am besten das Gebiet Zuoz. Die 15 Pistenkilometer bieten optimale Bedingungen für Einsteiger, Familien sowie den kleinen Geldbeutel. Der Skipass zählt mit 39 Schweizer Franken (etwa 27 Euro) zu den günstigsten des Kantons. Das Gebiet ist was Boarder und Freeskier! Denn hier steht die Funslope Gian Plaiv, ein Mix aus Snowpark, Cross-Strecke und normaler Piste. Wenn du noch mehr Action brauchst, buchst du 10 Minuten nördlich von St. Moritz in Samaden eine Heliskiing-Tour.

Konditionstests auf 10 Kilometer langen Abfahrten sind inklusive

Die Gletscherabfahrt ermöglicht Off-piste-Feeling auf Nummer sicher. | © swiss-image.ch/Photo Andrea Badrutt

Hast du nicht so Lust auf Jetset – St. Moritz gilt als Hochburg – schau’ doch mal im Skigebiet Diavolezza Lagalb vorbei. Deren Hauptort ist Pontresina. Wintersportler mit ernsthaften Fahr- und geringen Feier-Absichten sind hier gut aufgehoben. Blaue Pisten suchst du hier vergeblich. Allein die Aussicht auf die längste Gletscherabfahrt der Schweiz – 10 Kilometer über den Pers- und Morteratschgletscher – auf einer gesicherten, aber nicht präparierten Piste löst bei jedem Skifahrer und Snowboarder ein „Hin-da“-Gefühl aus. Du solltest neben einer guten Kondition eine Rote-Routen-Routine mitbringen. Nur etwa 300 Meter sind schwarz.

10 Kilometer lang ist auch die Traumpiste im Skigebiet Scuol Motta Naluns. Diese rote Route im Unterengadin hält was ihr Name verspricht: entspanntes Fahren in traumhafter Kulisse vom 2.710 Meter hohen Berg Salaniva bis in den auf 1.430 Meter hoch gelegenen Ort Sent. Insgesamt kommst du in Motta Naluns auf etwa 70 Pistenkilometer.

Im Engadin fahren auch Nicht-Skihasen auf Wintersport ab

Die Region macht Langläufern die Spur (regelmäßig) frei. | © swiss-image.ch/Photo Romano Salis

Noch mehr Fahrbahnen als Pisten stehen dir im Unterengadin als Langläufer zur Verfügung. Um genau zu sein: 77 Kilometer gespurte Loipen, die an das Netz im Oberengadin angeschlossen sind.

Eine Mordsgaudi ermöglichen die zahlreichen Schlittenrouten. Gerade an Muskelkater-Tagen ist der Rodel eine super Alternative. Du läufst gern Schlittschuhe? Dann bist auf dem zugefrorenen St. Moritzsee gut aufgehoben. Aber es gibt sogar 2 Eiswege, auf denen du mit Schlittschuhen spazieren laufen kannst. Der eine liegt nahe den Dörfern Scuol und Sentim Unterengadin und führt 3 Kilometer durch den Wald. Das Equipment ist vor Ort ausleihbar.

Nusstorte – über den Kaloriengehalt denkst du bei dieser Engadiner Spezialität besser nicht nach. | © swiss-image.ch/Photo Christof Sonderegger

Beim rund 1.000 Meter langen Eisweg Madulain im gleichnamigen Ort im Oberengadin musst du dir deine Ausrüstung selbst mitbringen, bist aber dafür kostenlos unterwegs.

Steht dir der Sinn nach Chill-out, machst du eine Pferdekutschenfahrt oder fährst mit der Standseilbahn auf eine Berghütte – und später wieder runter. Diese wind- und wettertrotzende Gondel-Alternative bewegt sich auf Schienen und ermöglicht auch den Leuten Bergfeeling, die gerne auf dem Boden bleiben.

Tipp: Ein Engadin-Urlaub ohne Nusstorte ist kein richtiger Urlaub.

Einer der bekanntesten Flecken des Engadins: St. Moritz

St. Moritz von seiner gemütlichen Seite. | © swiss-image.ch/Photo Christof Sonderegger

Eigentlich ist die Stadt mit gerade mal 5.000 Einwohnern (und heute eben so vielen Hotelbetten) Anfang des 19. Jahrhunderts durch seine Heilquellen bekannt geworden. Mittlerweile gilt der höchste Ort Europas als DER Skiort für die Schönen und (vor allem) Reichen. Hier trinkst du Champagner statt Skiwasser (Wasser mit Himbeer- und Limettengeschmack) und isst Kaviar anstatt Käsespätzle. Aber die Location hat vor allem sportlich weit mehr zu bieten als schönen Schein:

Ist der St. Moritzersee erstmal zugefroren, geht’s beim Snow Polo tierisch ab. | © swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

Hier wurden bereits zweimal Olympische Winterspiele ausgetragen, auf dem Hausberg Corviglia finden regelmäßig Weltcup- und WM-Rennen statt. Zudem gibt es hier den 1.214 Meter langen Cresta Run, den ältesten Eiskanal der Welt. Allerdings musst du dich als Newbie erst beweisen und wirst bei gelungener Abfahrt in den dazugehörigen Club aufgenommen. Seit einem Jahr (!) dürfen auch Frauen den Sport, der dem Skeleton fahren ähnelt, ausführen. Weniger anstrengend ist das Zuschauen beim weltbekannten Winterpoloturnier auf dem St. Moritzersee, wo ebenfalls Cricket und Pferderennen stattfinden.

Im Sommer ruft der Berg genauso laut wie im Winter

Lass’ dich beim Outdoor-Yoga ruhig anmeckern – von Ziegen. | © Engadin St. Moritz Tourismus AG/Fabian Gattlen

Wenn bei Schnee und Eis meistens Zuschauen angesagt ist, kannst du in der schneefreien Saison auf dem St. Moritzersee selbst aktiv werden. Kite- und Windsurfer machen hier und auf dem benachbarten Silvaplanersee die große Welle. Doch gerade die Berge ziehen im Sommer viele Besucher ins Engadin. Klettern, Bergsteigen und Mountainbiken stehen hoch im Kurs. Gerade im Oberengadin findest du unzählige Trekking-Touren. Diese sind bestens ausgeschildert und die Art der Hinweistafeln zeigt dir das Niveau an: Gelbe Routen stehen für gemütliche Wanderungen, weiss-rot-weisse Schilder für Bergtouren. Letztere erfordern Erfahrung oder einen Guide, eine gewisse Fitness sowie eine gute Ausrüstung.

In den Trails findest du auf jedem Niveau deinen Weg. | © swiss-image.ch/Photo Markus Greber

Gleiches gilt für die unzähligen Kletterrouten. Obendrein ist gerade die Region um St. Moritz ein Paradies für Mountainbiker. Mit 400 Kilometern ausgewiesenen Singletrails und Routen für jedes Niveau (teilweise geht es auf 3.000 Meter hinauf) kommst du als Biker nicht mehr aus dem Grinsen heraus. Entspannter geht es dann beim Golfen in Samedan zu.

Hast du Lust auf was Ausgefallenes, buchst du eine Outdoor-Yogastunde mit „Geissen“ (Ziegen). Und wenn du gern auf Abwegen unterwegs bist: Die Gegend ist fürs Trailrunning gemacht.

Die besten Engadiner-Events sind sportlich

Ein Marathon auf Langlaufskiern setzt 14.200 Menschen in Bewegung. | © swiss-image.ch/Photo Michael Buholzer

Eine Mega-Veranstaltung ist der Engadin Skimarathon. In 2019 findet der Wettkampf mit unfassbaren 14.200 Teilnehmern am 10. März zum 51. Mal statt. Startpunkt der 42. Langlaufkilometer ist der Ort Maloja, die Finisherlinie überquerst du in S-chanf. Die Halbmarathon-Variante ist ebenfalls eine Option, dann heißt dein Ziel Pontresina.

Mehr über den Engadin Skimarathon erfährst du hier.

Kurz nach Sonnenaufgang mit deinem Bike auf den Berg Piz Nair – der Bergbahn sei Dank. | © swiss-image.ch/Photo Markus Greber

Ende März treffen sich die weltbesten Freestyle-Skifahrer zum Freeski World Cup im Skigebiet Corvatsch. Eher klassische Contests stehen Mitte April in Scoul auf dem Plan. Beim Swiss Snow Happening 2019 messen sich 2.000 Schweizer Wintersportler in diversen Disziplinen wie dem Riesenslalom.

Und für den Sommer merkst du dir als ambitionierter Biker den Zeitraum vom 20. bis 24. August vor. Dann findet das Swiss Epic Bike statt, ein mehrtägiges Etappenrennen über 350 Kilometer, das in 2er-Teams durch die Schweizer Alpen gefahren wird. Startpunkt ist Davos, mehrere Routen führen über St. Moritz.

© Felix Matthies

Über #BeatYesterday-Autorin Martina Steinbach


Martina Steinbach testet und textet als freie Journalistin Fitness-Geschichten. Ihr Motto lautet: Abwechslung ist alles. Daher läuft, schwimmt und radelt die Münchnerin super gern, liebt Krafttraining und besucht begeistert die verschiedensten Kurse. Zudem ist Snowboarden für sie der coolste Wintersport.

Veröffent­lichungsdatum: 31.01.2019
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